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Rallye Monte Carlo: Citroen kommt mit blauem Auge davon

Keine gute Performance, aber wichtige WM-Punkte gerettet: Kris Meeke freut sich über Powerstage-Bestzeit, warnt aber vor der schwachen Citroen-Leistung

(Motorsport-Total.com) - Citroen-Werksfahrer Kris Meeke beendete die Rallye Monte Carlo mit der Bestzeit in der Powerstage. Trotz dieser wichtigen Bonuspunkte erlebte das französische Team einen enttäuschenden Saisonauftakt. "Wir waren wahrscheinlich das langsamste Auto, abgesehen von Bouffier, der aber zum ersten Mal ein neues Auto gefahren ist", zieht Meeke schonungslose Bilanz. "Es war ein ärgerliches Wochenende. Die Dinge müssen sich komplett ändern, wenn wir diese Rallye wieder gewinnen wollen."

Kris Meeke

In der WM liegt Kris Meeke nur einen Punkt hinter dem zweiten Platz Zoom

2014 stand Meeke in Monte Carlo auf dem Podium und hatte dann in den beiden darauffolgenden Jahren (trotz Ausfällen) auch das Tempo der Spitze. Im Vorjahr wurden die Handling-Schwierigkeiten des C3 WRC auf feuchter Straße deutlich. Nun war Citroen weit weg, um aus eigener Kraft um Podestplätze kämpfen zu können. Meeke kam nach Zwischenfällen mit fast fünf Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel. Teamkollege Craig Breen rutschte ebenfalls von der Straße und hatte mit Bremsproblemen zu kämpfen. Er rettete sich noch als Neunter ins Ziel.

Positiv sind die zwölf WM-Punkte für Platz vier plus der fünf Punkte für die Powerstage-Bestzeit. "Wir nehmen diese 17 Punkte und lassen die Rallye hinter uns", so Meeke. "Wir sind nahe an WM-Platz zwei und werden in Schweden als Vierte starten. Das ist großartig." Trotz der enttäuschenden Performance steht der Brite nicht wie im Vorjahr mit leeren Händen da. Deswegen betont Meeke: "Es war ein unglaublicher Start in die neue Saison. Aber nur in Monte Carlo kann man so ein Ergebnis holen, nachdem man von der Pace her im Nirgendwo war."

Kris Meeke musste "clever" sein

Und dass sich Citroen nicht positiv in Szene setzen konnte, stimmt Meeke angesichts der Vorbereitung nachdenklich: "Die Realität ist schonungslos. Es darf nicht wieder passieren, dass wir so zur Monte-Carlo-Rallye kommen. Wir mussten in dieser Rallye clever sein. Es ist langweilig, wenn man clever sein muss, aber manchmal funktioniert es. Es hat nur 30 Jahre gedauert, bis ich das begriffen habe", merkt der 38-Jährige sarkastisch an.


Ein gemischtes Fazit zieht deshalb auch Pierre Budar, der neue Teammanager: "Wir haben einige WM-Punkte gesammelt und Platz vier ist speziell für Kris gut. Wir haben nicht erwartet, dass wir gleich in den ersten beiden Prüfungen unsere Chancen verlieren. Das war frustrierend. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir am letzten Tag aufholen konnten. Wir haben die Abstimmung für den Schnee und für nassen Asphalt verbessert. Trotzdem hatte Kris im Trockenen ein besseres Gefühl. Wir müssen arbeiten, wenn der Grip schlechter ist."

Nun wartet mit der Winterrallye in Schweden Mitte Februar wieder ein einzigartiger Lauf, bevor die "normale" Schotter- und Asphalt-Saison beginnt. So wie die anderen Teams wird auch Citroen im Vorfeld auf Schnee einen Vorbereitungstest absolvieren. Es wartet viel Arbeit auf das Team. Im vergangenen Jahr war Schweden für Meeke mit Platz zwölf eine der vielen Enttäuschungen. Nun ist zumindest auf dem Papier seine Startposition deutlich besser.

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