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Loeb gewinnt zum siebten Mal in Deutschland

Sébastien Loeb hat erneut die Deutschland-Rallye gewonnen - Daniel Sordo und Francois Duval auf den Plätzen - Mikko Hirvonen verliert WM-Führung

(Motorsport-Total.com) - Doppelschlag für Sébastien Loeb: Der Franzose sicherte sich in Trier zum siebten Mal in Folge (!) den Sieg bei der Rallye Deutschland und ist bleibt damit auf diesem Terrain absolut ungeschlagen. Außerdem eroberte Loeb mit diesem Erfolg auch noch die Tabellenspitze in der Fahrer-Weltmeisterschaft, nachdem Titelrivale Mikko Hirvonen nicht über den vierten Endrang hinausgekommen war. Loebs Teamkollege Daniel Sordo wurde abgeschlagen Zweiter vor einem stark fahrenden Francois Duval.

Sébastien Loeb

Sébastien Loeb fuhr in Trier zu einem ungefährdeten Sieg - Triumph Nummer 7 Zoom

Auch in der letzten Prüfung der dritten Etappe ließ Loeb nichts mehr anbrennen. Rund um die 'Porta Nigra' gab es sogar ein besonders enges Finish: Auf der 4,37 Kilometer langen Schlussrunde fuhren Petter Solberg, Loeb und Andreas Mikkelsen exakt die gleiche Zeit. 3:22.4 Minuten war nicht zu toppen und so änderte sich dementsprechend auch nichts mehr am Endstand der Rallye.#w1#

Stadtprüfung mit engem Finish

Wie nahe die Piloten auf der letzten Ausfahrt beieinander lagen, verdeutlichen weitere Zahlen: Die Top 10 lag abschließend innerhalb von nur 2,5 Sekunden, die Plätze eins und sieben gar innerhalb von nur einer einzigen Sekunde. Somit veränderten sich die Abstände in der Gesamtwertung nur noch marginal.

Den Grundstein für seinen heutigen Erfolg hatte der amtierende Weltmeister bereits am Freitag gelegt. Auf sämtlichen Prüfungen markierte der Citroen-Pilot die Bestzeit und zeigte seiner Konkurrenz stets das Heck. Einzig Sordo konnte anfangs noch mithalten, genauso wie Hirvonen. Am Samstag drehte Loeb dann allerdings vollkommen auf und distanzierte seine Mitstreiter deutlich.

So konnte es sich der Franzose sogar leisten, die letzte Samstags-Prüfung an Sordo abzutreten und am Sonntag entspannt ins Ziel zu fahren, ohne weitere Bestzeiten zu markieren. Sein spanischer Teamkollege fuhr auf einen niemals gefährdeten zweiten Rang und komplettierte das tolle Teamergebnis für Citroen, während Hirvonen lediglich als Vierter gewertet wurde.

"Es war eine perfekte Rallye für mich", meinte Loeb, "aber Mikko ist auf Asphalt viel stärker geworden. Eine Vorentscheidung ist das noch nicht. Ich wollte von Anfang an zeigen, wer Herr im Hause ist. Seit es den deutschen WM-Lauf gibt, hat ihn noch nie jemand anderes gewonnen als ich. Und das sollte gefälligst auch so bleiben..."

Duval top - Hirvonen im Pech

Der Belgier Francois Duval hatte sich eigentlich schon mit dieser Position arrangiert, profitierte allerdings von einem Reifenschaden der Ford-Speerspitze Hirvonen und übernahm kampflos Platz drei. Trotz großer Anstrengungen konnte der Finne P3 nicht zurückerobern und gab sich schließlich mit Platz vier und fünf WM-Punkten zufrieden.

"Ich hätte Platz drei bevorzugt, aber P4 auf Asphalt ist so schlecht nicht für mich", meinte Hirvonen nach der letzten Prüfung. "Wir hatten einige gute Abschnitte und haben ein paar tolle Zwischenzeiten gesetzt. Wenn wir jetzt noch die Konstanz in den Griff bekommen, dann sieht das für die kommenden Asphalt-Rallyes gar nicht so aus."

Platz fünf in Trier ging an Petter Solberg, der das Asphalt-Debüt seines Subaru Impreza als positiv wertete: "Ich hatte keinerlei Probleme. Wir hatten schon eine ganze Zeit lang keine so saubere Fahrt mehr. Ich hatte viel Spaß und das Auto bekommt immer besseren Grip und auch die Traktion passt. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber die Richtung stimmt definitiv."

Schwerer Zwischenfall um Gigi Galli

Der Sechstplatzierte Christopher Atkinson war dagegen nicht in bester Stimmung: "Ich habe mit einigen Kleinigkeiten viel Zeit verloren und konnte so nicht mehr mit Petter kämpfen. Ich werde versuchen, das bei der nächsten Asphalt-Rallye zu verbessern. Ich freue mich aber schon auf die nächste Veranstaltung in Neuseeland." Mit P7 war Henning Solberg dagegen vollkommen zufrieden: "Die Performance des Autos ist sehr erfreulich gewesen an diesem Wochenende. Es wird einfach immer besser!"

Überschattet wurde die Deutschland-Rallye vom schweren Unfall des Italieners Gigi Galli. Bereits am Freitag war der Italiener in einem Waldstück verunglückt und hatte sich bei dem Unfall einen gebrochenen Oberschenkel zugezogen. Galli wurde noch am Abend operiert und befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung - muss aber wohl mindestens fünf Monate pausieren.

Für Action auf der Strecke sorgte indes der finnische Youngster Jari-Matti Latvala, der am Samstag einen spektakulären Salto machte und anschließend nahezu unbehelligt weiterfahren konnte. Durch dieses Missgeschick verlot der Ford-Pilot allerdings seine gute Ausgangsposition und fiel weit zurück, landete abschließend gar außerhalb der Punkte.

Unterm Strich war gegen Sébastien Loeb rund um Trier einfach kein Kraut gewachsen. Nach 3:26:19.7 Stunden reiner Fahrzeit durfte der Citroen-Pilot wieder einen Sieg und obendrein die WM-Führung bejubeln. 47 Sekunden erreichte Daniel Sordo den zweiten Platz bei der Rallye Deutschland, Francois Duval wurde überraschender Dritter mit 1:20.0 Minuten Rückstand auf Loeb.

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