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Loeb bereitet seine Zukunft vor: Le Mans!

Sebastien Loeb wird seine Rallyekarriere Ende 2013 definitiv beenden - Aufbau eines eigenen Teams mit Le-Mans-Teilnahme als Ziel

(Motorsport-Total.com) - Rallye-Superstar Sebastien Loeb sieht seine Zukunft im Rundstreckensport. Der siebenmalige Weltmeister wird nach Ablauf seines aktuellen Citroen-Vertrages aus der Szene der Quertreiber ausscheiden und sich einem neuen Ziel widmen: Le Mans. Der Franzose hat nun gemeinsam mit seinem Freund Dominique Heintz den Grundstein gelegt: Sebastien Loeb Racing (SLR). Sein eigenes Team soll 2012 unter anderem mit zwei Autos im Porsche-Carrera-Cup Frankreich antreten.

Sebastien Loeb Racing im Aufbau: Ab 2014 übernimmt der Rallyestar das Ruder Zoom

Das zunächst von Heintz geführte Team wird gleichzeitig ein Fahrzeug der Formula-Le-Mans (Oreca FLM09) in der Le-Mans-Series (LMS) einsetzen. Auf der Langstrecke will der Rallye-Weltmeister ab 2014 mit dem Ziel Le-Mans-Teilnahme angreifen. Bis dorthin will man mit dem FLM-Fahrzeug so viele Erfahrungen gesammelt haben, sodass einem Start an der Sarthe mit einem LMP2-Auto nichts mehr im Wege steht. Loeb kennt die Szene bereits von seinen Einsätzen mit Pescarolo.

"Ich habe mich mit Dominique schon so oft über den Aufbau eines eigenen Teams unterhalten. Wir sind freundschaftlich eng verbunden", sagt Loeb. "Die Geschichte fing eigentlich vor 15 Jahren an. Er kam mit dieser Idee. Wir haben damals einander versprochen, dass wir es eines Tages tatsächlich realisieren werden. Diese Zeit ist nun gekommen." Heintz war es, der Loeb 1997 einen Peugeot 106 zur Verfügung stellte - der Start einer einzigartigen Rallyekarriere.

"Es ist nun die logische Fortführung unseres gemeinsamen Abenteuers. Sebastien ist nun bereit dafür. Er hat sich bezügich seiner Zukunft im Motorsport entschieden", sagt Heintz, der die ersten Rallyes 1997 noch auf dem Beifahrersitz seines Kumpels verbrachte. "Der Zeitpunkt ist perfekt. Nach seinen letzten zwei Jahren im Rallyesport wird er Zeit finden, sich mehr ins Team einzubringen. Wir legen derweil schon mal den Grundstein. Die Idee existiert nicht erst seit gestern, sondern schon sehr lange."

¿pbvin|8|3909||0|1pb¿"Ich habe schon einige Erfahrungen auf Rennstrecken machen dürfen - in unterschiedlichsten Disziplinen", sagt Loeb, der neben Sportwagen und Prototypen auch Formel-1-Tests absolvierte. "Das hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich mag die Atmosphäre. Rallye nimmt seit langer Zeit einen wichtigen Platz in meinem Leben ein. Ich habe Spaß daran, weswegen ich bis Ende 2013 weitermache. Aber in den folgenden Jahren kommt dann etwas Neues. Ich will neue Wege beschreiten."

Der Start des neuen Abenteuers als Teambesitzer bildet das Engagement im Porsche-Carrera-Cup. "Ich bin selbst dort gefahren, es ist verlockend", sagt der Starpilot aus dem Elsass. Man habe zusätzlich weitere Möglichkeiten in Aussicht, denn immerhin lassen sich die beiden Porsche 911 GT3 Cup auch im Supercup und in der GTC-Klasse der Le-Mans-Serien unterbringen. "Das sollte uns eine solide Basis bieten", sagt Loeb, dessen eigentliches Ziel aber die 24 Stunden von Le Mans sind.

Sebastien Loeb

Sebastien Loeb hat einen Traum: 2014 mit eigenem Team in Le Mans Zoom

SLR zieht ein Engagement im neuen Peugeot-RCZ-Cup in Betracht, setzt aber vornehmlich auf die Langstreckenkarte. "Der RCZ-Cup wäre ein ideales Terrain, um junge Nachwuchsleute zu sichten", beschreibt Loeb. Wichtiger sei allerdings der solide Aufbau eines Prototypen-Teams. "Wir wollen nun die nötigen Erfahrungen sammeln, um 2014 mit einem LMP2-Auto in Le Mans fahren zu können", sagt Heintz. "Die Formula-Le-Mans ist der perfekte Einstieg in den Prototypenbereich."

"Endurance-Rennsport empfinde ich als hoch attraktiv", sagt der französische Superstar, der 2006 mit Pescarolo auf Platz zwei beim Klassiker an der Sarthe fahren konnte. "Im kommenden Jahr startet die WM, es sind mindestens drei Hersteller dabei. Die 24 Stunden von Le Mans sind ein legendäres Rennen. Ich hoffe, dass ich dort irgendwann mit meinem eigenen Team antreten darf. Das ist das Ziel, welches wir nun Schritt für Schritt angehen werden."

Loeb und Heintz sehen sich langfristig im neuen Betätigungsfeld. "Das ist keine kurzfristige Luftnummer", sagt der Rallyepilot, der nun auch Teamchef ist. SLR will schon bald eine Fahrersichtung organisieren und junge Talente für das erste Jahr auf den Rennstrecken aussuchen. Eine offizielle Präsentation von Sebastien-Loeb-Racing soll noch vor Ablauf dieses Jahres erfolgen.

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