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Quali-Unfall mit vier Fahrzeugen bei VLN4: Das geschah im Kesselchen

Der Abbruch des Zeittrainings bei VLN4 war auf einen Unfall mit vier Autos zurückzuführen - Wieder einmal schlug das Kesselchen zu

(Motorsport-Total.com) - Dass die 50. Adenauer Rundstrecken-Trophy letztlich nur über dreieinhalb Stunden ging, lag an einem heftigen Unfall im Streckenabschnitt Kesselchen, der die gesamte Strecke blockierte. Wie so oft auf der Nürburgring-Nordschleife war die Auflösung nicht einfach, 'Motorsport-Total.com' konnte jedoch mit einigen Beteiligten mittlerweile sprechen.

Renault Clio, Abschleppwagen

Der vierte VLN-Lauf war für vier Fahrzeuge schon im Zeittraining gelaufen Zoom

Demnach ist folgendes passiert: Im Linksknick auf circa halber Höhe zwischen Bergwerk und der "Mutkurve" vor dem Streckenabschnitt Klostertal wurde eine Ölspur gelegt.

Auf dieser Ölspur flogen dann in schneller Abfolge hintereinander drei Fahrzeuge ab: Der BMW M4 GT4 #161 (Lenerz/Wolter) und der Porsche Cayman #400 (Büllesbach/Schettler/Solivellas), die beide von Adrenalin Motorsport eingesetzt wurden, sowie der Mühlner-Cayman #969 (Jung/Leib/Schula).


Fotos: VLN 2019: 50. Adenauer Rundstrecken-Trophy


Kurz dahinter befanden sich der Avia-Clio #620 (Epp/Holthaus/Bohrer), der racing-one-Ferrari #139 und ein Cup-Porsche. Hier zeigte sich die unterschiedliche Bremsperformance der Fahrzeuge, die bei Einführung der Code-60-Zonen im Jahr 2013 für Probleme sorgte: Der Ferrari und der Porsche konnten noch rechtzeitig verzögern, der Clio wurde aufgrund der geringeren Bremsleistung in den Unfall verwickelt.

Der Gruppe-H-Bolide rutschte in den noch kreiselnden Mühlner-Porsche hinein und wurde somit viertes Opfer des Unfalls. Alle diese Ereignisse geschahen in wenigen Sekunden. Danach war die Flaggenkette schnell in Gang gesetzt und es knallten keine Fahrzeuge mehr in den Unfall hinein.

VLN4, Unfall, Abschleppwagen

Der Unfall blockierte für mehrere Minuten die komplette Strecke Zoom

Die Linkskurve im Kesselchen ist einer der gefährlichsten Punkte überhaupt auf der Nürburgring-Nordschleife. Der Knick wird unter normalen Bedingungen absolut voll gefahren, bringt aber Fahrzeuge mit viel Leistung und wenig Abtrieb nahe ans Limit. Die kleinste Ungereimtheit reicht aus, dass sie ausbrechen. Und wer in der Kurve vom Gas geht, provoziert einen kriminellen Lastwechsel.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten und der Unübersichtlichkeit dieser Stelle können die Unfälle entsprechend heftig ausfallen. In diesem Jahr es beim 24-Stunden-Rennen an dieser Stelle bereits einen schweren Unfall im Training gegeben. 2018 zerlegte es an dieser Stelle den BMW Z4 GT3, der in diesem Jahr sein Abschiedsrennen bestritt. Erst kürzlich sind an dieser Stelle FIA-Sicherheitszäune verbaut worden.

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