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SS1-6: Sekundenkrimi auf den Kanaren

Nach sechs Sonderprüfungen liegen die Top 4 auf den Kanarischen Inseln innerhalb von nur vier Sekunden - Vorjahressieger Jan Kopecky knapp in Front

(Motorsport-Total.com) - Die ersten sechs Prüfungen der Intercontinental Rallye Challenge (IRC) auf den Kanaren entwickelten sich zu einem Sekundenthriller. Der Kampf lautete Peugeot gegen Vorjahressieger Skoda. Die Platzierungen der Top 4 verschoben sich häufig. Schließlich setzte sich Vizemeister Jan Kopecky an die Spitze, gefolgt von seinem Markenkollegen Freddy Loix. Peugeot-Pilot Thierry Neuville forderte die Skoda-Armada heraus.

Jan Kopecky

Der Tscheche Jan Kopecky führt auf den Kanaren nach sechs Sonderprüfungen Zoom

Die erste Prüfung des Tages fand auf einem engen Kart-Kurs statt, der nur 1,5 Kilometer lang war. Zahlreiche Zuschauer säumten die kurze Strecke. Die Bestzeit ging an Guy Wilks (Peugeot), doch die Abstände waren sehr knapp. Juho Hänninen (Skoda) folgte eine halbe Sekunde dahinter. Neuville war mit nur 0,8 Sekunden Rückstand Dritter, gefolgt von Bryan Bouffier (Peugeot). Pech hatten hingegen Per-Gunnar Andersson (Proton) und Andreas Mikkelsen (Skoda), die beide durch Dreher viel Zeit verloren.

Nach dem kurzen Auftakt stellte die zweite Sonderprüfung mit einer Länge von 24,57 Kilometern schon eine größere Herausforderung dar. Erstmals zeigten sich die Skoda-Piloten an der Spitze der Zeitenliste. Vizemeister Kopecky markierte die Bestzeit. "Es war in Ordnung. Ich habe nicht zu hart attackiert, um die Reifen zu schonen. Deshalb bin ich von der Zeit überrascht."


Fotos: IRC: Kanaren-Rallye, Freitag


Nur 0,6 Sekunden langsamer war Markenkollege Loix, der sich damit hinter Kopecky und Neuville auf den dritten Rang der Gesamtwertung schob. Letzterer fuhr als einziger der Toppiloten mit zwei Ersatzreifen. Das zusätzliche Gewicht sorgte für Probleme: "In schnellen Kurven habe ich deshalb starkes Übersteuern", so der Belgier. "Es ist nicht leicht."

Zweite Bestzeit für Wilks

Das Duell Skoda gegen Peugeot fand auch auf der dritten Prüfung seine Fortsetzung. Wilks absolvierte die 14,19 Kilometer am schnellsten. An der Spitze schob sich das Feld zusammen, denn in der Gesamtwertung lagen die Top 5 innerhalb von 10,4 Sekunden. Kopecky führte vor Neuville, Hänninen, Loix und Wilks.

Mit diesem Zwischenstand ging es in die erste Servicezone des Tages. Vorjahressieger Kopecky stellte sich aufgrund der knappen Abstände auf eine harte Rallye ein. "Es wird bis zum Ende ein großer Kampf. Auf der dritten Sonderprüfung herrschte etwas Nebel, weshalb ich in einer Haarnadel zu spät bremste. Das Auto ist perfekt. Probleme bereitet der Aufschrieb, der nicht präzise genug ist."

Thierry Neuville

Thierry Neuville liefert den Skoda-Piloten einen harten Kampf um die Spitze Zoom

IRC-Meister Hänninen hatte neben seinem Teamkollegen einen weiteren Piloten auf der Rechnung: "Ich muss sagen, dass Neuville sehr beeindruckend war. Er hat gute Zeiten gefahren." Ebenso sah es Kronos-Teamchef Marc van Dalen: "Ich bin sehrglücklich mit seiner Leistung", lobt er seinen Piloten aus Belgien. "Es ist noch ein weiter Weg, aber er weiß, dass er so viele Punkte wie möglich holen muss. Er muss deshalb ins Ziel kommen."

Trotz zweier Bestzeiten war der zweite Kronos-Pilot nicht restlos zufrieden. "Das Auto ist auf der zweiten Prüfung zuviel gerutscht", schildert Wilks seine Probleme. "Das Heck ist stark gerutscht, weshalb ich bei den schnellen Abschnitten Vertrauen verloren habe. Für die dritte Prüfung haben wir die Dämpfer verstellt und es hat funktioniert."

Am Nachmittag standen die drei gleichen Prüfungen auf dem Programm. Somit ging es wieder vor vielen Fans auf die 1,5 Kilometer lange Kart-Strecke. Neuville und Kopecky markierten exakt die gleiche Zeit. Hänninen hielt seinen dritten Platz vor Loix und Wilks. Die Spannung an der Spitze blieb hoch.

Kopecky sichert knappe Führung

Die fünfte Sonderprüfung ging an Kopecky, der damit seinen Vorsprung auf Neuville auf 3,7 Sekunden ausbauen konnte. "Das ist schön", freut sich der Tscheche. "An einigen Stellen hätte ich noch mehr angreifen können." Sein Konkurrent aus Belgien verlor gegen Ende etwas Zeit aufgrund eines nicht perfekten Aufschriebs, aber "es ist ein großer Kampf." Hänninen verlor seinen dritten Platz an "Fast Freddy" Loix. Die Defekthexe schlug bei Andersson zu. Durch einen Reifenschaden verlor der Proton-Pilot drei Minuten.

Juho Hänninen

IRC-Champion Juho Hänninen kämpft als Vierter noch um die Podestplätze Zoom

Bevor noch zwei schwierige Nachtprüfungen auf dem Programm standen, mussten die Rallye-Asse noch einmal die 14,19 Kilometer lange "Ingenio"-Strecke absolvieren. Leichter Nieselregen sorgte für eine zusätzliche Herausforderung. Zusätzlich kam starker Nebel auf. Champion Hänninen meisterte diese Bedingungen am besten. "Es gab keine großen Probleme."

"Auf den letzten Kilometern, die bergab führten, störte der Nebel stark. Man durfte keine Fehler machen. Es stand auch etwas Wasser, weshalb einige Kurven sehr rutschig waren." Nur eine Zehntelsekunde langsamer war Loix, der durch Anderssons Problem auf der vorangegangenen Prüfung etwas Zeit verlor. Kopecky beendete SS6 als Dritter und behauptete seine Führung in der Gesamtwertung.

Loix überholte mit seiner starken Fahrt Neuville. Hänninen folgte als Vierter. Dieses Quartett lag nach sechs Prüfungen innerhalb von nur vier Sekunden. Am Ende der ersten Etappe finden noch zwei Nachtprüfungen statt, bevor am Samstag die Rallye auf den verbleibenden vier Herausforderungen entschieden wird.

Gesamtwertung nach 6 von 12 Prüfungen (Top 10):

01. Kopecky/Stary (Skoda Fabia S2000) - 47:37.9 Minuten
02. Loix/Miclotte (Skoda Fabia S2000) +3,1 Sekunden
03. Neuville/Gilsoul (Peugeot 207 S2000) +4,1
04. Hänninen/Markkula (Skoda Fabia S2000) +4,2
05. Wilks/Pugh (Peugeot 207 S2000) +28,8
06. Mikkelsen/Flöene (Skoda Fabia S2000) +30,3
07. Bouffier/Panseri (Peugeot 207 S2000) +31,0
08. Magalhaes/Grave (Peugeot 207 S2000) +50,6
09. Basso/Dotta (PROTON Satria Neo S2000) +1:21.1 Minuten
10. Gardemeister/Suominen (Skoda Fabia S2000) +1:24.3

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