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Rallye Dakar 2022: Barreda gewinnt Etappe 2, Petrucci muss aufgeben

Joan Barreda (Honda) gewinnt Etappe 2 - Sam Sunderland (GasGas) übernimmt Gesamtführung - Matthias Walkner nun Vierter - Defekt zwingt Petrucci zur Aufgabe

(Motorsport-Total.com) - Die Gesamtwertung der Motorräder wurde nach der zweiten Etappe der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien durchgemischt. Honda-Fahrer Joan Barreda startete eine Aufholjagd und sicherte sich den Tagessieg vor Sam Sunderland (GasGas) und Titelverteidiger Kevin Benavides (KTM).

Joan Barreda

Honda-Fahrer Joan Barreda startete am Montag eine Aufholjagd Zoom

Mit diesem Ergebnis übernahm Sunderland, Dakar-Sieger 2017, die Gesamtführung. Matthias Walkner (KTM) beendete den Montag auf dem 14. Platz. In der Gesamtwertung fiel der Österreicher auf Rang vier zurück. Sein Rückstand beträgt vier Minuten.

Ursprünglich hätte die zweite Etappe der erste Teil einer Marathonetappe sein sollen. Das musste kurzfristig geändert werden. Regenfälle hatten das Biwak in Al-Artawiyah überschwemmt. Deshalb durften die Teilnehmer das Biwak in Al-Qaisumah ansteuern.

Die Marathonetappe war gestrichen. Montagabend waren die Teilnehmer nicht auf sich alleine gestellt, sondern es gab das normale Service ihrer Teams. Das Terrain war von Sand geprägt. Es zeigte sich gleich, dass die hinteren Starter Vorteile hatten.

Technischer Defekt zwingt Petrucci zur Aufgabe

Insgesamt mussten am Montag fast 800 Kilometer zurückgelegt werden. Der gezeitete Abschnitt betrug 338,43 Kilometer. Bereits zu Beginn der Etappe spielten sich bittere Szenen ab. Danilo Petrucci strandete mit technischen Problemen an seiner KTM bei Kilometer 115.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci soll die Rallye am Dienstag fortsetzen können Zoom

Der ehemalige MotoGP-Fahrer versuchte erfolglos den Schaden zu reparieren. Schließlich wurde er von den Veranstaltern per Helikopter abgeholt. KTM will das Motorrad reparieren. Der Plan lautet, dass Petrucci morgen (mit Zeitstrafen) weiterfahren soll, um Erfahrungen zu sammeln.

Daniel Sanders (GasGas) musste die heutige Etappe eröffnen und verlor Zeit. Es bildete sich eine Spitzengruppe mit Pablo Quintanilla (Honda), Walkner und Adrien van Beveren (Yamaha), die zunächst vorne navigierten und den Weg vorgaben.

Spätere Starter machen Zeit gut

Von hinten holten vor allem zwei Fahrer auf. Das waren Barreda und Rui Goncalves (Sherco). Bei Kilometer 118 führte Goncalves, der seine zweite Dakar bestreitet, das virtuelle Klassement an. Nach 165 Kilometern war wieder Barreda vorne. Auch Kevin Benavides mischte mit.

Sam Sunderland

Sam Sunderland hat die Gesamtführung übernommen Zoom

Nach 199 Kilometern führte Barreda die Zwischenwertung vor Skyler Howes (Husqvarna) und Kevin Benavides an, während Rui Goncalves Zeit einbüßte. Später erhielt er für einen verpassten Wegpunkt noch eine Strafe von 15 Minuten.

Als erster Fahrer erreichte Sunderland die Ziellinie, doch man musste vor allem auf die Etappenzeit von Barreda warten, der etwas später ankam. Schließlich sicherte sich der Honda-Fahrer nach einer Fahrzeit von dreieinhalb Stunden den Tagessieg.

Hinter Barreda belegte Sunderland Platz zwei. Auch die Aufholjagd von Kevin Benavides wurde mit Rang drei belohnt. Sanders büßte insgesamt 25 Minuten ein und Quintanilla eine halbe Stunde. Der Jo-Jo-Effekt des Vorjahres wiederholte sich.

Walkner meistert die Schmerzen im Sprunggelenk

Walkner kam gut durch den Tag, obwohl er Schmerzen hatte. Am Sonntag war dem Österreicher ein Malheur passiert, denn er war nach einem Sprung im Gegenhang eines kleinen Bachbettes gelandet. Dabei hat er sich ein Sprunggelenk beleidigt.

Matthias Walkner

Trotz Schmerzen behauptete Matthias Walkner seinen Platz im Spitzenfeld Zoom

Mit einem Rückstand von einer knappen Viertelstunde belegte Walkner im Tagesergebnis den 14. Platz. "Es war kein so schlechter Tag", berichtet der Österreicher. "Ich bin als Dritter losgefahren und bis Kilometer 230 ist es recht gut gelaufen."

"Nach dem Tankstopp haben sich die Jungs vor mir etwas verfahren. Ich bin auf ihren Spuren geblieben, habe dann aber gemerkt, dass ich falsch war. Mit Sam und van Beveren haben wir es geschafft, wieder in die richtige Spur zu kommen. Allgemein war es ein passabler Tag."

Durch den Jo-Jo-Effekt ist das Feld in der Gesamtwertung dicht beisammen. Sanders ist hinter Sunderland und van Beveren auf Rang drei zurückgefallen. Barreda hat als Zehnter nur 20 Minuten Rückstand.

Update: Nachträglich hat Daniel Sanders zehn Strafminuten erhalten. Dadurch fiel der Australier in der Gesamtwertung vom dritten auf den siebten Platz zurück.

Ergebnis der 2. Etappe (Top 10):
01. Joan Barreda (Honda) +3:31.20 Stunden
02. Sam Sunderland (GasGas) +5:33 Minuten
03. Kevin Benavides (KTM) +5:54
04. Skyler Howes (Husqvarna) +6:16
05. Toby Price (KTM) +7:00
06. Joaquim Rodrigues (Hero) +10:18
07. Stefan Svitko (KTM) +10:32
08. Adrien van Beveren (Yamaha) +11:34
09. Andrew Short (Yamaha) +12:02
10. Aaron Mare (Hero) +12:37

Gesamtwertung nach 2 von 12 Etappen (Top 10):
01. Sam Sunderland (GasGas) - 8:31.29 Stunden
02. Adrien van Beveren (Yamaha) - 2:51 Minuten
03. Matthias Walkner (KTM) +4:08
04. Skyler Howes (Husqvarna) +9:59
05. Lorenzo Santolino (Sherco) +10:55
06. Pablo Quintanilla (Honda) +12:31
07. Daniel Sanders (GasGas) +13:29
08. Stefan Svitko (KTM) +17:39
09. Aaron Mare (Hero) +18:41
10. Joan Barreda (Honda) +20:25

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