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Rallye Dakar 2021: Zweiter Etappensieg für Al-Rajhi und von Zitzewitz

Der Deutsche Co-Pilot Dirk von Zitzewitz gewinnt die zehnte Etappe in Saudi-Arabien - Stephane Peterhansel hält Nasser Al-Attiyah in der Gesamtwertung auf Distanz

(Motorsport-Total.com) - Stephane Peterhansel (Mini Buggy) verteidigte die Gesamtführung auch im Laufe der zehnten Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien. Zwei Tage vor dem Ende hat der Franzose 17 Minuten Vorsprung vor Toyota-Ass Nasser Al-Attiyah. Yazeed Al-Rajhi und Dirk von Zitzewitz (Toyota) eroberten mit drei Rädern den zweiten Etappensieg.

Dirk von Zitzewitz

Zum zweiten Mal hat Co-Pilot Dirk von Zitzewitz eine Etappe gewonnen Zoom

Nachdem es gestern der Küste des Roten Meeres entlang gegangen war, stand heute bergiges Terrain auf dem Programm. Die Navigation war wieder entscheidend. Von Neom nach Al-'Ula mussten in südlicher Richtung 583 Kilometer bewältigt werden. Die Speziale betrug 342 Kilometer.

Peterhansel musste nach seinem gestrigen Tagessieg die Strecke eröffnen. Schwierig ging es wieder für Carlos Sainz im zweiten Mini Buggy los, der in der Anfangsphase rund sechs Minuten verlor, dann aber zum Angriff ansetzte und etwas Boden gutmachen konnte.

Stark unterwegs war von Beginn an Al-Rajhi. Nach 90 Kilometern führte der Lokalmatador die Zwischenzeit an. Auch nach 162 Kilometern lag Al-Rajhi vorne. Peterhansel konzentrierte sich darauf, Al-Attiyah in Schach zu halten.

Stephane Peterhansel

Stephane Peterhansel verteidigte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung Zoom

Nach 285 Kilometern konnte Al-Attiyah Peterhansel überholen und das Duo raste gemeinsam Richtung Ziel. Al-Attiyah machte aber nur 49 Sekunden auf Peterhansel gut. Somit führt Peterhansel zwei Etappen vor dem Ziel mit einem Vorsprung von 17 Minuten.

"Am Ende gab es nicht zu viele Steine, aber die Navigation war sehr kompliziert", kommentiert Peterhansel die heutige Etappe. Al-Attiyah stimmt ihm auch zu: "Es war nicht einfach, den Weg zu finden. Ich bin zufrieden, dass ich ohne Probleme durchgekommen bin."

Den Sieg hat Al-Attiyah noch nicht abgeschrieben: "Morgen ist der Schlüssel dieser Dakar. Es ist noch ein weiter Weg. Es gibt keine Strategie, wir fahren mit einer guten Pace weiter. Stephane hat mehr Druck, weil er führt und vorsichtiger sein muss. Aber auch ich habe Druck. Wenn ich ihn nicht einholen kann, will ich den zweiten Platz absichern."

Reifenschaden kurz vor dem Ziel

Den Tagessieg sicherten sich Al-Rajhi/von Zitzewitz mit zwei Minuten Vorsprung auf Al-Attiyah und Peterhansel. Zuvor konnte das Duo, das durch Reifenschäden und einen Getriebeschaden in der Gesamtwertung weit hinten liegt, schon die siebte Etappe gewinnen.

"Yazeed ist heute extrem gut gefahren, hat mich bei der Navigation aber auch gut gefordert", berichtet von Zitzewitz. "Gas wegnehmen gab es heute nicht. Überall wo Steine lauerten, waren wir vorsichtig. Ansonsten: volle Attacke."

"Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel hatten wir einen Platten. Ich wollte wechseln, Yazeed nicht - jetzt ist nichts mehr davon übrig. Ich hätte nie gedacht, dass es so zum Tagessieg reicht." Im Ziel war rechts hinten vom Reifen und der Felge praktisch nichts mehr zu sehen.

Der beste Deutsche in der Gesamtwertung ist weiterhin Timo Gottschalk, der Co-Pilot von Jakub Przygonski in einem Toyota. Das Duo beendete den Tag auf dem fünften Platz und ist auf Kurs zu Rang vier in der Gesamtwertung.

Morgen geht es von Al-'Ula weiter nach Yanbu. Es ist die vorletzte Etappe der Rallye, aber es wird nicht einfach. Mit 511 Kilometern steht der längste gezeitete Abschnitt auf dem Programm.

Ergebnis der 10. Etappe (Top 10):
01. Al-Rajhi/von Zitzewitz (Toyota) - 3:03.57 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +2:04 Minuten
03. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) +2:53
04. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +4:12
05. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +5:06
06. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +6:12
07. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +7:32
08. Baragwanath/Perry (Century) +9:36
09. Roma/Winocq (BRX) +10:37
10. Tiglia Gastaldi/Roldan (Century) +10:37

Gesamtwertung nach 10 von 12 Etappen (Top 10):
01. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) - 37:33.06 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +17:01 Minuten
03. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +1:03.44 Stunden
04. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +2:18.43
05. Roma/Winocq (BRX) +2:50.22
06. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +3:13.14
07. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +3:14.56
08. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +3:43.28
09. Prokop/Chytka (Ford) +3:45.46
10. Vanagas/Palmeiro (Toyota) +4:37.13

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