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Rallye Dakar 2021: Nasser Al-Attiyah mit fünftem Tagessieg

Nasser Al-Attiyah hat die achte Etappe der Rallye Dakar 2021 in Saudi-Arabien gewonnen und damit den Rückstand auf Stephane Peterhansel verkürzt

(Motorsport-Total.com) - Der Kampf um den Gesamtsieg in der Autowertung der Rallye Dakar 2021 in Saudi-Arabien spitzt sich zu. Nasser Al-Attiyah (Toyota) hat zum fünften Mal in diesem Jahr einen Tagessieg geholt und den Rückstand auf "Mister Dakar" Stephane Peterhansel (Mini Buggy) verkürzt. Auf der achten Etappe kam der Rennfahrer aus Katar 3:03 Minuten vor Peterhansel ins Ziel, der hinter Carlos Sainz Dritter wurde.

Nasser Al-Attiyah

Zum fünften Mal auf Platz eins: Nasser Al-Attiyah Zoom

375 gewertete Kilometer - 709 Kilometer insgesamt - standen am Montag auf dem Programm. Die Speziale war Teil der Marathonetappe, auf der die Fahrer in der Nacht von Sonntag auf Montag auf sich alleingestellt waren. Mechaniker und Teammitglieder waren im Biwak nicht erlaubt. Die fordernde Etappe selbst bestand hauptsächlich aus Sand und losem Untergrund.

Al-Attiyah setzte zu Beginn erst einmal auf Sicherheit und riskierte nicht zu viel, da er am Sonntag viele wichtige Minuten auf den Franzosen an der Spitze verloren hatte. Dennoch lief es für den Toyota-Piloten richtig rund: Obwohl er von seinen Verfolgern unter Druck gesetzt wurde, fuhr der Katarer nach 2:56.56 Stunden zum Tagessieg.

Carlos Sainz (Mini Buggy) aus Spanien wurde in seinem Mini Zweiter. Dem Altmeister fehlten gerade einmal 52 Sekunden auf die Spitze. Der dreimalige Dakar-Sieger festigte damit seinen dritten Platz in der Gesamtwertung und verkürzte den Rückstand auf Peterhansel auf 38:55 Minuten. "Das war kein schlechter Tag für uns", so Sainz. "Wir hatten einen Platten und einmal war die Navigation nicht einfach, aber ich kann mich nicht beschweren."

Der aktuell Führende wurde auf der achten Etappe Dritter und verlor damit wichtige Zeit auf die Konkurrenz. Peterhansel war 3:03 Minuten langsamer als Al-Attiyah und führt damit jetzt nur noch mit 4:50 Minuten Vorsprung die Autowertung an. Während der Fahrt beschädigte der Franzose eine Felge, weil er gegen einen Stein krachte. Der Schaden kostete ihn im Laufe der Etappe wichtige Sekunden.

"Ich habe auf den finalen 50 Kilometern einen kleinen Fehler gemacht, weil ich nicht auf die Anweisungen meines Co-Piloten gehört habe", erklärt Peterhansel. "Da haben wir ein paar Minuten liegen lassen. Wir stecken noch immer im Kampf um den Gesamtsieg und es ist quasi gar nicht möglich, einen fehlerfreien Tag bei der Dakar zu erwischen."

Top 3 fahren in einer anderen Welt

Sheik Khalid Al-Qassimi (Peugeot) wurde mit 12:44 Minuten Rückstand auf die Spitze Vierter. Keiner der Verfolger war also in der Lage, die Pace der Top 3 auch nur ansatzweise mitzugehen. Cyril Despres (Peugeot) komplettierte zusammen mit Michael Horn die Top 5. Ihm fehlten 12:49 Minuten auf Al-Attiyah.

Auf Platz sechs folgte Jakub Przygonski (Toyota) mit seinem deutschen Co-Piloten Timo Gottschalk. Das Duo war 18:23 Minuten langsamer als Al-Attiyah auf Platz eins. Shameer Variawa (Toyota) landete vor Vladimir Wasiljew (Mini 4x4), Martin Prokop (Ford) und Christian Lavieille (Optimus) auf Rang Sieben. Nani Roma (Prodrive) und auch Giniel de Villiers (Toyota) landeten beide nicht in den Top 10 und verloren damit wichtige Zeit auf die Konkurrenz.

Yazeed Al Rajhi (Toyota) und sein Co-Pilot Dirk von Zitzewitz aus Deutschland ließen auf dem zweiten Teil der Marathonetappe viel Zeit liegen. Nach nur 161 Kilometern verlor das Duo fünf Minuten auf die Konkurrenz. An der 193-Kilometer-Marke machte der Toyota von Al Rajhi Probleme, weshalb er nach 225 Kilometer bereits eine Stunde Rückstand auf Al-Attiyah hatte. Das war ein großer Rückschlag für Al Rajhi und von Zitzewitz, die am Vortag noch den Etappensieg geholt hatten.

Auch Mathieu Serradori (Century) verlor aufgrund von technischen Problemen viel Zeit, während Sebastien Loeb (Prodrive) nach 43 Kilometern auf der Speziale anhalten musste, um zusammen mit seinem Co-Piloten Daniel Elena Reparaturen am Fahrzeug vorzunehmen.

Peterhansel büßt Zeit ein

Stephane Peterhansel

Stephane Peterhansel hat einige Minuten seines Vorsprungs eingebüßt Zoom

In der Gesamtwertung hat Peterhansel weiterhin die Nase vorne. Nach 29:36.49 Stunden liegt der Franzose mit 4:50 Minuten Vorsprung auf Tagessieger Al-Attiyah auf Platz eins der Autokategorie. Sainz folgt irgendwo im Nirgendwo mit 38:55 Minuten Rückstand auf Platz drei. Die Abstände des Spaniers auf die Plätze zwei und vier sind sehr groß.

Vierte sind aktuell Przygonski aus Polen und Gottschalk aus Deutschland. Er hat 1:38.08 Stunden mehr Zeit auf der Uhr als der Führende. Trotz des Rückschlages in der achten Etappe liegt Roma mit 2:30.29 Stunden Rückstand auf Platz fünf. Wasiljew ist vor Al Qassimi, Prokop, de Villiers und Lavieille Siebter.

Ergebnis der 8. Etappe (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) 2:56.56 Stunden
02. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +0:52 Minuten
03. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) +3:03
04. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +12:44
05. Despres/Horn (Peugeot) +12:49
06. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +18:23
07. Variawa/Murphy (Toyota) +18:51
08. Wasiljes/Tsyro (Mini 4x4) +19:05
09. Prokop/Chytka (Ford) +21:37
10. Lavieille/Garcin (Optimus) +22:06

Gesamtwertung nach 8 von 12 Etappen (Top 10):
01. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) 29:36.49 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +4:50 Minuten
03. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +38:55
04. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +1:38.08 Stunden
05. Roma/Winocq (Prodrive) +2:30.29
06. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +2:42.00
07. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +2:45.33
08. Prokop/Chytka (Ford) +3:18.24
09. De Villiers/Haro Bravo (Toyota) +3:26.50
10. Lavieille/Garcin (Optimus) +3:41.57

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