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Rallye Dakar 2021: Die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer

Alle neun Teilnehmer aus Deutschland schafften es in Saudi-Arabien ins Ziel - Timo Gottschalk bei den Autos im Spitzenfeld - Bestes Ergebnis für Biker Sebastian Bühler

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Dakar 2021 ist zu Ende gegangen und die Fahrer beziehungsweise Beifahrer haben nach zwölf harten Etappen das Ziel in Dschidda (Saudi-Arabien) erreicht. In der Automobilwertung durfte sich Timo Gottschalk über den vierten Platz freuen.

Timo Gottschalk

Timo Gottschalk eroberte mit Jakub Przygonski den vierten Platz Zoom

Gottschalk fungierte als Beifahrer des Polen Jakub Przygonski. Ab dem fünften Tag hatte das Toyota-Duo den vierten Platz inne und konnten dieses Ergebnis über die Distanz bringen, obwohl sie in keiner Tageswertung in den Top 3 waren.

"Die Rallye Dakar war 2021 extrem hart, extrem anspruchsvoll und anstrengend", blickt Gottschalk auf die vergangenen beiden Wochen zurück. "Für mich als Beifahrer gab es keine Minute zum Verschnaufen, keine einzige einfache Prüfung."

"Navigatorisch gab es jeden Tag neue Herausforderungen. Für 'Kuba' als Fahrer war es ebenfalls körperlich anstrengend, viel schwieriges Gelände. Also: Eine würdige, eine wahre Dakar. Platz vier ist für uns ein herausragendes Ergebnis, das wir uns selbst erkämpft haben."

Mit Dirk von Zitzewitz gab es in der Automobilklasse einen weiteren deutschen Beifahrer. Er fungierte auch in einem Toyota als Navigator von Lokalmatador Yazeed Al-Rajhi. Ein Getriebeschaden in der ersten Woche machte jegliche Chance auf ein Spitzenergebnis zunichte.

Sebastian Bühler

Bei den Motorrädern erreichte Sebastian Bühler sein bisher bestes Ergebnis Zoom

Al-Rajhi/von Zitzewitz belegten mit knapp sieben Stunden Rückstand Platz 16. Allerdings konnten sie mit zwei Tagessiegen ihren Speed zeigen. "Ein Comeback mit zwei Etappensiegen - ich kann es also noch", freut sich von Zitzewitz. 2020 hatte er bei der Premiere in Saudi-Arabien gefehlt.

"Die Rallye Dakar war eine große Herausforderung für Fahrer und Beifahrer, und ich bin stolz, wie gut wir sie gemeistert haben. Die Technik hat leider nicht so mitgespielt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber wir haben unser Potenzial gezeigt."

Sein Potenzial konnte auch Sebastian Bühler bei den Motorrädern zeigen. Mit einer Hero fuhr er auf Gesamtplatz 14. Das war bei seiner dritten Dakar-Teilnahme auch sein bestes Ergebnis. "Es war auch der erste große Test für unser Motorrad und es hat perfekt funktioniert", lobt Bühler.

"Das ganze Team hat sehr gut gearbeitet. Ich bedanke mich bei der Hero-Familie und unseren Unterstützern, die uns durch diese schwierige Dakar begleitet haben." Hinter dem Hero-Team steckt die deutsche Speedbrain-Mannschaft von Wolfgang Fischer.

Annett Fischer

Das Damenteam Liparoti/Fischer schaffte es mit ihrem SSV ins Ziel Zoom

In der T3-Klasse für leichte Prototypen (SSV) kamen auch beide Beifahrer aus Deutschland ins Ziel. Annett Fischer saß neben Camelia Liparotti (Italien) im neuen X-raid-Yamaha-Fahrzeug. Sie belegten mit acht Stunden Rückstand Platz 16.

Dennis Zenz, der Co-Pilot von Seth Quintero (USA), mischte in der ersten Woche noch im Spitzenfeld mit. Nach Problemen am neunten Tag fielen sie mit dem SSV von OT3 auf Position 18 zurück. Das Duo konnte zwei Etappensiege feiern.

Bei den Trucks kam das Trio Mathias Behringer, Stefan Henken und Robert Striebe mit ihrem MAN auf Platz 13 ins Ziel. Philipp Rettig, der Beifahrer des Tschechen Tomas Tomecek in einem Tatra, wurde 16. Alle neun Teilnehmer aus Deutschland schafften die Distanz.

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