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WTCC 2016 im Rückspiegel (11): Finale in der Wüstennacht

Rund um den Jahreswechsel blickt 'Motorsport-Total.com' zurück auf die Saison 2016 der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) - Heute: Losail

(Motorsport-Total.com) - Nach einer gut zweimonatigen Rennpause, die durch die Absage des Thailand-Rennens entstanden ist, trägt die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) Ende November ihr Saisonfinale aus. Schauplatz wie im Vorjahr der Losail International Circuit in Katar, erneut finden die Rennen bei Dunkelheit unter Flutlicht statt und wie 2015 ist der Renntag ein Freitag.

Katar

In der Nacht von Katar geht die WTCC-Saison 2016 zu Ende

In den Freien Trainings sorgen vor allem zahlreiche Reifenstapel für Diskussionen. Sie wurden am Ausgang einiger Kurven in den asphaltierten Auslaufzonen aufgestellt und sollen die Fahrer zum Einhalten der Streckenbegrenzung animieren. Allerdings entpuppen sie sich auch als gefährliches Hindernis, was sich spätestens im Qualifying zeigt.

Dort fährt Mehdi Bennani (SLR-Citroen) überraschend auf die Pole-Position, nachdem sowohl Jose-Maria Lopez als auch Yvan Muller (beide Citroen) patzen. Das Team-Zeitfahren MAC3 wird anschließend zur Farce. Sowohl Honda als auch Lada verfügen nach Unfällen von Norbert Michelisz beziehungsweise Hugo Valente nicht mehr über drei fahrtüchtige Autos, und so drehen die drei SLR-Citroen-Piloten Bennnai, Tom Chilton und Gregoire Demoustier einsam ihre Runden in der Wüstennacht.

Im Eröffnungsrennen schlägt dann der Altmeister zu: Gabriele Tarquini (Lada) ringt Chilton nieder, setzt sich vom Briten ab und feiert überlegen seinen zweiten Saisonsieg. Damit beweist er beim letzten Rennen von Lada, die Russen hatten im Vorfeld des Saisonfinales ihren Rückzug aus der WTCC verkündet, dass man mit dem Vesta auch im Trockenen gewinnen kann.


WTCC Katar: Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Tom Coronel zeigt, wie unterschiedlich sich die WTCC-Strecke in Katar bei Tag und bei Nacht präsentiert

Die umstrittenen Reifenstapel sorgen im Eröffnungsrennen für einen Rennabbruch. Nach einer Kettenreaktion dreht sich Tiago Monteiro in die ungewöhnliche Streckenbegrenzung, sein Honda Civic muss anschließend mit einem Abschleppwagen abtransportiert werden.

Im Hauptrennen feiert Bennani einen Start-Ziel-Sieg. Volvo-Pilot Thed Björk sitzt dem Marokkaner zwar im Nacken und schnuppert am zweiten WTCC-Sieg, findet aber keinen Weg vorbei am SLR-Citroen-Piloten, der zum dritten Mal in der WTCC triumphiert. Lopez verabschiedet sich mit Rang drei aus der WTCC in Richtung Formel E.

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