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WTCC Macao: Huff fährt im chaotischen Qualifying auf Pole

17. November 2017 - 08:33 Uhr

Macao-Spezialist Rob Huff hat wieder zugeschlagen und fährt im Qualifying mit einer Rekordrunde auf die Pole-Position - Fünfmal rote Flagge und kurioses Q2

Robert Huff
Rob Huff legte in Qualifying die Grundlage für Macao-Sieg Nummer neun
© FIA WTCC

(Motorsport-Total.com) - Rob Huff (Münnich-Citroen) hat seinen Ruf als Macao-Spezialist einmal mehr untermauert. Der Brite fuhr am Freitag im Qualifying der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) mit einer Rekordrunde auf die Pole-Position. Im Einzelzeitfahrern Q3 fuhr Huff als letzter Starter eine Zeit von 2:23.995 Minuten. Damit umrundete erstmals ein WTTC-Pilot den 6,120 Kilometer langen Guia-Circuit in weniger als 2:24 Minuten.

"Das war vielleicht die beste Runde meines Lebens. Ich dachte in jeder Kurve, ich würde abfliegen, es war einfach nur verrückt", schüttelt Huff nach seiner Rekordrunde fasziniert und erleichtert den Kopf. Von Startplatz 1 aus hat der Pilot des deutschen Münnich-Teams am Sonntag im Hauptrennen die Chance, seinen neunten Macao-Sieg einzufahren.

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Das will allerdings Norbert Michelisz (Honda) verhindern, der auf Position zwei fuhr. Der Ungar wird damit auf der Strecke zum sechsten Mal in Folge im Hauptrennen aus der ersten Reihe starten und stellte damit einen WTCC-Rekord ein. Hinter ihm fuhren in Q3 Tom Chilton (SLR-Citroen), Thed Björk (Volvo) und Esteban Guerrieri (Honda) auf die Plätze drei bis fünf. Vor dem sehr geordneten Q3 hatte auf dem Stadtkurs von Macao einmal mehr das Chaos geherrscht.

Drei rote Flaggen in Q2

Schon das erste Qualifying wurde innerhalb von 17 Minuten dreimal mit der roten Flagge unterbrochen. Als Erster schlug WTCC-Rückkehrer Qing-Hua Ma (SLR-Citroen) in die Reifenstapel ein, dann berührte Nick Catsburg (Volvo) die Leitplanke und musste seinen S60 mit abgeknicktem linken Vorderrad kurz vor dem Boxeneingang abstellen. Für die dritte rote Flagge sorgte Wah Wong Po (Campos-Chevrolet) mit einem Einschlag in die Leitplanke.

Neben Po und Ma schieden nach Q1 Yann Ehrlacher (RC-Lada), Zsolt Szabo, Daniel Nagy (beide Zengö-Honda) und Ka Lok Mak (RC-Lada) aus. Catsburg war vor seinem Unfall zwar eine Zeit gefahren, mit der er sich für Q2 qualifizierte, dort konnte der Niederländer aber nicht starten, weil seine Crew den defekten Volvo reparierte.

Auch im zweiten Abschnitt des Qualifyings kamen die roten Flaggen zum Einsatz. Nestor Girolami (Volvo) rutschte in die Leitplanke und schied aus. Mehdi Bennani (SLR-Citroen) konnte der Unfallstelle nicht mehr ausweichen und musste sein Auto ebenfalls abstellen. Für die nächste Unterbrechung sorgte John Filippi (SLR-Citroen), der in der letzten Kurve in die Leitplanke krachte und dabei das linke Hinterrad seines C-Elysee abriss.

Bennani ohne Zeit Polesetter im Eröffnungsrennen

Durch all diese Zwischenfälle konnten in Q2 nur acht Fahrer eine Rundenzeit fahren. Kevin Gleason (RC-Lada) verpasste zwar den Einzug in Q3, darf sich aber über Platz sechs und das beste Qualifying-Ergebnis seiner WTCC-Karriere freuen. Ryo Michigami (Honda) und Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) fuhren auf die Plätze sieben und acht, dahinter wurden Filippi, Bennani, Girolami und Catsburg gewertet.

So wird kurioserweise Bennani im Eröffnungsrennen auf der Pole-Position der umgekehrten Startaufstellung stehen, obwohl er in Q2 keine komplette Runde gefahren war. Catsburg wird hingegen zweimal außerhalb der Top 10 starten, was ihn im Kampf um den WTCC-Titel gegen seine besser platzierten Rivalen Björk, Michelisz und Chilton deutlich zurückwirft.

Das Eröffnungsrennen der WTCC in Macao findet am Samstag um 7:10 Uhr MEZ statt, das Hauptrennen startet erstmals in der Geschichte der WTCC einen Tag später am Sonntag um 3:40 Uhr.

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