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Weltmeisterlich: Huff demontiert die Konkurrenz

16. November 2012 - 10:02 Uhr

Sieben Zehntel Vorsprung auf den Rest der Welt: Titelfavorit Rob Huff (Chevrolet) präsentierte sich im Qualifying von Macao in absolut bestechender Form

Robert Huff
Viermal Pole-Position in Macao und beste Karten für den WM-Titelgewinn: Rob Huff
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Keine Zurückhaltung, sondern volle Attacke: WM-Spitzenreiter Rob Huff (Chevrolet) ruht sich beim Saisonfinale der WTCC nicht auf seinem komfortablen Punktevorsprung aus. Im Gegenteil. In der Qualifikation von Macao demontierte der britische Rennfahrer seine beiden Titelrivalen Alain Menu (Chevrolet) und Yvan Muller (Chevrolet) regelrecht. Huff distanzierte sie um über sieben Zehntel.

Und die Superlative nehmen kein Ende: In 2:29.422 Minuten stellte Chevrolet-Fahrer Huff einen neuen Qualifikations-Rekord für Tourenwagen in Macao auf - und seinen Chevrolet Cruze zum vierten Mal in Folge auf die Pole-Position des Guia Circuits. Am Sonntag startet Huff zum zweiten Mal in dieser Saison und zum elften Mal in seiner WTCC-Karriere von Startplatz eins in ein Rennen.

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"Fantastisch", meint der souveräne WM-Spitzenreiter, der nach dem Qualifying über ein Polster von 37 beziehungsweise 42 Punkten auf Menu und Muller verfügt. Trotz nur noch 50 zu holenden Zählern zeigt sich Huff aber zurückhaltend. "Das ist Macao. Hier kann alles Mögliche passieren. Ich bin aber überglücklich, hier zum vierten Mal in Folge ganz vorn zu stehen", sagte Huff nach dem Qualifying.

Dass er im Zeittraining einen neuen Rundenrekord aufgestellt hat, sei ihm bewusst gewesen. "Das Auto wurde zwar immer schneller und schneller, doch die Zeit hat mich dann selbst überrascht", meint Huff. Sieben Zehntel Rückstand für Muller, eine Sekunde für Menu: Die Geschlagenen nehmen die Schlappe hin. "Rob hat eine sehr gute Runde erwischt", sagt Menu. Nichts zu machen für die Verfolger.

Barth sorgt für Rotphase in Q1

Doch der Reihe nach: Chevrolet-Pilot Muller hatte in Q1 für die erste Richtzeit gesorgt und war in 2:30.950 Minuten in Führung gegangen, ehe Markenkollege Huff in 2:30.903 Minuten an die Spitze ging. Und diese Bestzeit hielt bis zum Ende der 30-minütigen Einheit, die einmal unterbrochen wurde. Weil Fredy Barth (SEAT-Swiss) im Streckenteil Police verunfallte, ließ die Rennleitung Rot zeigen.

Doch auch in den restlichen vier Minuten kam es wieder zu Zwischenfällen. Tom Coronel (ROAL-BMW) erwischte die Melco-Haarnadel nicht optimal, dafür aber die Leitplanken. Damit sorgte er unabsichtlich dafür, dass sich auch seine Gegner nicht mehr verbessern konnten. Die Top-12-Plätze waren also vergeben, noch ehe auf der Zielgeraden des Guia Circuits die Zielflagge gezeigt wurde.

Die Reihenfolge: Huff vor Muller, dahinter Tiago Monteiro (Honda), Menu, Gabriele Tarquini (Lukoil-SEAT), Darryl O'Young (Bamboo-Chevrolet), Norbert Michelisz (Zengö-BMW), Alex MacDowall (Bamboo-Chevrolet), Pepe Oriola (Tuenti-SEAT) und Stefano D'Aste (Wiechers-BMW) vor Mehdi Bennani (Proteam-BMW) und Franz Engstler (Engstler-BMW) auf den Positionen elf und zwölf.

Schallende Ohrfeige für die Konkurrenz

Das Nachsehen hatten Coronel, Tom Boardman (STR-SEAT) und Barth, denn sie scheiterten knapp am Weiterkommen. Mit der Entscheidung um die vorderen Startplätze hatte dieses Trio also nichts am Hut. Huff machte Q2 aber ohnehin zu einer One-Man-Show: Erneut legte Muller in 2:30.361 Minuten eine Zeit vor, erneut war Huff schneller. In 2:29.422 Minuten sogar um fast eine ganze Sekunde.

Weil das Feld aber kollektiv noch auf eine zweite schnelle Runde ging, musste der Huff-Clan noch etwas bangen. Letztendlich erwies sich die Sorge aber als unbegründet: Selbst die um drei Zehntel langsamere zweite Runde hätte Huff zur Pole-Position gereicht. Der WM-Spitzenreiter deklassierte die Konkurrenz auf dem 6,1 Kilometer langen Guia Circuit nach Strich und Faden. Einfach weltmeisterlich.

Und die Startaufstellung verspricht Spannung: Wenn Muller (2.) und Menu (3.) noch Weltmeister werden wollen, müssen sie unbedingt an Huff vorbei. Interessant auch die Situation bei den Privatiers: Die drei Titelkandidaten Michelisz (7.), Oriola (9.) und D'Aste (11.) starten geschlossen aus den Top 12. Die Bestzeit der Privatfahrer ging im Qualifying aber an O'Young - in Macao zum dritten Mal in Folge.

Erst einmal verabschieden sich die Piloten aber in den Ruhetag: Am Samstag von Macao schweigen die WTCC-Motoren traditionell. Erst am Sonntagmorgen drehen sich die Räder wieder im Warmup. In den anschließenden Rennen schaut dann alles auf die Titelkämpfe. Und vielleicht auch auf die Form von Honda-Pilot Monteiro, der im Qualifying Rang fünf erzielte. Zwei Sekunden hinter Überflieger Huff ...

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