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Menu siegt souverän, doch Huff ist Weltmeister

18. November 2012 - 06:00 Uhr

Ein spektakuläres WM-Finale geht zu Ende: Alain Menu siegt im zweiten Macao-Rennen, aber den Titel in der Fahrerwertung holt sich Rob Huff

Robert Huff
Rob Huff in Macao: Wenn ein zweiter Platz die Welt (-meisterschaft) bedeutet
© WTCC

(Motorsport-Total.com) - Die Ereignisse überschlagen sich, doch am Ende triumphiert Rob Huff: Der britische Chevrolet-Pilot hat im zweiten Rennen von Macao den zweiten Platz belegt. Und das reichte ihm, um seinen bisher größten Erfolg einzufahren - Huff ist Tourenwagen-Weltmeister 2012. Alain Menu (Chevrolet) und Yvan Muller (Chevrolet), seine beiden WM-Rivalen, konnten ihn schlussendlich nicht mehr abfangen.

Menu siegte zwar im zweiten Rennen und Muller wurde Dritter, doch Huff hätte schon ein Platz im Mittelfeld der Top 10 zum Titel gereicht. Am Ende einer langen Saison bringt es Huff auf 413 Punkte. Menu wird mit 401 Zählern WM-Zweiter, Muller mit 393 Punkten WM-Dritter. Chevrolet, die bereits seit Langem als Hersteller-Weltmeister feststehen, stellen mit über 1.000 Punkten einen neuen Rekord auf.

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Auch in der Privatierwertung fiel die Entscheidung erst im letzten Rennen: Weil Pepe Oriola (Tuenti-SEAT) Norbert Michelisz (Zengö-BMW) abräumte, beide deshalb ausschieden und weil auch Stefano D'Aste (Wiechers-BMW) nicht über die Distanz kam, bleibt die Reihenfolge in der Gesamtwertung bestehen: Michelisz beschließt die Saison demnach als bester Privatfahrer vor Oriola und D'Aste.

Doch der Reihe nach: Am Start setzte sich Michelisz mit dem heckgetriebenen BMW wie erwartet gegen Alex MacDowall (Bamboo-Chevrolet) durch. Doch der Konter folgte schon in Runde zwei: MacDowall holte sich die Führung zurück. Allerdings hielt er die Spitzenposition ebenfalls nicht sehr lange. Denn von hinten rauschte schon der Chevrolet-Express heran, der von Menu angeführt wurde.

Menu war schon ohne großes Federlesen an Oriola vorbeigegangen und schnappte sich alsbald auch Michelisz. In Runde drei überholte er auch MacDowall - und war für wenige Sekunden und zumindest theoretisch Weltmeister! Weil Huff aber fast gleichzeitig ebenfalls Fortschritte machte und den für ihn so wichtigen sechsten Rang einnahm, war alle Theorie müßig erscheinen ließ. Huff war wieder vorn.

Und blieb es auch, denn in Runde vier gab es in der Mandarin-Kurve einen schweren Unfall, der das Safety-Car auf den Plan rief. MacDowall hatte am Kurvenausgang einen kleinen Rutscher, Muller kam ihm trotz eines späten Bremsversuchs zu nahe, es krachte. Ein kleiner Kontakt zwischen der Front Mullers und dem Heck MacDowalls reichte aus, um Letzteren heftig in die Leitplanken zu schicken.

Entwarnung gab es aber rasch: An der Stelle, wo am Freitag noch ein Tourenwagen-Pilot aus den Rahmenserien tödlich verunglückt war, stieg MacDowall scheinbar unverletzt aus seinem Auto. Durchatmen im Fahrerlager. Und auf der Strecke wurde aufgeräumt. Weil auch noch viel Bindemittel auf die Strecke gelegt wurde, blieben das Safety-Car erst einmal in Aktion und das Rennen neutralisiert.

Zeit, um das Feld neu zu sortieren: Menu führte weiterhin, jetzt aber vor Huff, der beim Unfall von MacDowall und Muller durch die Lücke nach vorn gefahren war. Der Restart in Runde neun brachte dann aber noch mehr Unheil mit sich: Oriola versuchte alles, setzte sich vor der Lisboa-Kurve neben Michelisz - und räumte seinen Rivalen um den Titel in der Privatfahrerwertung mit sich ins Aus.

Fast zeitgleich strandete auch D'Aste in der Mauer. Und wieder waren alle drei Titelanwärter außen vor und es blieb beim Status Quo. Das nun auf elf Runden verlängerte Rennen wurde durch eine neuerliche Safety-Car-Phase unter Gelb beendet, wobei das Sicherheitsauto in der letzten Runde des Jahres in die Boxengasse abbog, damit die Teilnehmer wenigstens die Zielflagge als Erstes sahen.

Die Reihenfolge blieb also bestehen: Menu vor Huff und Muller, die WM war endgültig entschieden. Und ein zu Tränen gerührter Huff jubelte auf der Ehrenrunde frenetisch, ehe er seinen Chevrolet Cruze im letzten Rennen des Chevrolet-Werksteams im Parc Fermé abstellte. Nach Roberto Ravaglia, Andy Priaulx, Yvan Muller und Gabriele Tarquini ist er der fünfte Tourenwagen-Weltmeister der Geschichte.

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