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Muller und die Durchfahrtsstrafe: Gleiches Recht für alle?

30. April 2012 - 08:06 Uhr

Chevrolet-Fahrer Yvan Muller ist nicht begeistert davon, dass er eine Durchfahrtsstrafe erhielt, andere Piloten für Ähnliches aber nicht belangt wurden

Yvan Muller, Gabriele Tarquini
"Bösewichter" unter sich: Yvan Muller wurde bestraft, Gabriele Tarquini nicht
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Wird in der WTCC mit zweierlei Maß gemessen? Diesen Verdacht konnte man in der Vergangenheit hin und wieder gewinnen, wenn bestimmte Fahrer scheinbar etwas milder behandelt wurden als ihre Kollegen. Gabriele Tarquini ist ein gutes Beispiel, denn der italienische Rennfahrer wütete bis vor einigen Jahren noch regelmäßig durch das Feld, ging aber trotz einiger Rempler meist straffrei aus.

In der Slowakei wurde nun der dreimalige Weltmeister Yvan Muller (Chevrolet) für einen kleinen Schubser gegen Norbert Michelisz (Zengö) sofort zu einer Durchfahrtsstrafe in die Boxengasse beordert. Muller hatte Michelisz in einen Dreher gezwungen, der Michelisz einige Positionen kostete. Auch Tarquini hatte sich an Michelisz "vergangen", erhielt im Gegenzug aber nicht mal eine Verwarnung.

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Das stimmt Muller nachdenklich. Es sei eigentlich müßig, sich nach dem Rennen noch mit einer Bestrafung zu beschäftigen, weil die Entscheidung längst gefallen sei, doch die aktuelle Situation macht den WM-Titelverteidiger offenbar stutzig. Muller verweist auf ein ähnliches Szenario, das noch gar nicht allzu lange zurückliegt - in Monza war er von Rob Huff (Chevrolet) angeschoben worden.

Muller kreiselte danach von der Bahn, fing sein Auto aber wieder ein und siegte sogar noch. Jetzt fragt er sich, ob die Rennleitung Chancengleichheit walten lässt. "In Monza drückte mich jemand bei hoher Geschwindigkeit von der Strecke. Es gab keine Strafe. Hier gab es bloß eine kleine Berührung, aber eine Strafe. Es sieht danach aus, dass nicht immer mit gleichem Maß gemessen wird", sagt Muller.

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