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Erstmals kein Chevrolet vorn: Tarquini siegt in der Slowakei

29. April 2012 - 14:47 Uhr

Gabriele Tarquini räumt Norbert Michelisz ab und siegt überraschend auf dem Slovakiaring - Zum ersten Mal 2012 siegt keiner der Chevrolet-Werksfahrer

Gabriele Tarquini
Gabriele Tarquini bejubelte seinen ersten WTCC-Saisonsieg wirklich ausgiebig ...
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Siegesserie von Chevrolet ist beendet: Gabriele Tarquini (Lukoil) fuhr beim WTCC-Debüt auf dem Slovakiaring ganz nach vorn und bescherte SEAT den ersten Saisonerfolg. In bester Tarquini-Manier hatte der italienische Routinier mit viel Ellenbogen-Einsatz den zunächst Führenden Norbert Michelisz (Zengö) um Platz eins erleichtert. Damit verhinderte Tarquini wohl eine noch größere Überraschung.

Michelisz hätte nämlich durchaus seinen zweiten WTCC-Sieg landen können, wurde nach Tarquini aber auch noch von Yvan Muller (Chevrolet) aus der Spur gebracht und fiel noch weiter zurück. Muller handelte sich mit dem Rempler gegen Michelisz eine Durchfahrtsstrafe ein und brachte sich so selbst in die Bredouille und um wichtige WM-Punkte. Auch Rob Huff (Chevrolet) ging im Rennen leer aus.

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Lediglich Alain Menu (Chevrolet) fuhr für Chevrolet in die Punkte. Auch, weil es vorn sehr viele Aus- und Zwischenfälle gab. Darin wurden unter anderem die beiden Ford-Piloten verwickelt: Tom Chilton (Aon) und James Nash (Aon) mussten ihre Fahrzeuge frühzeitig abstellen, auch Tiago Monteiro (Tuenti) war rasch außen vor. Franz Engstler (Engstler), der einzige Deutsche schied ebenfalls aus.

Beide Ford-Piloten frühzeitig außen vor

Doch der Reihe nach: Beim Start setzte sich der von der Pole-Position kommende Michelisz durch und verteidigte seine Führung vor Tarquini und Dudukalo. Weiter hinten im Feld lief es indes nicht so glatt: Huff hatte ein Techtelmechtel und war kurz im Kies, ehe er im Duell mit Monteiro und Nash noch einmal hinausgedrängt wurde. Der WM-Zweite von 2011 kehrte aber als 15. Zurück auf die Strecke.

Anders ging es für Monteiro und Nash aus: Für beide war das Rennen auf der Stelle vorbei. Nash schlug sogar recht heftig in die Leitplanken ein, wobei sein Ford Focus kräftig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Start im zweiten Rennen ist fraglich. Während Nash scheinbar unverletzt aus seinem kaputten Fahrzeug herauskletterte, flogen auf dem Kurs schon wieder kräftig die Fetzen.

Muller schnappte sich in Runde zwei den herausragend gestarteten Stefano D'Aste (Wiechers) und machte sich als neuer Vierter auf die Verfolgung von Michelisz, Tarquini und Dudukalo, als sich in der Mitte des Feldes beide Engstler-Piloten gleichzeitig einen Dreher leisteten. Tarquini brachte dies aber nicht aus der Fassung: Er griff in Runde drei nach der Führung und kollidierte leicht mit Michelisz.

Michelisz wird mehrfach getroffen

Auf einer der Kuppen des Slovakiarings brachte Tarquini den BMW 320 TC seines Gegners leicht aus der Balance, wodurch Michelisz die anschließende Rechtskurve schier verpasste. Tarquini schlüpfte durch und auch Dudukalo zog mit. Michelisz war nur noch Dritter. Nur eine Runde später legte sich auch Muller mit Michelisz an, zwang den BMW-Piloten aber in einen Dreher - Michelisz fiel weiter zurück.

Der Ungar sortierte sich auf Rang acht wieder ins Feld ein, während die Rennleitung rasch reagierte: Muller erhielt eine Durchfahrtsstrafe, die er auch prompt antrat. Danach kehrte er just vor Huff auf die Strecke zurück - natürlich ebenfalls außerhalb der Punkteränge. Durch die Aktion gegen Michelisz lagen nun aber plötzlich drei SEAT-Autos an der Spitze: Tarquini vor Dudukalo und Pepe Oriola (Tuenti).

Diese Reihenfolge hatte aber nicht lange Bestand, denn nach einem Fehler von Dudukalo rutschte Oriola durch auf Rang zwei. Menu nutzte diese Situation, um aufzuschließen, hielt sich aber erst einmal noch zurück. In Runde acht wurde ihm die Entscheidung abgenommen: Oriola flog nach einem Reifenschaden ab ins Kiesbett und musste seinen SEAT Leon abstellen. Menu war kampflos Dritter.

Tarquini trägt den SEAT ins Ziel

Reifen schonen war also angesagt, als die WTCC die letzten zwölf Kilometer auf dem 5,9 Kilometer langen Kurs unter die Yokohama-Pneus nahm. Tarquini trug seinen Rennwagen daher förmlich um die Strecke, mit dramatisch reduzierten Rundenzeiten. Alberto Cerqui (ROAL) griff sich - offenbar noch mit guten Reifen - D'Aste und eroberte so Rang vier, was wiederum ein neues Duell ermöglichte.

In der Schlussrunde legten sich D'Aste und Michelisz miteinander an, wobei beide in der ersten Kurve kurz ins Kiesbett rodelten. An der Reihenfolge änderte dies aber nichts mehr und Tarquini siegte nur wenige Augenblicke später vor Dudukalo und Menu. Cerqui holte in Rang vier seine bisher beste WTCC-Platzierung vor D'Aste, Michelisz sowie Darryl O'Young (Special Tuning) und Tom Coronel (ROAL).

Tom Boardman (Special Tuning) fuhr erstmals 2012 mit dem SEAT Leon TDI in die Punkte, Gabor Weber (Zengö) holte zum ersten Mal überhaupt einen WM-Zähler. Und Muller kam schließlich auf Rang elf über die Linie, was einen "Nuller" bedeutete. Für Tarquini war es der 17. Laufsieg in der WTCC und sein erster Erfolg seit Zolder 2011. Erstmals seit zehn Rennen siegte kein Chevrolet.

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