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Toyota zögert: WEC-Verbleib hängt von Regeln ab

18. Oktober 2017 - 15:13 Uhr

Toyota wartet gespannt auf die LMP1-Spielregeln für die "Supersaison" 2018/19: Entscheidung über Fortführung des LMP1-Programms fällt wohl nicht im Oktober

Pierre Fillon und Pascal Vasselon
Nicht unbedingt einer Meinung: ACO-Boss Fillion und Toyota-Technikchef Vasselon
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit einem Doppelerfolg beim Heimspiel in Fuji hat Toyota die WM-Entscheidung in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2017 noch einmal vertagen können. Nach langer Durststrecke und einer Siegesserie von Porsche standen die Japaner erstmals seit Mai dieses Jahres wieder ganz oben auf dem Podest. Der Jubel über den Rennsieg war groß, aber dennoch ist man im Lager von Toyota nicht durchweg bester Laune.

Grund ist die Unsicherheit bezüglich der LMP1-Spielregeln 2018/19. ACO und FIA wollen angesichts des bevorstehenden Porsche-Rückzugs dafür sorgen, dass Toyota in der kommenden "Supersaison" Konkurrenz von den LMP1-Privatiers bekommt. Der Knackpunkt ist die Art und Weise, wie die Regeln angepasst werden, um dieses Ziel zu erreichen. Toyota hatte bereits vorab sehr deutlich gemacht, dass man kein Geld investieren werde, um den TS050 langsamer zu machen.

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Genau dies könnte jedoch nun gefordert sein. Beim Meeting der Technical Working Group (TWG) am 6. Oktober in Paris haben ACO und FIA nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' trotz zahlreicher Warnungen von verschiedenen Seiten einen Plan vorgelegt, der Toyota so gar nicht gefallen wird. Sogar die Privaten sollen über geringeren Benzindurchfluss langsamer gemacht werden. Der TS050 müsste um Umkehrschluss erheblich weniger Treibstoff bekommen.

Die Energiezuweisungen, die im sogenannten "Appendix B" des Reglements festgeschrieben sind, sollen auf ganzer Linie zurückgeschraubt werden. Im Falle von Toyota sogar derart stark, dass man umfangreiche Änderungen an der Software vornehmen müsste, um eine optimale Betriebsstrategie umsetzen zu können. Genau diese Änderung würde Geld kosten - ein Investment, das Toyota verständlicherweise nicht tätigen möchte.

Private am Limit - also muss Toyota leiden?

Die bisher noch unsichere Situation lässt die Japaner derzeit noch zögern. Die Entscheidung über den Verbleib in der WEC, die ursprünglich für Oktober angekündigt war, wird nun doch frühestens im November fallen. "Im Moment sind die Regeln für nächstes Jahr und für die Zukunft der WEC nicht geklärt. Also gibt es keinen Grund, dass wir eine voreilige Entscheidung treffen", sagt Toyota-Technikchef Pascal Vasselon. Nach Aussage des Franzosen gibt es derzeit keine feste Deadline für eine Entscheidung.

Toyota arbeitet nach Auskunft von Vasselon aktuell "so, als würden wir weitermachen". Dieses Szenario könne ich aber schnell ändern. "Es kann sein, dass es irgendwann logisch erscheint, dass wir es stoppen", ergänzt der Toyota-Technikchef. Der ACO wird die neuen Vorgaben für den angeblich ausgeglichenen LMP1-Wettbewerb zwischen Werken und Privatiers bald verkünden. Ursprünglich war ein solches Statement für den Start des Rennwochenendes in Fuji erwartet worden.

Doch im Hintergrund laufen weiterhin intensive Diskussionen. ACO und FIA wollen die privaten LMP1-Autos auf das gleiche Niveau hieven wie die Werke. Das erscheint aber kaum möglich, indem man mehr Benzindurchfluss zulässt, denn die Triebwerke von AER und Nismo waren in den vergangenen Monaten schon auf Grundlage der aktuellen Energiezuweisungen oftmals am Limit - und ließen daher mehrfach Standfestigkeit vermissen.

Private und Werke sollen gleich schnell fahren, allerdings die Hybridautos einen Reichweitenvorteil genießen. "Wir können dafür nicht einfach die Tankkapazität der Privatautos erhöhen. Wir müssen demnach also die Kapazität bei den Werksautos reduzieren", erklärt ACO-Technikchef Vincent Beaumesnil. Bei TMG in Köln wurde der Aufwand für die Entwicklung des nächstjährigen TS050 nach Aussage von Vasselon bereits schrittweise zurückgefahren.

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