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Toyotas Sargnagel: Fake-Streckenposten war ein LMP2-Fahrer!

19. Juni 2017 - 16:06 Uhr

Der LMP2-Fahrer Vincent Capillaire ist der Buhmann bei Toyota, nachdem er mit einer missverständlichen Geste den Ausfall von Kamui Kobayashi verursacht hat

Kamui Kobayashi
Kamui Kobayashi ist über seinen Ausfall in Le Mans sehr enttäuscht
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Eine kuriose Wendung hat das Drama um den führenden Toyota mit der Startnummer 7 bei den 24 Stunden von Le Mans genommen. Bekanntlich hatte den Ausfall von Kamui Kobayashi ein vermeintlich als Streckenposten verkleideter Fan maßgeblich verursacht. Recherchen von 'Motorsport-Total.com' haben inzwischen aber ergeben, dass es sich bei der fraglichen Person in Wahrheit um einen LMP2-Fahrer handelt!

Wie viele Fans aufgrund des Studiums der Videoaufnahmen schon vermutet haben, hat nicht ein verkleideter Mann, sondern Vincent Capillaire Kobayashi das verhängnisvolle Freizeichen zum Losfahren aus der Boxengasse erteilt. Der Toyota hätte, wie gestern schon berichtet, eigentlich noch stehen bleiben sollen. Durch die widersprüchlichen Signale und das mehrmalige Anfahren aus dem Stand schmorte die Kupplung des TS050 Hybrid durch.

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Der veranstaltende ACO bestätigt die Anfrage von 'Motorsport-Total.com', ob die Gerüchte, dass es sich bei dem fraglichen Mann um Capillaire handelt, bisher nicht. Bei Toyota hingegen geht man davon aus, dass die Information richtig ist. Und auch Capillaire selbst ist bisher für uns nicht erreichbar. Was seine Motive gewesen sein könnten, bleibt vorerst unklar.

Der 41-jährige Franzose trat in Le Mans für das Algarve-Pro-Team an und fuhr an der Seite von Mark Patterson und Matt McMurray einen LMP2-Ligier-Gibson. Das Trio belegte den 33. Platz in der Gesamtwertung und Rang 16 in der LMP2-Klasse. Ob Capillaire Kobayashi mit seiner Geste (Daumen hoch) nur gratulieren oder tatsächlich bewusst Unruhe stiften wollte, ist nicht bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Dass er zunächst für einen verkleideten Streckenposten gehalten wurde, liegt am orangen Outfit des Algarve-Pro-Teams. Das sah kurz nach Mitternacht der Kleidung der offiziellen Streckenposten verblüffend ähnlich. Selbst wenn es nur ein bedauerliches Missverständnis und keine böse Absicht war: "Wir können nichts dagegen unternehmen. Uns bleibt nur eine weitere Enttäuschung", heißt es bei Toyota auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'.

Der Zwischenfall an sich ist inzwischen aufgeklärt. Kobayashi wartete richtigerweise an der Boxenausfahrt, weil gerade ein Safety-Car mit einigen Autos im Schlepptau vorbeifuhr. Ein Streckenposten signalisierte das Kobayashi und ging hinter den Toyota, um das nächste Auto anzuhalten. Währenddessen tauchte Capillaire auf, der Kobayashi im Vorbeigehen den Daumen hoch zeigte. Was der Japaner als Signal wertete, dass er losfahren darf.

Das wiederum sah der Toyota-Kommandostand, der seinen Fahrer noch einmal zum Anhalten aufforderte. Kobayashi stand durch das Anfahren jetzt außerhalb der Boxengasse - und der Antrieb stellte folgerichtig vom Elektro- auf den Verbrennungsmotor um. Nur: Die Kupplung des TS050 Hybrid ist nicht dafür ausgelegt, aus dem Stand zu starten. Normalerweise kuppelt sie an der Boxenausfahrt bei 60 km/h Elektro-Power ein.

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