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ByKolles' starkes Tempo: "Was wäre gewesen, wenn ..."

27. Juni 2017 - 12:17 Uhr

ByKolles überzeugt mit schnellen Rundenzeiten bei den 24 Stunden von Le Mans 2017: Zwölf Sekunden schneller als im Vorjahr - Plötzliche Techniksorgen

Kraihamer, Webb und Bonanomi
Der Enso CLM P1/01 Nismo war zwölf Sekunden schneller als 2016
© Günter Kortmann

(Motorsport-Total.com) - ByKolles hat die 24 Stunden von Le Mans 2017 nicht zu Ende fahren können, dennoch nimmt die private LMP1-Mannschaft aus Greding viele positive Eindrücke aus der Rennwoche in Frankreich mit. Der Enso CLM P1/01 Nismo zeigte sich nach den neuesten Updates in allen Bereichen erheblich verbessert. Die Piloten Oliver Webb, Dominik Kraihamer und Marco Bonanomi berichteten von einer deutlich besseren Fahrbarkeit.

Das enorme Tempo wurde im Training, Qualifying sowie in der Startphase des Rennens deutlich, einzig mangelnde Zuverlässigkeit verhinderte ein Topergebnis beim Klassiker an der Sarthe. "Was wäre gewesen, wenn ... - diesen Gedanken hatte ich nach unserem frühen Ausscheiden ebenso oft wie unsere Fahrer und zahlreiche weitere Beobachter", sagt ByKolles-Einsatzleiter Boris Bermes. "Es bringt allerdings leider nichts, sich mit solchen Hypothesen auseinanderzusetzen."

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"Wir hatten am Rennwochenende immer wieder ein Zuverlässigkeitsproblem, das uns bei den WEC-Rennen in Silverstone und Spa-Francorchamps keine Sorgen bereitet hatte. Leider war es am Rennwochenende nicht möglich, eine langfristig zuverlässige Lösung umzusetzen", berichtet Bermes. "Bei stabilem Betrieb unseres Enso CLM P1/01 Nismo wären Rundenzeiten im Rennen von 3:23/3:24Minuten möglich gewesen."

"Im Qualifying konnten wir leider nur einzelne Runden fahren. Dabei wurden wir durch den Verkehr eingebremst und wichtige Testzeit fehlte. Zeiten im Bereich von 3:21/3:22 waren absolut realistisch", so der erfahrene Rennleiter. "Das Auto wurde um zwölf Sekunden gegenüber dem Vorjahr verbessert. So nahe an den Werksteams mit ihren Hybrid-LMP1 waren wir noch nie. Angesichts der zahlreichen technischen Probleme bei den Herstellern hätte also womöglich unsere große Stunde schlagen können."

"Natürlich war die Enttäuschung über die Defekte angesichts dieser Aussichten zunächst groß, aber wir nehmen die positiven Eindrücke mit und werden unsere konsequente Arbeit fortsetzen", sagt Bermes vor dem WEC-Rennen in der heimischen Eifel. "Schon beim bevorstehenden 6-Stunden-Rennen der Langstrecken-WM auf dem Nürburgring wollen wir das hohe Potenzial unseres Autos in ein Topergebnis umsetzen. Jetzt erst recht."

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