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Brendon Hartleys Le-Mans-Anekdote: Warp-Antrieb bei Nacht

11. Juni 2017 - 00:14 Uhr

Erfolge, Niederlagen, Momente - Die Porsche-Fahrer geben ganz persönliche Einblicke in ihre 24 Stunden von Le Mans - Heute: Brendon Hartley

Brendon Hartley, Warren Hughes
Brendon Hartleys Murphy-Oreca fuhr sich 2012 bei Nacht plötzlich ganz anders...
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die sechs Werksfahrer des Porsche-LMP-Teams vereinen 37 Teilnahmen am größten Automobilrennen der Welt auf sich. Fünf von ihnen haben bei den 24 Stunden von Le Mans sogar schon Gesamtsiege errungen. Es sind aber nicht nur Momente des Triumphs, die ihnen in den Sinn kommen, wenn sie vor ihrem neuerlichen Einsatz am 17./18. Juni 2017 über diesen Marathon nachdenken. In der Ruhe vor dem Sturm geben die Fahrer ganz persönliche Einblicke in ihre Beziehung zu dem Langstreckenklassiker.

Brendon Hartley: Mit Warp-Antrieb durch die Nacht

"Eine meiner einschneidenden Erinnerungen an Le Mans ist meine erste Fahrt bei Nacht auf dem Circuit de la Sarthe 2012. Ich kam aus dem Formelsport und hatte bei meinem ersten Le-Mans-Einsatz eine Menge zu lernen. Aber ich fühlte mich gerüstet. Doch nichts hatte mich auf meine ersten Runden in der Dunkelheit vorbereitet."

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"Bis zu dem Moment, als ich damals aus der Boxengasse fuhr, hatte ich mich für einen Fahrer gehalten, der eine Strecke intuitiv fahren kann und sich kaum an sichtbaren Markierungspunkten orientiert. Das hatten andere nötig. Wie sehr hatte ich mich da in mir getäuscht! Alle diese scheinbar bedeutungslosen Anhaltspunkte wie Gebäude in der Ferne, Leitplanken, Bäume, Linien auf dem Asphalt - sie waren plötzlich verschwunden!"

"Da habe ich kapiert, wie sehr sich mein Gehirn an scheinbar nutzlosen Punkten orientierte, ohne dass ich es je realisiert hatte. Während dieser fünf Nachtrunden hatte ich das Gefühl, die Strecke von null auf neu lernen zu müssen. Es gab andere visuelle Anhaltspunkte, die eine Rolle spielten, aber sie schienen nur blitzartig in der Dunkelheit auf. Es gab zusätzlich Reflektionen und Lichter, die tagsüber natürlich nicht da waren."

"Das nächste, was ich bemerkte, war, dass ich Geschwindigkeit ganz anders wahrnahm und das Auto vor jedem Kurvenscheitelpunkt viel zu stark verzögerte. Das kam durch den Tunnelblick, den die Scheinwerfer erzeugen. Wenn Dinge schnell hinein und wieder hinauskommen aus dem Sichtfeld, dann fühlt sich das an, als würde man mit Warp-Antrieb und -Geschwindigkeit fahren!"

"Nach dem Schock meiner ersten Nachtrunden war ich absolut begeistert von diesem Erlebnis. Ich genoss die Extraportion Adrenalin in meinem Blut und ließ meine Sinne sich natürlich anpassen. Es fühlte sich fantastisch an! Obwohl es körperlich nicht anstrengender ist bei Nacht zu fahren, spüre ich nach einem langen Stint die mentale Belastung viel stärker. Heute liebe ich die Nacht in Le Mans und bin der erste, der 'hier' schreit, wenn jemand einen zusätzlichen Stint in den einsamen frühen Morgenstunden fahren soll."

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