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Qualirennen für die GTE: Was kommt da ab 2018?

17. Mai 2017 - 08:33 Uhr

Für 2018 plant die WEC ein Qualifikationsrennen für die GTE-Autos: Serienboss liebt die Idee, Fahrer wollen davon kaum etwas wissen - Kameraführung kritisiert

GTE Pro Autos Start
Das Feld der GTE-Klassen bietet oftmals Sport der allerfeinsten Art
© fiawec.com/Adrenal Media

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Abschied von Audi aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) kämpfen nur noch die beiden Hersteller Porsche und Toyota um die Gesamtsiege bei den Rennen. Eine größere Vielfalt und nicht minder spannenden Wettbewerb gibt es in der GTE-Pro-Kategorie. Dort rangeln Ferrari, Ford, Porsche und Aston Martin um die Siege, im kommenden Jahr wird auch BMW mit einer Werksmannschaft vertreten sein. Mittlerweile hat die Szene WM-Status, aber dennoch hält sich die Aufmerksamkeit in Grenzen.

"Der Gedanke ist, dieses tolle Feld mehr in den Fokus zu rücken", sagt WEC-Promoter Gerard Neveu. Der Franzose möchte das normale GTE-Qualifying für die 6-Stunden-Rennen durch ein Qualifikationsrennen ersetzen. In einem einstündigen Sprint sollen die Positionen für den Rennstart herausgefahren werden. "Die GTE-Autos haben Verwandte im Sprintbereich, daher passt solch ein Qualirennen eigentlich gut. Den Fans würde dann noch mehr geboten", meint Neveu.

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Ursprünglich wollte man diesen Plan schon zur aktuellen Saison 2017 umsetzen. Doch eine solche Änderung erfodert Anpassungen im Sportlichen Reglement der WEC. Solche Anpassungen müssen durch Kommissionen verabschiedet und durch den FIA-Weltrat abgesegnet werden. Für diesen Prozess war es im Vorlauf der Saison 2017 zu spät. "Aber für 2018 peilen wir so etwas an", so der WEC-Boss, der betont, dass "die Hersteller von dem Plan angetan" seien.

Fahrer skeptisch: Wer will etwas riskieren?

"Wir wollen Rennen fahren. Je mehr Rennen, desto besser. Wir sind Racer", stimmt Porsche-GTE-Projektleiter Marco Ujhasi zu. Seine Kollegen von Ferrari, Ford und Aston Martin denken ähnlich. Allerdings haben die Piloten eine erheblich andere Sichtweise. "Sollten wir machen! Aber: Die Fahrer sollten Autos zugelost bekommen. Dann hätte man sofort auch das BoP-Thema im Griff", scherzt Porsche-Werkspilot Richard Lietz im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Mit ernster Stimme fügt der Österreicher anschließend an: "Ich sehe nicht wirklich viel Sinn darin, jetzt extra noch ein Rennen über eine Stunde zu machen. Richtig viele Punkte kannst du bei einem solch kurzen Rennen nicht verteilen."Ford-Werksfahrer Stefan Mücke ergänzt: "Egal, wie viele das sein werden: Niemand wird zu viel riskieren, also gibt es eher wenig Action. Das kann nicht hilfreich sein. Außerdem fahren wir dann um Startpositionen, die beim 6-Stunden-Rennen ohnehin kaum eine Rolle spielen."

"Die GT-Autos bieten seit Jahren großartigen Sport, aber es ist bisher kaum rübergekommen. Immer sind die LMP1-Autos im Fernsehen", meint Lietz. "Wenn man uns mal in den Übvertragungen mehr zeigt, dann kann auch Begeisterung für unsere tollen Rennen in der GTE-Klasse entstehen. Aber wenn wir nur immer beim Überrunden zu sehen sind, dann wird die LMP weiterhin alles überstrahlen. In den USA ist die Kameraführung ausgeglichener und besser. Das ist mein persönlicher Eindruck."

"Mir wäre es lieber, wir würden im aktuellen Format besser in den Fokus gerückt - sei es über mehr Sichtbarkeit in den Übertragungen, mehr Kameras in den Autos oder einfach aufgrund der Tatsache, dass es jetzt bei uns um einen echten WM-Titel geht", stimmt Mücke zu. In der nordamerikanischen IMSA-Serie, wo neben Ferrari, Porsche und Ford auch Chevrolet (Corvette) und BMW (M6) agieren, wird die Szene mehr in den Fokus gerückt. Die um Gesamtsiege fahrenden DPi-Autos sind kaum mehr zu sehen als die GTEs.

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