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Audi setzt in Le Mans auf drei Hybrid-R18

19. Dezember 2012 - 22:13 Uhr

Audi stellt sich für Le Mans und WEC neu auf und verwirft das Leichtbau-Konzept - Tränenreicher Abschied von Rinaldo Capello mit tollem Weihnachtsgeschenk

Tom Kristensen, Rinaldo Capello, Allan McNish
Audi tritt in Le Mans 2013 nur noch mit drei Hybrid-Fahrzeugen an
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Dreifachsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2012 reduziert Audi sein Aufgebot für den Klassiker an der Sarthe: Statt bisher vier werden nächstes Jahr nur noch drei Autos an den Start gehen. Gänzlich verworfen wird das Leichtgewichts-Konzept des R18 ultra; stattdessen setzt Audi nur noch auf den R18 e-tron quattro mit Hybridantrieb.

Das Schwungrad-Speichersystem soll noch leistungsfähiger werden, ohne zu sehr an Gewicht und Größe zuzulegen. Rein äußerlich wird sich der Hybrid-R18 kaum vom diesjährigen Siegerwagen unterscheiden. Für die Langstrecken-WM (WEC) exklusive Le Mans plant Audi, jeweils zwei Fahrzeuge einzusetzen. Parallel arbeitet das Team bereits intensiv am Nachfolger für das ab 2014 gültige neue LMP1-Reglement.

Der Fahrerkader für Le Mans und die WEC 2013 besteht aus den amtierenden Weltmeistern Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Treluyer sowie Neuverpflichtung Lucas di Grassi, Loic Duval, Marc Gene, Oliver Jarvis, Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und Allan McNish. Abgänge sind Timo Bernhard und Romain Dumas, die zu Porsche zurückkehren, sowie Marco Bonanomi und Rinaldo "Dindo" Capello, der seine aktive Laufbahn beendet.

Capello, 48 Jahre jung, wurde heute im Rahmen der Audi-Weihnachtsfeier emotional verabschiedet. Sportchef Wolfgang Ullrich hatte Tränen in den Augen, als er sagte: "Dindo hat nach Le Mans kein Rennen in der WEC mehr bestritten, und es hat genau ein Rennen gedauert, bis alle anderen gesagt haben: Es fehlt hier etwas ganz, ganz Wichtiges, und das ist Dindo." Der hatte selbst einen Scherz auf Lager: "Ich werde vielleicht jetzt Coach für die jungen Piloten bei Audi, zum Beispiel für Allan McNish oder Tom Kristensen..."

Versüßt wird dem Italiener der Abschied aus dem Audi-Cockpit nach 19 aktiven Jahren mit jenem R18, mit dem er beim Saisonauftakt in Sebring seinen letzten Sieg gefeiert hat. Capello darf sich den Sportwagen in seine eigene Garage stellen.

Sein Nachfolger steht übrigens noch nicht offiziell fest. Als heißer Anwärter gilt Rebellion-Pilot Andrea Bellicchi, der im April in Abu Dhabi bei einem Audi-Test überzeugen konnte.

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