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TV-Quoten USA: NASCAR stürzt weiter ab, IndyCar ambivalent

06. Juli 2017 - 11:31 Uhr

FOX Sports komplettierte im Juni die schwache NASCAR-Saison mit neuen Rekordtiefs - IndyCar verliert im Mainstream ebenfalls Reichweite

Chase Elliott, Denny Hamlin, Joey Logano, Kyle Larson
Die Akzeptanz von NASCAR geht in den USA dramatisch zurück
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die schweren Zeiten für den US-amerikanischen Motorsport gehen weiter. An die wöchentlichen Hiobsbotschaften von NASCAR hat man sich mittlerweile gewöhnt - im Juni hagelte es bei vier Übertragungen vier Zehn-Jahres-Plus-Tiefs und erneut Allzeittiefs. IndyCar verbucht auf seinem reichweitenschwachen Hauptsender NBCSN ein leichtes Plus, verliert jedoch auf dem Mainstreamsender ABC deutlich an Reichweite in Detroit.

FOX Sports hat mit dem Rundkursrennen in Sonoma seine NASCAR-Saison abgeschlossen. Und es wird richtig Diskussionsbedarf geben: NASCARs neues Reglement hat deutlich mehr Zuschauer verschreckt als geholfen, mehr Publikum zu rekrutieren. Obschon die Unterteilung in drei Rennsegmente zu spannenden Entscheidungen während eines Rennens geführt hat, nimmt das Publikum diesen Modus nicht an. Nach vier Tiefs im Juni werden die Verantwortlichen von FOX Druck machen.

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In Zahlen ausgedrückt gab es in Dover mit 3,4 Millionen Zusehern und einer Sehbeteiligung von 2,1 Prozent einen Zuschauerschwund von 16 Prozent gegenüber 2016. Es war das kleinste Publikum seit mindestens 1998. Sogar 2011, als das Rennen auf den Montag verschoben wurde, konnte eine höhere Sehbeteiligung erzielt werden. In Pocono war der Verlust geringer; mit 3,56 Millionen sahen nur zwei Prozent weniger Menschen als 2015. Vergangenes Jahr musste das Rennen auf Montag verschoben werden.

In Michigan fiel die Zuschauerzahl um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,1 Millionen. Die Sehbeteiligung von 1,85 Prozent ist gegenüber 2016 sogar um 16 Prozent eingebrochen - der schwächste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1996. In Sonoma gab es mit 3,2 Millionen Zuschauern und einer Einschaltquote von 2,0 Prozent einen Verlust von 17 Prozent des Publikums gegenüber dem Vorjahr. Von den 15 nicht verregneten NASCAR-Rennen der Saison haben 13 mindestens ein Dekaden- wenn nicht sogar Allzeittief erzielt. Die NASCAR-Krise hat sich zugespitzt; alle Hoffnung liegt jetzt auf NBC, die das Ruder herumreißen müssen.

Licht und Schatten für IndyCar

Die IndyCar-Serie steht derweil vor einem Dilemma: Auf dem reichweitenschwachen Hauptsender NBCSN verzeichneten die Rennen in Texas und Elkhart Lake Zuwächse, doch die beiden Detroit-Rennen, die auf dem stärkeren Sender ABC liefen, fuhren einen mächtigen Verlust ein. Beide Rennen blieben deutlich unter der Marke von einer Million Zuschauern. Das erste Rennen erzielte mit 847.000 Zusehern 16 Prozent weniger Publikum als 2016. Am Sonntag brach die Zuschauerzahl sogar um krachende 34 Prozent ein: 918.000 Zuschauer waren deutlich weniger als die 1,4 Millionen im vergangenen Jahr. Keine guten Karten, wenn bald für 2019 neu verhandelt wird.

Insgesamt verbuchte ABC für die fünf IndyCar-Rennen (St. Petersburg, Indianapolis Grand Prix, Indy 500 und zweimal Detroit) ein Minus von acht Prozent, ohne das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis aber bereits um 16 Prozent, also um einen ähnlichen Wert wie NASCAR. Gegenüber 2015 ist die Zahl aber noch immer um zwei Prozent höher.

Von NBCSN, wo der Rest der Saison übertragen wird, gab es positive Nachrichten zu vermelden. Das Primetime-Rennen in Texas erzielte mit 561.000 Zuschauern einen Rekordwert für das Sports Network von NBC, das das Rennen von ABC 2014 übernommen hatte. Ein Vergleich mit dem vergangenen Jahr verbietet sich, da das Rennen damals verschoben werden musste. Für den Lauf auf der spektakulären Road America schalteten 568.000 Zuschauer ein - ein gewaltiges Plus von 21 Prozent gegenüber 2016. Dies ist ein neuer Bestwert für die IndyCar-Saison 2017 auf NBCSN.

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