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Allmendinger und seine doppelte "letzte Chance"

29. März 2013 - 05:01 Uhr

A.J. Allmendinger zeigt im Phoenix-Chevy von James Finch starke Leistungen und ist dank des Vertrauens von Roger Penske auch wieder im IndyCar-Geschäft

AJ Allmendinger
A.J. Allmendinger fährt 2013 ein Teilzeitprogramm NASCAR und IndyCars
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - A.J. Allmendinger macht in diesen Tagen wieder positive Schlagzeilen. Dies war nicht immer so. Die Kentucky-Affäre vom Sommer 2012, als der damalige Stammfahrer des NASCAR-Teams von Roger Penske bei einer routinemäßigen Kontrolle positiv auf unerlaubte Substanzen getestet wurde, ist hinlänglich bekannt. Ebenso, dass Allmendinger nur elf Wochen nach der Suspendierung seitens NASCAR seine Lizenz zurückerhielt und Penske sofort deutlich machte, ihm eine zweite Chance geben zu wollen.

Schon im Oktober und November 2012 saß Allmendinger bei vier Rennen der NASCAR-Topliga Sprint-Cup wieder im Auto. Auch wenn es sich dabei um den von Kurt Busch geräumten Phoenix-Chevrolet des Owners James Finch und nicht um eines der Autos aus dem Team von Roger Penske handelte, so hat der "Captain" sein Versprechen dennoch wahr gemacht.

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Allmendinger geht in diesem Jahr bei zwei IndyCar-Rennen für das Penske-Team an den Start: Am 7. April im Barber Motorsports Park und am 26. Mai beim Saisonhöhepunkt in Indianapolis. "Der IndyCar-Deal durch Roger war eine große Überraschung", gesteht der 31-Jährige wenige Tage vor seinem ersten Open-Wheel-Renneinsatz seit dem ChampCar-Rennen in Surfers Paradise 2006.

Dank der erfolgreichen Absolvierung des Road-to-Recovery-Programms der NASCAR ist "The Dinger" in der laufenden Saison sporadisch auch wieder im Sprint-Cup unterwegs. Und wie: Bei seinen bisherigen drei Starts im Team von James Finch (Phoenix, Bristol und Fontana) brachte er den Phoenix-Chevrolet mit der Startnummer 51 auf den bemerkenswerten Plätzen elf, 13 und 16 ins Ziel - und das obwohl er vor dem ersten Freien Training in Phoenix, Arziona keine einzige Runde im neuen Gen6 gedreht hatte.

Vom Erfolg des Phoenix-Teams selbst überrascht

Da auch die beiden anderen Piloten Regan Smith und Austin Dillon starke Leistungen zeigten, findet sich das kleine Phoenix-Team nach den ersten fünf Saisonläufen plötzlich inmitten der Big-Players wieder. In der Owner-Wertung rangiert die Startnummer 51 derzeit auf Platz neun. Und weil die Renntransporter der Teams in diesem Jahr bereits nach den ersten drei Rennen anhand der aktuellen Owner-Wertung aufgestellt werden, verlief sich Allmendinger prompt im Infield von Bristol.

"Ich bin ein paar Mal daran vorbeigelaufen", grinst der Kalifornier im Hinblick auf die ungewohnte Position des Phoenix-Trucks inmitten der Topteams und gesteht: "Mir war nicht klar, dass schon so früh nach den aktuellen Punkten aufgestellt wird. Ich dachte, es wäre nach wie vor so, dass der Wechsel nach fünf Rennen passiert."

Teambesitzer Finch ist mit Allmendingers Leistungen derart zufrieden, dass er den ehemaligen Red-Bull-, Petty- und Penske-Piloten auch beim anstehenden Short-Track-Klassiker in Martinsville (7. April) im Auto haben wollte. Aufgrund des kurzfristig zustande gekommenen Barber-Einsatzes im dritten IndyCar von Roger Penske ist es aber Regan Smith, der in Martinsville für Finch an den Start geht. Allmendinger wird stattdessen in Fort Worth (13. April) und Kansas City (21. April) im Phoenix-Chevy sitzen.

Der Wille, die "letzte Chance" zu nutzen

Nach bisher drei Einsätzen in diesem Jahr verspürt Allmendinger einen gewissen Stolz über seinen Beitrag zur aktuellen Phoenix-Hochform. "Diese Jungs verdienen es wirklich, vor allem wenn man bedenkt, was sie im vergangenen Jahr durchgemacht haben", kann sich der 31-Jährige einen Seitenhieb auf die teilweise kontroversen Auftritte von Kurt Busch im Phoenix-Chevy anno 2012 nicht verkneifen. "Ich weiß, dass ein paar Rennen im Gesamtbild nicht viel heißen müssen, habe aber das Gefühl, ein kleiner Teil davon zu sein", spricht der kleingewachsene Kalifornier den Erfolg der kleinen Phoenix-Mannschaft in dieser Saison an.

Allmendingers Dank geht gleichermaßen an James Finch wie an Roger Penske, der auch nach dem absoluten Tiefpunkt - der Amphetamin-Affäre im vergangenen Sommer - an seinen ehemaligen NASCAR-Stammfahrer glaubt. "Ich weiß, dass dies meine letzte Chance ist. Ich weiß es", sagt der 31-Jährige und wird auch bei seinen kommenden Einsätzen - sowohl NASCAR als auch IndyCar - versuchen, die Topstars der Szene zu überraschen.

James Finch und seine Mannen überraschen die Szene

James Finch
Phoenix-Teamchef James Finch ist mit der "Notlösung" Allmendinger hochzufrieden
© xpb.cc

Was die NASCAR-Szene und das in Spartanburg, South Carolina angesiedelte Phoenix-Team betrifft, so kam der Wechsel vom CoT zum Gen6 wie gerufen. Doch Teambesitzer Finch weiß dank der Erfahrung aus knapp 20 überwiegend zähen Jahren in der NASCAR-Topliga, dass sich die Dinge ebenso schnell wieder drehen können: "Wir haben wirklich gute Autos, aber wenn man sich die aktuellen Rahmenbedingungen vor Augen führt, dann werden die Teams mit der entsprechenden Technologie bald wieder das Kommando übernehmen."

Bis dahin will Finch den Großen der Szene, die da Rick Hendrick, Jack Roush, Richard Childress, Roger Penske, Richard Petty, Tony Stewart und Michael Waltrip heißen und in der aktuellen Owner-Wertung mit jeweils mindestens einem Auto das Nachsehen gegenüber der Startnummer 51 haben, weiterhin ein Schnippchen schlagen.

Richten sollen es seine Teilzeitpiloten Allmendinger, Smith und Co. Im späteren Saisonverlauf gibt auch Ryan Truex das eine oder andere Gastspiel im Phoenix-Chevy. Derzeit stehen für den jüngeren Bruder von Waltrip-Pilot Martin Truex Jr. die Einsätze in Richmond (27. April) und Dover (2. Juni) fest. Wo auch immer die Startnummer 51 am Saisonende in der Owner-Wertung zu finden sein wird, eine der größten Überraschungen des Jahres sind die Leistungen des kleinen Teams schon jetzt. Der rehabilitierte A.J. Allmendinger hat großen Anteil daran.

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