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Phoenix bringt Smith und Allmendinger

24. Dezember 2012 - 08:11 Uhr

James Finch wird sein Phoenix-Team auch in der Saison 2013 an den Start bringen - Regan Smith und A.J. Allmendinger sollen den Phoenix-Chevy fahren

Kurt Busch
Kurt Busch fuhr den Phoenix-Chevy in Sonoma 2012 auf Rang drei
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Viele Sprint-Cup-Cockpits für die Saison 2013 sind nicht mehr offen und auch bei James Finch und Phoenix Racing zeichnet sich eine Klärung ab: Regan Smith und A.J. Allmendinger stehen parat, um den Phoenix-Chevrolet mit der Startnummer 51 zu steuern. "Regan wird in Daytona fahren und ich will A.J. dabei helfen, ein paar Rennen zu bestreiten", sagte Finch. "Wir arbeiten noch am endgültigen Plan, aber A.J. wird wahrscheinlich Anfang März in Phoenix im Auto sitzen."

Gute Nachrichten aus dem Finch-Camp also, denn zuletzt gab es durchaus ein paar Fragezeichen darüber, ob die kleine NASCAR-Mannschaft aus Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina in der neuen Saison am Start sein würde. Zu kostspielig war das Engagement von Kurt Busch, der 2012 im verzweifelten Versuch, den Phoenix-Chevy in die Top 10 zu bringen, mehr als ein Dutzend Chassis aufgearbeitet hatte.

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Finch ist ein klassischer Self-Made-Millionär, der sein Vermögen als Chef einer Bauunternehmung in Lynn Haven machte. 1982 begann er als einfacher Bauarbeiter mit drei Angestellten, zeitweise hatte seine Firma - Phoenix Construction Services - über 400 Mitarbeiter. Sein Spezialgebiet ist der Bau von Landebahnen an US-amerikanischen Flughäfen, doch sein Herz liegt seit vielen Jahren im Rennsport.

"Ich musste Geld verdienen, um am Rennsport teilnehmen zu können", sagte er einmal. "Ich habe mein halbes Vermögen dafür verwendet und ich bereue keinen Cent davon." Seit der Saison 1989 ist er als Teambesitzer von Phoenix Racing in der NASCAR involviert. 1994 kam es zu einem Schock, als Neil Bonnett in einem Finch-Auto bei den Trainingsläufen zum Daytona 500 sein Leben lassen musste.

Den großen Sieg beinahe verpasst

Brad Keselowski
April 2009: James Finch und Brad Keselowski in der Victory Lane
© NASCAR

Es war ein Reifenschaden in Turn 4 und Finch erinnert sich heute noch an die Geschehnisse des 11. Februar. Als Brad Keselowski im April 2009 in Talladgea den ersten Sprint-Cup-Sieg für das Phoenix-Team holte, widmete Finch diesen Erfolg der Bonnett-Familie. "Neil starb in einem meiner Autos, als er versuchte, das zu erreichen, was wir heute geschafft haben", sagte er auf der Pressekonferenz. "Daher gehört dieser Sieg ihm und seiner Familie."

Seinen ersten großen Triumph hätte er übrigens um ein Haar verpasst, denn er befand sich eigentlich schon auf dem Heimweg und wollte sich das Finale auf dem Flughafen in Talladega im Fernsehen ansehen. "Das Problem war, dass 100.000 Leute von der Strecke weg wollten und ich wieder hinein." Er schaffte es auf den letzten Drücker. "Damals haben wir alle Werksteams geschlagen und das war eine große Sache."

"Ich habe 20 Jahre auf diesen Big-One warten müssen", erinnert er sich. "Hoffentlich kommt der nächste Erfolg etwas schneller." Bisher blieb es bei seinem Wunsch. Sein langjähriger Hauptsponsor, die Indianer aus dem Miccosukee Gaming Ressort, beendeten ihr NASCAR-Engagement. Seitdem muss Finch wieder mit seinem Privatvermögen für die NASCAR-Einsätze einstehen.

So auch zu Saisonbeginn 2012, als er plötzlich die Chance bekam, mit Kurt Busch einen echten Spitzenpiloten anzuheuern. Der ältere Busch-Bruder hatte nach dem Saisonfinale 2011 in Homestead seinen Platz bei Roger Penske verloren. Busch hatte keine Chance mehr auf ein Top-Cockpit und Finch nutzte die Situation. In einer Zeit, in der eigentlich nichts mehr ohne Anwälte und turmhohe Papierberge zu gehen scheint, kam es zwischen Finch und Busch zu einem simplen Handschlagsvertrag.

Kein Start-and-Park-Team

Kurt Busch
Kurt Busch lieferte in der Startnummer 51 jede Menge Schrott ab
© NASCAR

Die Tatsache, dass plötzlich ein ehemaliger NASCAR-Champion in seinem Kunden-Chevy von Hendrick Motorsports Platz nahm, bedeutete für Finch die Chance, dem Keselowski-Erfolg von 2009 vielleicht einen zweiten Sieg hinterher schieben zu können. So ist auch seine Aussage vom Saisonbeginn zu verstehen: "Wir werden in diesem Jahr alles hineinstecken, was wir können."

Der Plan misslang. Kurt Busch bot einige superstarke Rennen, wie etwa in Sonoma mit Platz 3, aber auch jede Menge Schrott. Lediglich in der Nationwide-Serie gewann Kurt Busch das Sommerrennen von Daytona. So einigte man sich im Herbst vorzeitig auf ein Ende des Vertrags. Es übernahmen Regan Smith und A.J. Allmendinger. Doch was Finch immer auszeichnet: Sein kleines Team beteiligte sich niemals am Start-and-Park-Fieber der Kollegen.

"Das ist doch kein Racing mehr", lästerte Finch wiederholt und gestand: "Ich habe schon oft versucht, die NASCAR davon zu überzeugen, dass sie anders mit der Verteilung der Preisgelder umgeht. Wenn wir die kompletten 500 Rennmeilen absolvieren, dann bekommen wir gerade einmal 2.000 US-Dollar mehr als sie. Ich würde die Preisgeldstruktur ändern, denn wenn sie etwas von dem Kuchen abhaben wollen, dann sollten sie auch darum kämpfen müssen."

So lässt sich Phoenix Racing also nicht unterbuttern und wird auch mit den neuen NASCAR-Boliden im Februar 2013 pünktlich zum Daytona 500 wieder am Start sein. Es ist NASCAR-Saison Nummer 23 für den kantigen und streitbaren Teambesitzer. Und es ist vor allem ein Beispiel dafür, dass auch in der modernen NASCAR Platz für solche Underdogs sein kann - und vor allem sein muss.

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