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Daytona-Test hinterlässt Fragezeichen

14. Januar 2012 - 23:02 Uhr

Jeff Gordon und Kasey Kahne holten sich am letzten Testtag von Daytona eine gemeinsame Bestzeit, aber noch gibt es eine Menge offene Fragen

Daytona Pack-Racing Test
Daytona-Testfahrten: Das Pack-Racing ist zurück - aber nur kurz
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Der Preseason-Thunder 2012 ist beendet. Drei Tage lang drehten insgesamt 32 Sprint-Cup-Teams ihre Runden und arbeiteten dabei drei große Themen ab: Die Single-Runs, das Pack-Racing und den so ungeliebten, aber nach wie vor schnelleren Tandem-Draft. Dabei gab es an allen drei Testtagen unterschiedliche Regeln in Sachen Restrictor-Plates und Kühlsysteme, denn NASCAR will nach wie vor den Zeitunterschied zwischen den Two-Car-Breakaways und dem Pack-Racing minimieren.

Zum Beispiel wurde am Samstag wieder mit dem Luftmengenbegrenzer gefahren, der auch schon am Donnerstag genutzt wurde. Weil dieser um ein Inch kleinere Löcher aufweist, lagen die Geschwindigkeiten deutlich niedriger als noch am Freitag. An der Spitze der Zeitentabelle beider Samstagseinheiten befand sich das Hendrick-Tandem Jeff Gordon und Kasey Kahne, die am Vormittag zeitgleich eine Runde von 44.655 Sekunden drehten.

Dies ist gleichbedeutend mit einem Speed von 201.545 Meilen oder 324,355 Stundenkilometern, was vermutlich gerade noch innerhalb der NASCAR-Akzeptanz und der 200-Meilen-Schallmauer liegt. Die Geschwindigkeiten pegelten sich im Tagesverlauf ein, denn alle Tandem-Racer kratzten am Samstag knapp an dieser Grenze. Die Spannweite reichte dabei von 197 bis eben 201,5 Meilen.

Zu Beginn der Nachmittagssession wurde erneut das Pack-Racing simuliert, an dem wieder etwa 20 Fahrzeuge beteiligt waren. Als nach etwa zehn Minuten Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet) den Hendrick-Chevrolet von Dale Earnhardt Jr. in den Childress-Chevy von Jeff Burton drehte, war dieser Versuch jedoch schnell Geschichte. Für Burton und Earnhardt war der Samstag damit vorbei, was auch für das gesamte Stewart/Haas-Team galt, die in der Mittagspause zusammen gepackt hatten.

Was hat NASCAR noch auf Lager?

Kasey Kahne und Jeff Gordon
Kasey Kahne und Jeff Gordon waren am Samstag zeitgleich die Schnellsten
© NASCAR

Earnhardt wollte dem Unfall aber keine größere Bedeutung zumessen. "Ich habe mich im Auto richtig wohl gefühlt", schilderte Junior. "Zum Zeitpunkt des Crashs gab es mehrere Reihen im Three-Wide-Racing und ich befand mich in einer Beobachterrolle. Ich weiß gar nicht genau, was passiert ist, aber irgendwer hat mich getroffen." Montoya argumentierte wiederum, dass er in dieser Situation von Burton und Earnhardt eingeklemmt wurde.

So wird es in den kommenden Tagen und Wochen interessant werden, was sich die Rennleitung für die Daytona-Speedweeks noch einfallen lassen wird. Earnhardt brachte es auf den Punkt: "Das größte Problem aus unserer Sicht ist, dass wir nicht genau wissen, was das endgültige Paket sein wird. NASCAR hat die Anforderungen immer wieder verändert, aber ich glaube nicht, dass sie damit schon am Ende sind. Ich bin überzeugt davon, dass sie immer noch überlegen, wie sie die Dinge umdrehen können."

Einig sind sich alle in der Hinsicht, dass es schwierig werden wird, die Two-Car-Breakaways komplett zu verhindern. Die NASCAR-Strategie dürfte also vermutlich daraufhin abzielen, dass die Anzahl der möglichen Runden im Tandem-Draft über die Kühlung minimiert wird. Dies würde bedeuten, dass die Fans im Rennverlauf das konventionelle Pack-Racing sehen, während die letztliche Rennentscheidung dann über die Zweierpärchen fallen wird.

Die Speedweeks von Daytona beginnen am Freitag, den 17. Februar 2012. Das Budweiser-Shootout steigt in der Nacht vom 18. auf den 19. Februar. Die Qualifikation zum 54. Daytona 500 findet am Abend des 19. Februar statt, nach den beiden Gatorade-Duels am 23. Februar steht die endgültige Startaufstellung fest. Das Daytona 500 startet am 26. Februar 2012 um kurz nach 21:00 Uhr MEZ.

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