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WP3-4: Loeb eine Klasse für sich

16. Januar 2013 - 19:04 Uhr

Wetter hin, Zeitnahme her: Sebastien Loeb führt die Rallye Monte Carlo nach dem ersten Tag vor Sebastien Ogier an - Deutsche Doppelführung in der WRC2-Klasse

Sebastien Loeb
Sebastien Loeb nahm auf WP4 der Konkurrenz eine Menge Zeit ab
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit einer beeindruckenden Leistung sicherte sich Sebastien Loeb heute die Führung nach der ersten Etappe bei der 81. Rallye Monte Carlo. Zwar musste sich der Citroen-Pilot auf der ersten Wertungsprüfung (WP) noch seinem französischen Landsmann Sebastien Ogier (Volkswagen) geschlagen geben, doch schon nach WP2 lag er erstmals an der Spitze - und diese baute er bis zum Ende des Tages bei extrem schwierigen Bedingungen sukzessive auf eine Minute und 20 Sekunden aus.

Bei bis zu zwölf Grad Celsius minus und teilweise nasser Strecke hatten die Eisspione der Teams alle Hände voll zu tun, und dennoch wagte es kaum jemand, voll ans Limit zu gehen. Also galt es, im Hinblick auf Risikodosierung und Reifenwahl den richtigen Kompromiss zu finden - ein Spiel, das Loeb mit seiner Erfahrung von neun WM-Titeln perfekt beherrscht. Nach seinem Sieg auf WP3, errungen ohne Spikes, meinte er nur cool: "Das ist das Einzige, was wir machen konnten, es ist die schnellste Wahl."

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Nach WP4 räumte er immerhin ein, dass die Rallye bisher "sehr schwierig" sei: "Es lag hier weniger Schnee als heute Morgen, als wir ja das gleiche Teilstück gefahren sind. Es sah so aus, als würde es abtrocknen, aber stattdessen lag da Eis." Citroen-Teamkollege Mikko Hirvonen konnte damit gar nichts anfangen: "Ich war ein bisschen zu vorsichtig, zu zurückhaltend. Ich hasse diese Bedingungen. Es ist für alle schwierig, aber zumindest sind wir im Ziel." Nach der ersten Etappe hat der Vizeweltmeister schon 1:46 Minuten Rückstand und liegt auf Platz drei.

Östberg und Latvala nicht zufrieden

Andere hatten mit den Verhältnissen viel mehr zu kämpfen: "Ich finde kein Gefühl, totale Katastrophe", schimpft etwa Mads Östberg, der mit seinem Ford nur auf Rang sieben liegt (+2:55 Minuten). "Mir hilft im Moment nichts. Es kommt mir so vor, als würde ich die Reifen zerstören." Das ist auf WP4 Jari-Matti Latvala (Volkswagen) passiert, der mit einem Platten rechts vorne über die Ziellinie rollte: "Das Gefühl ist gut, aber du kannst kein Risiko eingehen. Das Ergebnis nach dem ersten Tag ist natürlich nicht das, was ich mir ausgerechnet hatte." Latvala hat schon 2:32 Minuten Rückstand und liegt auf Position fünf.

Besser lief es für Teamkollege Ogier, der dem Versprechen der WP1-Bestzeit zwar keinen weiteren WP-Sieg folgen lassen konnte, den ersten Tag aber als Zweiter beendete. "Das war nicht schlecht", sagt der Franzose, für den 1:20 Minuten Rückstand zu Buche stehen. "Loeb ist mir egal - über den darfst du dir keinen Kopf machen. Aber grundsätzlich läuft es okay. Wir versuchen, unser Bestes zu geben, aber es ist nicht einfach. Viel Eis und Matsch hier." Speziell auf WP4 lief es für Ogier nicht rund, denn er büßte auf den 30 Kilometern von Burzet nach St. Martial 53 Sekunden auf Loeb ein.

Deutsche Doppelführung in der WRC2-Klasse

Hinter Loeb, Ogier und Hirvonen setzte sich Dani Sordo bei seiner Rückkehr zu Citroen als Vierter in Szene. Nach WP3 lag der Spanier noch vor Hirvonen auf Platz drei, doch bei der schwierigen WP4 verlor er viel Zeit und rutschte eine Position nach hinten. Sordos Rückstand auf Loeb beträgt am Ende des ersten Tages zwei Minuten. Für Jewgeni Nowikow (Ford) und seine österreichische Co-Pilotin Ilka Minor lief es etwas besser als für ihren Teamkollegen Östberg, denn sie belegen den sechsten Rang (+2:50).

Lokalmatador Brian Bouffier (Citroen) hielt sich als Achter in den Top 10. Martin Prokop (Ford) liegt trotz gebrochener Felge auf Platz zehn, aber über drei Minuten hinter Juho Hänninen (Ford), der seinen vierten Platz von heute Morgen nicht verteidigen konnte. Auf P12 und P14 folgen die beiden Deutschen Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) und Armin Kremer (Subaru Impreza), die die WRC2-Klasse weiterhin anführen. Das prominenteste Opfer der Bedingungen des ersten Tages war Thierry Neuville (Ford), der von WP4 nicht mehr zurückkam.

Übrigens herrschte nach WP3 große Verwirrung hinsichtlich der Zeitnahme: Zuerst wurde Loeb mit zwei Minuten Vorsprung geführt, dann lag plötzlich Neuville überlegen voran - bis die Zeiten nachträglich korrigiert wurden. Das ist Wasser auf den Mühlen der Kritiker des neuen Zeitnehmers Sistemas Integrales de Telecomunicacion aus Spanien, der dieses Jahr den bisher bewährten Zeitnehmer Stage One Technology ersetzt.

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