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Gordon: "Peterhansel wird sich anschnallen müssen"

30. Dezember 2012 - 15:18 Uhr

Nach der Disqualifikation 2012 sagt Hummer-Pilot Robby Gordon Erzrivale Stephane Peterhansel den Kampf an und deutet einen Abschied von der Dakar-Bühne an

Robby Gordon
US-Boy Robby Gordon ist bei der Dakar 2013 auf Revanche aus
© Wilson/Speed Energy

(Motorsport-Total.com) - Am 5. Januar beginnt in der peruanischen Hauptstadt Lima das Abenteuer Rallye Dakar 2013. In der Starterliste der Autowertung stehen neben der MINI-Truppe um Rekordsieger Stephane Peterhansel einmal mehr auch Publikumsliebling Robby Gordon und sein gewaltiger Hummer H3. Nach den Ereignissen des Vorjahres, als das Luftsystem seines Fahrzeugs für regelwidrig befunden wurde und Gordon nachträglich Platz fünf verlor, sagt der US-Amerikaner seinem Erzrivalen Peterhansel nun energisch den Kampf an.

Eines ist klar: Die Enttäuschung über den Wertungsausschluss ist bei Gordon nach wie vor präsent. Angesichts der monatelangen Diskussionen um die Legalität seines Hummer ist der Fahrer und Teambesitzer in Personalunion immer noch angesäuert. "Die Leute von der ASO (Dakar-Veranstalter Amaury Sport Organisation, der unter anderem auch die Tour de France veranstaltet; Anm. d. Red.) können erzählen, was sie wollen, aber unser Material wurde im Vorfeld der Rallye abgenommen", spricht Gordon gegenüber 'Race-Dezert.com' noch einmal die Ereignisse des Vorjahres an.

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"Nachdem die ASO in unseren Hallen zugegen war und es zahlreiche Gespräche gab, erwarte ich keine Probleme", so Gordon im Hinblick auf die bevorstehende Ausgabe des Wüstenklassikers. Vor vier Wochen schließlich wurde der Toyo-bereifte Hummer offiziell für die Dakar 2013 homologiert. Angesprochen auf die Unterschiede im Vergleich zum Vorjahr, führt Gordon aus: "Es ist keine große Sache. Wir haben an unserem Luftablass-System gearbeitet und es funktioniert besser als das aus dem Vorjahr. Der Unterschied besteht allein darin, dass es diesmal kein Vakuum gibt."

Kampfansage an die "französische Allianz"

Stéphane Peterhansel
Für Vorjahressieger Stephane Peterhansel ist Robby Gordon lediglich "Showman"
© X-raid

Im Vorjahr wurde Gordon von Peterhansel öffentlich des Betrugs bezichtigt. Der Franzose stellte den Wettbewerbsgedanken des US-Amerikaners in Frage und unterstellte ihm, "nur der Unterhaltung wegen" anzutreten. Bei Gordon sitzt der Stachel bis heute tief. "Die Tatsache, dass er mich als Betrüger bezeichnet hat, nehme ich persönlich. Wir legten unser System der ASO offen und rührten es vom Tag der technischen Abnahme bis zum Tag, als sie behaupteten, unser Auto wäre illegal, nicht mehr an."

Bezugnehmend auf die Aussagen von Vorjahressieger Peterhansel holt Gordon auf seiner eigenen Website zum Gegenschlag aus: "Peterhansel muss verstehen, dass wir es hier mit dem Showgeschäft zu tun haben. Wenn es einzig und allein um Rennautos gehen würde, dann würden wir alle in dieselgetriebenen MINIs sitzen, die sich wie anhören wie Nähmaschinen." In Anspielung auf die "französische Allianz" um Peterhansel und die ASO bietet Gordon inzwischen sogar Sticker mit der Aufschrift "US vs. THEM" feil, wobei "us" standesgemäß in den US-Nationalfarben und "them" in den Farben der französischen Flagge daherkommt.

"Ich möchte Peterhansel daran erinnern, dass ich ihm im Vorjahr zehn bis 15 Minuten abnehmen konnte, wenn ich wollte. Er wird sich anschnallen müssen. Wir sind bereit für den Kampf und was seinen MINI betrifft, so ist daran nichts monstermäßig", kann sich Gordon, der erneut im Orange seines eigenen Energydrinks Speed antritt, einen letzten Seitenhieb gegen den Vorjahressieger und dessen Hauptsponsor Monster nicht verkneifen.

Gordon probiert es im Alleingang

Robby Gordon
Bei der Dakar 2013 schickt Gordon nur seinen eigenen Hummer in die Wüste
© ASO

Anders als im Vorjahr, als Nasser Al-Attiyah einen zweiten Hummer H3 steuerte, geht Gordon diesmal als Einzelkämpfer seines eigenen Teams an den Start und verspricht sich davon alles andere als einen Nachteil: "Wenn ich Nasser im Vorjahr nicht aus dem Schlamm ziehen oder ihn ins Ziel hätte schieben müssen, weil er den Motor überdrehte, dann wären für mich persönlich wohl drei oder vier Tagessiege mehr herausgesprungen" unkt Gordon.

Nach den Erfahrungen des Vorjahres sieht der US-Amerikaner das diesjährige Aufgebot mit nur einem Fahrzeug fast schon als notwendig gewordenes Übel an. "Aus Business-Sicht würde ich gern zwei Autos einsetzen, doch im Hinblick auf die Performance des Teams war es beim letzten Mal eine riesige Ablenkung", blickt Gordon zurück und kündigt an: "Ich freue mich darauf, erneut bei der prestigeträchtigen Rallye Dakar an den Start zu gehen und der Welt zu zeigen, dass wir erneut unser Bestes geben werden, um den Gesamtsieg einzufahren."

Letzter Start bei der Dakar?

Gut möglich, dass die bevorstehende Ausgabe Gordons Abschiedsvorstellung beim größten Offroad-Abenteuer der Welt darstellt. "Mein Team steht zum Verkauf", offenbart der 43-Jährige und will sich künftig auf andere Bereiche konzentrieren. So bringt der Kalifornier ab April sein eigenes Offroad-Format in den USA an den Start. Die "Stadium Super Trucks" gastieren ausschließlich unter geschlossenen Dächern und sollen die Zuschauer ganz im Sinne des Erfinders hauptsächlich über den Show-Faktor begeistern.

"Wir machen riesige Fortschritte. Inzwischen haben wir 15 Chassis fertig. Die Tickets sind bereits im Verkauf und der 6. April in Phoenix wird unglaublich werden", blickt Gordon dem Saisonstart seiner "Stadium Super Trucks" vorfreudig entgegen.

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