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Latvala enttäuscht: "Hätte Loeb gern geschlagen"

14. November 2012 - 21:11 Uhr

Jari-Matti Latvala zieht nach fünf Jahren im Ford-Werksteam Bilanz und trauert verpassten Chancen nach: Eigener Lernprozess langsamer als er hätte sein sollen

Jari-Matti Latvala, Sebastien Loeb
Am Steuer des Ford schaffte es Latvala nicht, Loeb die WRC-Krone zu entreißen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mit dem letzten Einsatz des Ford-Werksteams im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft endete am vergangenen Wochenende in Spanien auch das Engagement von Jari-Matti Latvala bei Ford. Der Finne stieg zur Saison 2008 vom M-Sport-Team in die Werksmannschaft auf und holte sich dort gleich beim zweiten Start seinen ersten WRC-Sieg: Am Steuer des Focus RS WRC gewann Latvala die Rallye Schweden.

Im Verlauf seiner insgesamt fünf Jahre beim Ford-Werksteam zog Latvala unterm Strich sieben Siege an Land. Der WRC-Fahrertitel blieb ihm jedoch genauso verwehrt wie Ford in diesem Zeitraum der Herstellertitel - ein Umstand, der dem Finnen rückblickend zu schaffen macht.

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"Ich bin schon etwas enttäuscht, dass wir in all den Jahren keinen Hersteller- oder Fahrertitel einfahren konnten", sagt Latvala und gesteht: "Persönlich hätte ich Loeb gern geschlagen, aber es hat nicht geklappt." Die sieben WRC-Siege des Finnen kamen allesamt auf Schotter zustande.

Neben seiner umfassend dokumentierten Schwäche auf Asphalt macht Latvala rückblickend vor allem die zu hohe Fehlerquote verantwortlich dafür, dass er eins ums andere Mal an der Kombination Loeb/Citroen scheiterte: "Unser Auto war sehr wettbewerbsfähig, aber die Konstanz war nicht gegeben. Es sieht so aus, als hätte ich nur sehr langsam gelernt."

Der 27-Jährige, der in der kommenden Saison als Teamkollege von Sebastien Ogier für Volkswagen ins Lenkrad eines Polo R WRC greifen wird, präzisiert seinen noch vorhandenen Lernbedarf im Cockpit: "Wenn ich irgendwo Zeit liegenlasse, dann attackiere ich im Bemühen, die Zeit wieder aufzuholen, umso härter. Ich komme dann von der Straße ab, anstatt die Situation zu akzeptieren."

Hinter dem Lenkrad des Polo soll es im kommenden Jahr - dem ersten im Zuge des Werkeinsatzes von Volkswagen in der Rallye-Weltmeisterschaft - besser werden. "Ich kenne das Auto noch nicht. Wir müssen erst einmal herausfinden, wie es sich verhält und uns entsprechende Zeit eingestehen. Doch das Team ist groß und ich erwarte eine große Herausforderung", so Latvala.

Auf seinen langjährigen Bezwinger Loeb wird der Finne im kommenden Jahr nur noch bei einigen wenigen Rallyes treffen. Der neunfache WRC-Champion aus dem Elsass absolviert in der Saison 2013 ein Teilzeitprogramm und wird aller Voraussicht nach ab der Saison 2014 für Citroen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) an den Start gehen.

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