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Clerc: "Plan B wäre eine Luftbrücke gewesen"

11. Januar 2008 - 13:07 Uhr

ASO-Chef Patrice Clerc verteidigte die Komplettabsage der Rallye Dakar und ist entschlossen, der Rallye eine Zukunft zu geben - egal wo auf dieser Erde

Rallye Dakar
Für Patrice Clerk gab es keine Alternative, als alle schon vor dem Start zu stoppen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Einige Tage sind vergangen, seit die Rallye Dakar ihren bisher größten Schock erlebt hat - die komplette Absage. In den vergangen Tagen sind alle erst einmal in sich gegangen und haben ihre Gedanken geordnet. Nun hat Patrice Clerc, der Chef des Dakar-Veranstalters ASO, erneut Stellung zur Absage und auch zur Zukunft der Rallye Dakart genommen.

"Es ist nichts Neues, sich großer und bekannter Sportveranstaltungen zu bedienen, um sie für politische Zwecke zu missbrauchen", sagte Clerc der 'L'Équipe'. Das erste Beispiel dieser Art seinen die Olympischen Spiele in München 1972 gewesen, wo neun Mitglieder des israelischen Olympia-Teams von einer palästinensischen Gruppe als Geiseln genommen wurden. Bei der versuchten Befreiung starben damals neun Menschen. "Es ist natürlich auch klar, dass sich die Rallye Dakar mit ihren vielen weiten Flächen solchen Terrordrohungen nur sehr schwer widersetzen kann", so Clerc.

Auch Clerc betonte, dass es aufgrund der Art der Drohungen keine andere Alternative als die komplette Absage gegeben habe. Kritiker wie der frühere Dakar-Chef Hubert Auriol hatten bemängelt, dass es keinen Plan B gegeben habe. Clercs Antwort darauf: "Ich will nicht ironisch sein, aber der Plan B wäre gewesen, in Lissabon alle in einen Flieger zu packen und per Luftbrücke nach Dakar zu fliegen."

Thema Afrika ist noch nicht abgehakt

"Wir wissen, dass es in unserer Verantwortung liegt, alles zu unternehmen, um die Veranstaltung jetzt wieder auf die Beine zu bringen und dass wir so schnell wie möglich sagen müssen, was wir tun werden", so Clerc weiter. Das Thema Afrika sei für die Veranstalter noch nicht abgehakt: "Wir müssen recht bald auf den schwarzen Kontinent fliegen, um über die Zukunft zu sprechen."

Aber man werde nicht mit der Sicherheit spielen, betonte er. Die ASO sei offen für alle Alternativen: "Der Planet ist groß genug, um 15 oder 20 Tage lang und 8.000 bis 10.000 Kilometer durch sandige Gegenden zu fahren. Wüsten gibt es im Bereich der Sahara, in Südafrika, in Ostafrika, am Golf, in Asien, in der ehemaligen Sowjetunion, in der Mongolei, in Australien, in Südamerika, in den USA, in Mexiko..."