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Die WRC auf Gaudís Spuren

02. Oktober 2007 - 14:53 Uhr

Die Vorschau von BFGoodrich auf die Rallye Spanien: In Katalonien geht das WM-Duell zwischen Marcus Grönholm und Sébastien Loeb in die nächste Runde

Marcus Grönholm
Spanien 2006: Marcus Grönholm beim für diese Rallye typischen Kurvenschneiden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einmonatiger Pause geht die Rallye-WM in Katalonien in die entscheidende Phase. Im Mittelpunkt steht erneut das Duell zwischen Marcus Grönholm im Ford Focus RS WRC07 und Sébastien Loeb auf Citroën C4 WRC. Beide Kontrahenten trennen in der Gesamtwertung nur zehn Punkte. Neben den etablierten Kräften könnten aber auch die Jungspunde Mikko Hirvonen (Ford), Dani Sordo oder François Duval (beide Citroën) für Überraschungen sorgen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Antoni Gaudí in Barcelona geboren. Der gefeierte Architekt zeichnete für einige der schönsten Bauwerke der katalanischen Hauptstadt verantwortlich, darunter die Casa Milà, der Palau Güell oder die Sagrada Família. Wegen seines einzigartigen Stils wurde Gaudí als Meister der wellenförmigen Fassaden, runden Formen und der verbindenden geraden Linien berühmt.

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Ein etwas anderes Verständnis für die perfekte Kurve benötigen am kommenden Wochenende die Fahrer der Rallye-WM bei der Rallye Spanien: Im hügeligen Hinterland der Costa Daurada treten sie zum zwölften von 16 Läufen der diesjährigen Weltmeisterschaft an. Die Veranstaltung rund um Salou gilt als schönste Asphaltrallye des Jahres. Breite, gut einsehbare Straßen mit einem sanften und sauberen Asphalt locken allein 24 World Rally Cars auf die Iberische Halbinsel.

Auf den flüssigen Strecken mit ihren schnellen Kurven lassen die Fahrer allerdings keine Gelegenheit zum "Cutten" aus - allerdings schaufeln sie durch dieses Abkürzen über die Streckenbegrünung der Kurveninnenseite auch jede Menge Dreck auf die Fahrbahn, was einerseits die Reifen gefährdet und andererseits die Aufgabe für nachfolgende Kontrahenten nicht einfacher macht.

Das erwarten die Teams

Die beiden Piloten von BP-Ford haben sich intensiv auf die kommenden Asphaltläufe in Spanien und auf Korsika vorbereitet: Marcus Grönholm zum Beispiel nahm Nachhilfestunden beim englischen Tourenwagenfahrer Rob Wilson. "Das Feintuning meines Fahrstils auf Asphalt wird mir sicher helfen. Vielleicht bin ich dadurch ja ein paar Zehntel schneller", so der WM-Führende, der seinen Helm am Saisonende an den Nagel hängen will. Sein Teamkollege Mikko Hirvonen beendete derweil die irische Cork International Rallye auf Rang fünf.

Bei der Veranstaltung auf der grünen Insel stand Hirvonen allerdings im Schatten der beiden Citroën-Piloten Sébastien Loeb und Dani Sordo. Durch den Doppelsieg in Cork tankten die BFGoodrich-Partner viel Selbstvertrauen für die bevorstehenden Aufgaben in der Rallye-WM, in der sie die in beiden WM-Wertungen führenden BP-Ford und Marcus Grönholm noch abfangen wollen.

Auf einen erfolgreichen Test blickt Subaru zurück, für die Lokalmatador Xavier Pons einen dritten Impreza WRC2007 pilotiert. "Ich hoffe, wir können in Spanien einen weiteren Schritt nach vorne gehen", berichtet Petter Solberg. "Als Team wissen wir, dass wir auf Asphalt die nötige Geschwindigkeit haben. Deswegen hoffe ich auf ein gutes Resultat nächstes Wochenende."

Die vierwöchige Pause nutzten auch die Fahrer von Stobart-Ford, um sich auf den festen Belag einzuschießen. Henning Solberg tauschte seinen orangefarbenen Ford Focus RS WRC06 zeitweise gegen ein Go-Kart ein. Youngster Jari-Matti Latvala verfeinerte seinen Fahrstil mit Hilfe eines finnischen Rundstrecken-Spezialisten. Beide streben eine Zielankunft in den Punkten an.

Das Citroën-Werksteam erhält Rückendeckung durch die beiden Kronos-Citroën von Manfred Stohl und François Duval. Nach dem zweiten Platz bei der Rallye Deutschland darf der belgische Asphalt-Spezialist auch in Spanien und auf Korsika sein Können zeigen. "Es freut mich sehr, dass mir der Einsatz ermöglicht wurde", so Duval. "Ich hoffe, mich dafür mit weiteren Spitzenplätzen revanchieren zu können."

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