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Brembo feiert dank Marquez Meilenstein beim Heimrennen

14. September 2017 - 11:09 Uhr

Historischer Moment für Brembo: Honda-Werkspilot Marc Marquez ist der erste Fahrer, der ein MotoGP-Regenrennen mit Carbon-Bremsscheiben gewinnen konnte

Marc Marquez
Dank der Carbon-Verkleidung kommt die Bremse schneller auf Temperatur
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Marc Marquez' Sieg beim San-Marino-Grand-Prix in Misano war für Bremsenhersteller Brembo ein ganz besonderer Triumph. Erstmals konnte ein MotoGP-Pilot mit Carbon-Bremsscheiben ein Regenrennen gewinnen. In der Vergangenheit setzten die Fahrer auch in der Königsklasse auf Stahl-Bremsscheiben, die weniger Temperatur benötigen, um die nötige Bremsleistung zu erzielen.

Brembo ist überzeugt, dass die Verwendung von Carbon-Bremsscheiben erst durch die jüngsten Verbesserungen möglich wurde. Die Italiener machen optimierte Produktionsprozesse und bessere Materialien verantwortlich. Carbon-Bremsscheiben benötigen mindestens 250 Grad, um einen guten Reibwert zu garantieren. Bisher war es schwierig, diese Temperatur bei Nässe zu erreichen.

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Durch die immer stärkeren Motoren und die Fortschritte bei den Reifen wurden die Bremsscheiben in den vergangenen Jahren auch bei Regenrennen so stark belastet, dass die konventionellen Stahlscheiben an ihre Grenzen kamen. Carbon-Scheiben bieten mehr Reserven und sind leichter.

Misano 2015: Smith überrascht Brembo

Brembo
Carbon-Bremsscheiben haben zahlreiche Vorteile und bieten größere Reserven
© GP-Fever.de

Den Ausschlag für die Verwendung von Carbon-Bremsscheiben gab unter anderem auch der Misano-Grand-Prix vor zwei Jahren. Damals wurde das Rennen auf trockener Strecke gestartet. Im Laufe des Grand Prix setzte Regen ein. Bis auf Bradley Smith wechselten alle Fahrer ihre Maschinen. Smith blieb mit seiner auf Trockenheit abgestimmten Yamaha draußen und demonstrierte, dass Carbon-Bremsscheiben auch bei Nässe verwendet werden können. Trotz der absinkenden Temperaturen verzögerte die Bremse gut. Der Brite fuhr aufs Podium.

Daraufhin intensivierte Brembo die Tests mit Carbon-Scheiben im Nassen. Fortan überließen die Italiener ihren Fahrern, ob bei Nässe mit Stahl- oder Carbon-Bremsscheiben gefahren wird. Beim Malaysia-Grand-Prix im Vorjahr verwendete Marc Marquez erstmals die Carbon-Bremse bei einem Regenrennen und war von den Vorteilen überzeugt. Brembo-Ingenieure schauten sich nach dem Grand Prix die Bremsanlage ganz genau an und stellten fest, dass es keinerlei Probleme gab.

Restrisiko bleibt

Brembo
Stahl-Bremsscheiben kommen auch bei Nässe an ihre Grenzen
© AJO Motorsport

Komplett ungefährlich ist es aber nicht, bei Regen mit Carbon-Scheiben zu fahren. Brembo betont, dass der Fahrer "sehr viel Erfahrung benötigt, weil die Temperatur in den ersten Runden unter dem Idealwert liegt".

"Um diesem kurzzeitigen Problem entgegenzuwirken, muss der Pilot die Bremsung etwas vorziehen, ein paar Meter früher als sonst auf die Bremse drücken, damit die Temperatur ansteigt. Sobald 250°C erreicht sind, bleibt der Reibwert konstant", heißt es in einer Mitteilung des Bremsenherstellers.

"Stahl hingegen leidet bei hohen Temperaturen, was dazu führen kann, dass gegen Rennende der Bremshebelweg immer länger wird - es kann sogar passieren, dass der Bremshebel am Ende den Lenker berührt. Außerdem hat Carbon auch bei Nässe keine Probleme mit dem Restmoment, was bei Stahl-Bremsscheiben hingegen schon zu einem Störfaktor werden kann", vergleicht Brembo.

"Die Phase des Loslassens ist bei den Carbon-Scheiben rascher und garantiert damit das für die Fahrer so wichtige Verhindern von Schleifen. Anders ausgedrückt ist das Rad, sobald die Carbon-Bremse losgelassen wird, wirklich sofort frei und damit besser lenkbar", nennt Brembo einen weiteren Vorteil der Carbon-Bremsscheiben.

"In den letzten Monaten hat ein Großteil der Fahrer die Carbon-Scheiben bei nasser Fahrbahn ausprobiert und unterschiedliche Feedbacks gegeben", schreibt Brembo und fügt hinzu: "Der Sieg letzten Sonntag könnte nun auch die letzten Skeptiker überzeugt haben."

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