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Moto2-Teamchef: "Diese Klasse ist wirklich brutal - ja, gemein"

17. Juli 2017 - 16:16 Uhr

Fausto Gresini beförderte Jorge Navarro 2017 in die Moto2, nun zieht der Teamchef ein erstes Zwischenfazit und erklärt die Tücken für den Spanier in der neuen Klasse

Jorge Navarro
Jorge Navarros Debüt in der Moto2 startete holprig, doch zuletzt steigerte er sich
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Seit seinem Aufstieg in die Moto2 kämpft Jorge Navarro um den Anschluss. Beendete der Spanier seine letzte Moto3-Saison im Vorjahr als WM-Dritter, liegt der Kalex-Pilot zu Saisonhälfte 2017 auf dem 15. Gesamtplatz. Immerhin zeigte die Tendenz mit einem sechsten Platz beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring zuletzt nach oben. Teamchef Fausto Gresini ist überzeugt vom Potenzial des Rookies.

"Ich habe schon immer in junge Fahrer investiert und Jorge war in der Moto3 in der Lage zu gewinnen. Er verdiente diese Chance", erklärt Gresini seine Entscheidung, Navarro als Nachfolger von Sam Lowes in sein Moto2-Team zu befördern. "Seine Zeit in der Moto3 war gekennzeichnet durch viele Stürze und Verletzungen. Dennoch blieb er immer stark und das ist eine sehr wichtige Sache für einen Fahrer."

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Seine Verletzungen hätten auch den Übergang in die Moto2 erschwert, erklärt Gresini weiter: "Am Ende des vergangenen Jahres war seine physische Verfassung nicht gut. Neben der Zeit, die er brauchte, um sich an die Moto2 zu gewöhnen, musste er gleichzeitig seine körperliche Fitness und Rennform wiedererlangen." Erschwerte Bedingungen für den jungen Spanier, der mit seinen 21 Jahren zwar introvertiert, aber auch sehr mutig sei.

Noch könne er sein volles Potenzial nicht zeigen, urteilt Navarros Teamchef. Das sei in der Moto2 jedoch alles andere als einfach: "Das Problem ist, dass diese Klasse brutal ist, ja, fast gemein. Wenn dir eine Sekunde auf die Spitze fehlt, dann bist du in etwa Zwanzigster. Du bist nicht langsam, überhaupt nicht, aber wenn der Übergang in diese Kategorie noch nicht vollständig abgeschlossen ist, dann ist es schwer, Positionen gutzumachen."

Gresini weiß: Insbesondere wenn man der einzige Fahrer in einem Team ist, so wie Navarro, die Eingewöhnung nicht gerade leichter fällt - gerade für einen Rookie. "Da kann man sich schon einmal verlieren", gibt der Italiener und zweifache 125er-Weltmeister zu. "Wir hoffen, ihn gegen Ende der Saison konstant in den Top 6/7 zu sehen." Ein Podium erwartet er nicht, "aber ich mag Überraschungen und das wäre definitiv eine".

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