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Alex Lowes: Dank Sportpsychologe ausgeglichener denn je

17. Juli 2017 - 15:28 Uhr

Lange war er zu verbissen, sagt Superbike-Pilot Alex Lowes über sich selbst - Durch die Arbeit mit einem Sportpsychologen kann er nun viel befreiter auffahren

Alex Lowes
Yamaha-Fahrer Alex Lowes ist mit sich im Reinen - das war nicht immer so
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Im Vergleich zum Vorjahr läuft es für den Briten Alex Lowes in der Superbike-WM 2017 deutlich besser. Schon jetzt hat der Yamaha-Pilot mit 148 Zählern mehr Punkte gesammelt als in der gesamten vergangenen Saison (131) - und das bei noch zehn zu fahrenden Rennen. Zwei landete Lowes sogar auf dem Podium: In Donington wurde er Dritter, in Misano eroberte er Rang zwei. Das gelang ihm noch 2016 kein einziges Mal.

Einen Teil des Erfolgs schreibt dabei auch der Arbeit mit einem Sportpsychologen zu. "Ich wollte einfach sicherstellen, dass ich das Beste aus meinem Potenzial mache", erklärt Lowes seine Entscheidung für mentales Training auf 'Yamaha-Racing.com'. "In der Vergangenheit neigte ich oft dazu, es zu sehr zu versuchen. Ich hatte nie Motivationsprobleme, aber musste lernen, meine Leidenschaft zu kontrollieren und mich in bestimmten Situationen nicht zu sehr zu ärgern."

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In der Superbike-WM sei das Leistungsniveau so hoch, dass jedes noch so kleine Detail eine Unterschied machen könne. Gerade von Rückschlägen dürfe man sich da nicht unterkriegen lassen, weiß der Brite: "Wenn die Dinge gut laufen und du gewinnst, dann ist es leicht, ruhig und kontrolliert zu bleiben. Aber wenn es mal nicht so läuft, dann ist das wesentlich schwerer. Für mich geht es darum, meine Emotionen zu beherrschen und mein Potenzial zu maximieren."

Lowes überzeugt: Mentale Stärke macht mich konstanter

Um genau das zu erreichen, nimmt sich Lowes die Zeit, einen Schritt zurückzugehen, und das, was passiert ist, auf sich wirken zu lassen. So banal es auch klingen mag, aber über Dinge zu sprechen oder diese aufzuschreiben, helfe ihm, einen klaren Kopf zu kriegen. "Wenn sich Probleme dort anstauen, egal ob auf Arbeit oder zu Hause, dann blockiert dich das. Aber wenn man sich davon befreit und einen Plan hat, dann geht alles viel leichter", schildert der 26-Jährige.

Das gelinge ihm mittlerweile so gut, dass er seinen Sportpsychologen nicht mehr so häufig konsultiert wie noch zu Beginn. "Er ist immer da, wenn ich ihn brauche, aber ich kann mich jetzt viel besser kontrollieren und habe das, was ich bei ihm lernen konnte, verinnerlicht", sieht Lowes deutliche Fortschritte, die sich seiner Meinung nach auch auf der Rennstrecke niederschlagen, auch wenn ein direkter Vergleich immer etwas hinke.

Superbike-WM in Laguna Seca

USA


09.07.2017
Foto 1 von 107
Tom Sykes
Tom Sykes

"Man kann die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr nicht wirklich mit diesem vergleichen, weil so viele andere Faktoren auch noch eine Rolle spielen, zum Beispiel Verbesserungen am Motorrad", weiß der Yamaha-Pilot. Doch er sei mental etwas ruhiger geworden und das mache ihn konstanter. "Das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist, nichts persönlich zu nehmen. Man muss versuchen, die Dinge zu verbessern, wenn ist nicht läuft, und sie zu genießen, wenn es läuft."

Außerdem habe er entdeckt, dass es auch ein Leben außerhalb des Rennsports gibt. "Noch vor drei oder vier Jahren hätte ich das niemals gesagt", gibt Lowes zu. "Wenn du die Weltmeisterschaft gewinnst, ist das eine wahnsinnige Leistung. Aber in zehn Jahren wird das niemanden mehr kümmern. Natürlich will ich Weltmeister werden. Dennoch kann ich, solange ich mein Bestes gebe, glücklich sein. Und das bin - auch abseits der Strecke."

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