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Danilo Petrucci analysiert: Warum Alvaro Bautista so stark ist

21. April 2017 - 11:05 Uhr

Pramac-Pilot Danilo Petrucci kann sich gut erklären, warum Ducati-Markenkollege Alvaro Bautista in der laufenden Saison so starke Leistungen erzielt

Alvaro Bautista
Wird Alvaro Bautista dauerhaft zu einer Gefahr für die Werkspiloten?
© Michelin

(Motorsport-Total.com) - Bereits bei den Wintertests deutete sich an, dass Alvaro Bautista nach dem Wechsel von Aprilia zu Aspar-Ducati zu deutlich besseren Leistungen fähig sein dürfte, als er in den vergangenen Jahren zeigen konnte. Beim Saisonauftakt warf der Spanier durch einen Sturz ein mögliches Top-4-Ergebnis weg. In Argentinien fuhr Bautista ein fehlerfreies Rennen und bescherte seiner Aspar-Crew mit Platz vier einen Motivationsschub.

Gleichzeitig war Bautista der bestplatzierte Ducati-Pilot und holte für den italienischen Hersteller 13 wichtige Punkte für die Konstrukteurswertung und ließ unter anderem auch Pramac-Pilot Danilo Petrucci hinter sich, der eine 2017er-Ducati fährt. "Wir fahren sehr ähnliche Motorräder. Ich weiß nicht genau, wie groß der Unterschied in Argentinien zwischen den beiden Reifen war", grübelt Petrucci und sucht nach den Gründen für die deutliche Niederlage gegen Bautista.

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Petrucci setzte in Argentinien auf die harten Reifen, Bautista fuhr vorne und hinten den Medium-Reifen. "Im ersten Teil des Rennens war mein Reifen besser, doch bei den zehn finalen Runden hatte ich kaum Traktion. Bautista hatte zu diesem Zeitpunkt sicher mehr Traktion. Er kann andere Abstimmungen fahren, weil er leichter ist im Vergleich zu mir. Manchmal ist das ein Vorteil", analysiert Petrucci, der sich über seine Reifenwahl ärgerte.

"In Argentinien lag ich über das Wochenende gesehen konstant vor ihm, machte im Rennen aber einen Fehler bei der Reifenwahl", schimpft der Pramac-Pilot. "Ich weiß nicht, ob Bautista stärker ist. Mit Sicherheit ist er ein sehr schneller Fahrer. Nach den Wintertests rechnete ich mit ihm. Er war nicht unbedingt auf eine Runde schnell, aber in den Rennen ist er sehr konstant, vor allem gegen Rennende. Das ist vielleicht auf sein niedriges Gewicht zurückzuführen. Dadurch beansprucht er die Reifen nicht so stark", erklärt Petrucci, der 77 Kilogramm wiegt und damit 17 Kilogramm schwerer ist als Markenkollege Bautista.

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