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Aprilia liebäugelt mit der MotoGP

04. Januar 2013 - 15:15 Uhr

Technikdirektor Luigi Dall'Igna schließt eine Rückkehr in die MotoGP nicht mehr aus - Einheitssteuergerät stößt aber auch bei Aprilia auf wenig Begeisterung

Luigi Dall'Igna kann sich ein MotoGP-Engagement von Aprilia vorstellen
© Infront

(Motorsport-Total.com) - Nach mäßigen Erfolgen verließ Aprilia 2004 die MotoGP-Bühne und war seitdem nur noch in den Zweitaktklassen vertreten. Durch die Einführung der Moto2 und der Moto3 sind die Italiener seit 2012 nur noch mit den CRT-Maschinen im Grand-Prix-Sport vertreten. Die RSV4-Motoren haben bereits in der Superbike-WM ihr Potenzial unter Beweise gestellt. In der CRT-Debütsaison waren die ART-Bikes unter den Claiming-Rule-Maschinen führend.

Doch der Kampf um elfte oder zwölfte Plätze kann nicht der Anspruch einer sportlich orientierten Marke wie Aprilia sein, das weiß auch Technikdirektor Luigi Dall'Igna. "Ich denke, das wäre in einem gewissen Zeitrahmen möglich", antwortet er den Kollegen von 'Motosprint' auf die Frage, ob Aprilia wieder werksseitig in die MotoGP zurückkehren möchte.

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"Wir befinden uns in einer Zeit mit umfassenden Veränderungen, die die MotoGP der Zukunft repräsentieren", bemerkt Dall'Igna und spielt damit auf die Superbike-WM-Übernahme der Dorna an. "Die Dorna hat nun eine große Chance und einen großen Vorteil, den sie vorher nicht hatten: Sie kontrollieren beide Serien. Sie können also die Regeln so festlegen, dass es in beiden Serien passt."

In der MotoGP müssen die Hersteller ab 2014 ein Einheitssteuergerät von Magneti Marelli verwenden. Es steht den Teams aber nach wie vor frei, eine eigene Software zu entwickeln. Diese Lösung befriedigt Aprilia jedoch nicht: "Ich denke nicht, dass die Einheits-ECU eine tolle Idee ist. Aus finanzieller Sicht stellt sie keinen Vorteil dar, weil die Kosten nicht beim Gerät entstehen sondern bei der Entwicklung der Software", kritisiert der Aprilia-Technikdirektor.

"Man benötigt sehr viel Zeit und Geld. Durch die neuen Regeln können die Hersteller ihre eigene Software selbst schreiben", schildert er. "Das reduziert nicht die Kosten."

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