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Melandri: Arbeitsfenster der BMW ist zu schmal

11. Dezember 2012 - 10:52 Uhr

Das Fenster, in dem die BMW S1000RR optimal funktioniert ist laut Marco Melandri zu klein - Problem seit dem vergangenen Winter bekannt

Marco Melandri
Marco Melandri hatte auf einigen Strecken mit der S1000RR zu kämpfen
© BMW

(Motorsport-Total.com) - Das BMW-Team erlebte 2012 das bisher erfolgreichste Jahr seit dem Einstieg in die Superbike-WM. Mit Marco Melandri hatte man endlich den Spitzenpiloten verpflichtet, der die S1000RR an die weltweite Spitze führt. Nach den starken Wochenenden in Tschechien und Russland hatte Melandri sogar schon eine Hand an seinem ersten WM-Titel bei den Superbikes. Doch die Nuller in Deutschland und Portugal warfen den Italiener und die Münchner zurück.

Dennoch fiel die Bilanz der Saison positiv aus. Melandri sicherte sich immerhin noch die Bronze-Medaille. BMW belegte hinter Aprilia den zweiten Platz in der Herstellerwertung und ließ damit die versammelte japanische Konkurrenz sowie Platzhirsch Ducati hinter sich. In der kommenden Saison soll es dann für BMW ganz nach oben gehen. Durch die Ungewissheit, wie sich die Ducati1199 Panigale schlagen wird sowie das Karriereende von Max Biaggi stehen die Vorzeichen gut.

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Tom Sykes wird es Melandri und Chaz Davies als neuem Teamkollegen aber sicher nicht zu leicht machen. Um im Kampf gegen den Vizeweltmeister von 2012 bestehen zu können, drängt Melandri auf Verbesserungen beim Handling seiner S1000RR. Vor allem ein breiteres Arbeitsfenster steht auf dem Wunschzettel des ehemaligen MotoGP-Piloten.

Marco Melandri
Die 2013er-BMW soll gutmütiger sein als das Modell der Saison 2012
© BMW AG

"Ich denke, wir haben ein sehr gutes Motorrad. Das Fenster, in dem es arbeitet und viel Vertrauen vermittelt, ist aber ziemlich schmal", analysiert er im Gespräch mit 'WorldSBK.com'. "Wenn man sich in diesem Fenster befindet, kann man schnell fahren. Es wirkt einfach. Wenn es aber nicht perfekt passt und man nicht mehr im Fenster ist, dann muss man stellenweise mit dem Motorrad kämpfen."

Die Weitung dieses Fensters steht bei BMW ganz oben auf der To-do-Liste: "Das ist unsere Hauptaufgabe. Wir müssen das Motorrad einfacher zu fahren machen", fordert Melandri. "Das wussten wir vor der Saison und wissen es jetzt. Im ersten Jahr ging es darum, das Motorrad zu verstehen und zu sehen, was wir ändern müssen. Wir haben also im ersten Jahr mehr erreicht als erwartet."

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