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Stoner: Erster MotoGP-Sieg in Estoril

06. Mai 2012 - 17:33 Uhr

Trotz starkem Chattering Mitte des Rennens holt sich Honda-Werkspilot Casey Stoner den ersten Estoril-Sieg in der MotoGP und die WM-Führung

Casey Stoner
Der Honda-Pilot gab die Führung im Rennen nach Kurve eins nicht mehr ab
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Mit beeindruckenden Rundenzeiten im Warmup von Estoril machte Casey Stoner schon am Vormittag klar, dass der Sieg nur über ihn geht. Von der Pole-Position aus bog er als Zweiter in die erste Kurve, übernahm die Führung aber bereits vor Kurve zwei. Von da an führte der Australier den Grand Prix an und gewann am Ende klar vor Jorge Lorenzo.

Zwischenzeitlich kam der Yamaha-Pilot aber bedrohlich nah an die RC213V von Stoner heran. "Ich konnte ihn nicht nur hören, meine Boxentafel hat mir gezeigt, wie nah er dran ist", erklärt der spätere Sieger. "Alles in allem bin ich mit diesem Wochenende sehr zufrieden. Im Training lief alles sehr gut und im Qualifying ganz okay."

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"Bei höheren Temperaturen hatten wir Probleme", gesteht er. "Wir haben die Reifen nicht richtig nutzen können. Es ging in erster Linie nicht um die Haftung und das Umlegeverhalten sondern viel mehr um das Chattering. Im Rennen hatten wir große Probleme mit Chattering, besonders am Anfang mit vollem Tank."

Casey Stoner wird als WM-Führender zum Rennen in Le Mans reisen
© Repsol

"Ich habe die Front einige Male verloren und mir gedacht, lieber etwas Tempo rauszunehmen. Jorge fuhr direkt hinter mir und ich habe versucht, ihn hinter mir zu halten. Mitte des Rennens fehlte mir etwas das Vertrauen, um Druck zu machen", berichtet Stoner. "Wir haben verschiedene Mappings, um das Chattering beim Herausbeschleunigen zu verbessern. Für die letzten zehn Runden hatte ich etwas gefunden, mit dem ich besser fahren kann."

"Das Chattering wurde weniger und ich konnte mehr Druck machen. Dadurch konnte ich eine Lücke herausfahren und es komfortabel nach Hause fahren", erläutert der Weltmeister von 2011, der nun auf allen aktuellen Strecken im MotoGP-Kalender gewinnen konnte. "Hat das schon jemand anderes geschafft?", fragt er sich. "Sicher ist es eine tolle Sache. Das können nicht viele von sich behaupten. Um ehrlich zu sein, hat es mich aber nicht allzu sehr gekümmert."

Mit dem Sieg hat sich Stoner auch in der WM an die Spitze geschoben. An seiner Herangehensweise wird sich deshalb aber nichts ändern: "Durch die WM-Führung hat sich für mich nichts geändert. Man versucht, am Ende der Saison WM-Führender zu sein. Ich gehe Rennen für Rennen an. Wenn man zu sehr an die Meisterschaft denkt, ist man nicht mehr ganz bei der Sache."

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