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MotoGP-Rückzug von Kawasaki?

30. Dezember 2008 - 12:36 Uhr

Das Kawasaki-Werksteam zieht sich italienischen Presseberichten zufolge mit sofortiger Wirkung aus der MotoGP zurück

Anthony West vor John Hopkins
Wird die MotoGP-Saison 2009 tatsächlich komplett ohne die Grünen starten?
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Kawasaki zieht sich mit sofortiger Wirkung aus der MotoGP zurück. Was gestern noch als Gerücht von der italienischen Sportzeitung 'Tuttosport' zunächst zaghaft kommuniziert worden war, scheint sich heute zu bestätigen. Wie aktuell mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll der Rückzug nun auch offiziell aus der japanischen Firmenzentrale verkündet worden sein. Neuzugang Marco Melandri hatte offenbar gestern erste Anzeichen eines solchen Schrittes wahrgenommen.

Auf 'GPOne.com' zitierte man aus einem Brief vom Kawasaki-Boss Kawamura an den italienischen Piloten: "Lieber Marco, wir hoffen, dass wir in Zukunft noch einmal zusammenarbeiten können..." Mehr Details aus dem angeblich erklärenden Schriftstück veröffentlichte man nicht. Jedoch sollen die geschilderten Gründe die gleichen sein, wie sie schon Grundlage ähnlicher Entscheidungen von Honda in der Formel 1 und Subaru sowie Suzuki in der Rallye-Weltmeisterschaft waren.

Die weltweite Wirtschaftskrise und deren Folgen, die man zurzeit noch gar nicht ermessen könne, seien der Grund für den sofortigen Ausstieg. Ob man sich künftig bei den Superbikes enagieren wolle, ließ man nach Angaben der italienischen Sportmedien noch offen. Kawasaki-Rennleiter Michel Bartholemy sei für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen. Man vermutete aber, dass die schlechten Ergebnisse des Jahres 2008 und die neuen Erkenntnisse von den letzten Testfahrten die Entscheidung eher leichter gemacht hätten.

Sollte sich der Ausstieg tatsächlich bestätigen, stünde die MotoGP vor einem Problem. Konsequenz wäre ein Starterfeld von nur 17 Maschinen. Die Verträge der FIM stellen jedoch mindestens 18 Starter pro Rennen in Aussicht. Möglicherweise wird einer der anderen vertretenen Hersteller ein Motorrad mehr aufbereiten müssen. Wie es mit den Kawasaki-Piloten Melandri und John Hopkins weitergeht, ist indes völlig unklar.

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