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Kawasaki-Team weiß bisher nichts

30. Dezember 2008 - 15:58 Uhr

Vom angeblichen MotoGP-Rückzug ist beim Kawasaki-Rennteam bislang nichts angekommen: "Haben keine Informationen aus Japan"

Wird es im kommenden Jahr keinen grünen MotoGP-Kommandostand geben?
© Kawasaki

(Motorsport-Total.com) - Der angebliche sofortige Rückzug von Kawasaki aus der Motorrad-Weltmeisterschaft erschüttert zurzeit die Zweiradszene. Die italienische Zeitung 'Tuttosport' hatte von dem Kawasaki-Aus berichtet und sich dabei auf einen Brief bezogen, den Marco Melandri aus der Konzernzentrale in Japan erhalten haben soll. "Lieber Marco, vielleicht können wir in Zukunft ja noch einmal zusammenarbeiten..." hatte es in den Schriftstück geheißen, welches in der Zeitung veröffentlicht wurde.

"Ich habe diese Gerüchte auch verfolgt", erklärte Teamsprecher Ian Wheeler auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. Weiter hieß es von offizieller Seite: "Wir haben bezüglich dieses Themas keinerlei Informationen aus Japan erhalten. Also können wir diese Vorgänge zurzeit auch nicht kommentieren." Im Kawasaki-Rennteam scheint man also von einem schnellen Aus nichts zu wissen. Dennoch: Ein klares Dementi hörte man auch nicht.

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Gleichzeitig könnte das mögliche Ende der MotoGP-Rennaktivitäten der Grünen für weitere Furore sorgen. Angeblich könnte das Fahrerkarussell noch einmal Schwung aufnehmen, falls Marco Melandri und John Hopkins tatsächlich ohne Job dastehen sollten. Fahrer-Manager Carlo Pernat, der in der MotoGP unter anderem Alex de Angelis und Neuling Niccolò Canepa betreut, sagte gegenüber 'gpone.com': "Meine Jungs haben feste Verträge, aber wenn Hopkins seinen Sponsor 'Monster' mitbringt, könnte es interessant werden."

"Er ist dann natürlich für einige Teams oder Leute interessant, die möglicherweise wegen des großen Sponsors lieber eine Strafe für einen möglichen Vertragsbruch zahlen", beschrieb Pernat. Er habe bereits konkrete Szenarien vor Augen: "Für Tech 3 könnte das interessant sein, weil die einen großen Geldgeber verloren haben. Das gleiche gilt auch für Pramac. Glücklicherweise hat Capirossi seinen Suzuki-Vertrag in der Tasche, denn sonst hätte Melandri dort gute Chancen."

Bei Tech 3 würde Hopkins möglicherweise seinen Landsmann Colin Edwards im Kampf um einen Rennsitz für 2009 ausstechen können. James Toseland genießt die Unterstützung der Dorna und gilt somit als nahezu unantastbar. Doch Hopkins hatte bereits Ende 2007 mit dem Sponsorengeld von 'Monster' in der Tasche bei Tech-3-Boss Hervé Poncharal vorgesprochen, sich dann aber für Kawasaki entschieden.

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