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Michelin vs. Bridgestone - wer hat bessere Karten?

13. Januar 2008 - 14:20 Uhr

Der Reifenkrieg geht in die nächste Runde - Zeit, einen Blick auf die beiden "verfeindeten" Lager zu werfen und Stärken und Schwächen zu analysieren

Reifen Bridgestone
Bridgestone geht mit leichten Vorteilen gegenüber Michelin in die neue Saison
© Bridgestone Motorsport

(Motorsport-Total.com) - Der französische Reifenhersteller Michelin hat in der MotoGP einen ziemlichen Aderlass über sich ergehen lassen müssen. Nach und nach haben Bridgestone-Piloten die Mehrheit im Starterfeld übernommen. Dabei gibt es noch zu bedenken - nicht nur zahlenmäßig sind die Piloten auf japanischen Gummis überlegen, sondern auch vom Material her.

Denn Michelins einzige große Speerspitze bleibt vorerst Honda mit Ex-Weltmeister Nicky Hayden und Heißsporn Dani Pedrosa. Yamahas Jorge Lorenzo muss man dabei vorsichtig ausklammern - als Rookie in der Königsklasse kann man ihn vorerst noch nicht als ganz große Trumpfkarte der Franzosen betrachten.

Diese war eher Valentino Rossi, doch der machte Michelin einen Strich durch die Rechnung und seilte sich im Alleingang zu Bridgestone ab. Die übrigen Siegerteams wie Ducati oder Suzuki rollen ebenfalls auf japanischen Gummis. Auch Solide Mittelfeld-Teams wie Gresini oder Kawasaki setzen auf Reifen aus Nippon.

Da wird es Michelin schwer haben, sich durchzusetzen, vor allem, falls die Bridgestone-Reifen ihre Überlegenheit aus dem Vorjahr bewahren können. Die Hoffnungen der Franzosen liegen noch zusätzlich auf den neu gewonnenen Teams von Tech 3 und ihrem Fahrer James Toseland und JiR-Scot. Drei der sieben Michelinfahrer sind MotoGP-Rookies, also keine glänzenden Aussichten für den Reifenhersteller aus Clermont-Ferrand.

Insgesamt teilen sich die 18 gemeldeten Piloten in sieben Michelin- und elf Bridgestone-Piloten auf. Rein von der Pilotenstärke her sind beide Lager gleichwertiger aufgestellt. Zwar haben die Japaner Weltmeister Casey Stoner und Superstar Rossi an ihrer Seite, aber immerhin stellen die Franzosen sechs Weltmeister mit insgesamt elf Titeln in der Tasche.

Bridgestone hingegen kommt nur auf fünf Weltmeister mit 13 Titeln, von denen aber mehr als die Hälfte alleine auf Rossi entfallen. Dennoch hat Bridgestone durch mehr Top-Teams und aktive MotoGP-Weltmeister mehr Chancen, dass einer ihrer Fahrer am Siegertreppchen ganz oben stehen wird. Und noch eines darf man nicht vergessen - von den für 2008 bestätigten Fahrern konnten nur vier noch keinen Grand Prix gewinnen. Damit ist genügend Spannung garantiert.

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