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Blancpain1000: Neuauflage eines Mythos

06. September 2013 - 12:34 Uhr

In Form des Blancpain1000 feiert das 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring in gut zwei Wochen ein Comeback: Hintergründe und ein erster Blick in die Zukunft

Marc Goossens, Xavier Maassen, Marc Hennerici
Nürburgring: Schon das 3-Stunden-Rennen im Vorjahr bot GT-Sport vom Feinsten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Der Termin für das Saisonfinale der Blancpain-Endurance-Series rückt unaufhörlich näher. Am 22. September ist es soweit: Beim Blancpain1000 auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings tritt ein quantitativ wie qualitativ hochwertiges GT-Feld an, um die diesjährigen Meister im Pro-Cup sowie im Pro-Am-Cup der Blancpain-Endurance-Series zu ermitteln. Abgerundet wird das Rennwochenende in der Eifel durch ein attraktives Rahmenprogramm.

Doch wie kam es überhaupt dazu, die Tradition der 1.000 Kilometer auf dem Nürburgring in Form des Blancpain1000 wiederaufleben zu lassen? Die Basis hierfür bildete die Gründung der Blancpain-Endurance-Series. Nachdem die Premierensaison 2011 der in Kooperation von SRO-Chef Stephane Ratel und Blancpain ausgerichteten GT-Rennserie fünf Wertungsläufe umfasste, kam für die Saison 2012 ein sechster Termin hinzu.

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Austragungsort des als vorletzten Saisonlauf zusätzlich in den Kalender aufgenommenen Rennens war der Nürburgring. Es war ein Einstand nach Maß. Während der prominent besetzte Kessel-Ferrari von Valentino Rossi, Alessio "Uccio" Salucci und Andrea Ceccato im Pro-Am-Cup auf Platz neun ins Ziel kam, tobte an der Spitze des Pro-Cup-Feldes ein spannendes Duell um den Gesamtsieg im Rennen.

Im bis heute engsten Zieleinlauf in der Geschichte der Blancpain-Endurance-Series setzten sich Marc Goosens, Xavier Maassen und Marc Hennerici im Prospeed-Porsche gegen den Black-Falcon-Mercedes von Jeroen Bleekemolen, Congfu "Franky" Cheng und Mike Parisy durch.

Mit einem spektakulären Start, im Zuge dessen er sich aus Startreihe vier bereits in der ersten Kurve die Führung griff, hatte Hennerici für die Prospeed-Mannschaft die Basis gelegt. Der erfahrene Belgier Marc Goossens fuhr den Schlussstint und setzte sich in diesem denkbar knapp gegen Bleekemolen durch. Nach einer Renndistanz von drei Stunden waren der Prospeed-Porsche und der Black-Falcon-Mercedes um die Winzigkeit einer halben Sekunde getrennt.

Jahrzehnte alte Tradition wird wieder aufgegriffen

In diesem Jahr bildet der Nürburgring die Bühne für das Saisonfinale und anlässlich dieses Umstands hat man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Renndistanz beträgt nicht mehr drei Stunden, sondern die legendären 1.000 Kilometer.

Über diese Distanz wurde auf dem Nürburgring erstmals im Jahr 1953 gefahren. In den folgenden Jahrzehnten wurde das 1.000-Kilometer-Rennen zu einem Fixpunkt der internationalen Langstrecken-Szene. Rekordsieger ist bis heute der legendäre Stirling Moss mit vier Triumphen (1956, 1958, 1959 und 1960).

In den 1990er-Jahren gab es am "Ring" kein Rennen über diese Distanz und auch in den vergangenen beiden Jahren wurden die 1.000 Kilometer nicht in Angriff genommen. In Form des Blancpain1000 wird die Jahrzehnte alte Tradition nun wieder aufgegriffen.

Wo genau lag der Ansatzpunkt für die Idee des Blancpain1000? Einer, der im Hintergrund die Fäden zieht, ist Marc Hennerici, Sport&Event-Leiter ADAC Mittelrhein. "Zwei Wochen vor meinem Jobantritt im September 2011 haben Stephane Ratel und ich im Rahmen der GT1-Weltmeisterschaft in Ordos, der inneren Mongolei, ein Gespräch geführt", erinnert sich Hennerici.

"Dabei ging es um die grundsätzliche Möglichkeit, ein Rennen zur Blancpain-Serie auf dem Nürburgring durchzuführen. Zwei Monate später, im November, waren sich die SRO, der ADAC Mittelrhein und der AC Mayen dann zügig über die Bedingungen einig, sodass das Projekt dann doch sehr schnell gestartet wurde", so Hennerici mit Blick auf die Vorbereitungen für das Nürburgring-Rennen der Blancpain-Endurance-Series im September 2012.

Blancpain-Serie künftig auf der Nordschleife?

Allerdings ging der Grundgedanke noch einen Schritt weiter, wie Hennerici durchblicken lässt: "Unsere ursprüngliche Idee war es, ein Rennen zu machen, dass über 1.000 Kilometer geht und auf der Nordschleife ausgetragen wird." Die Idee des Blancpain1000 war geboren.

Zwar fungiert für die erste Auflage dieses Rennens der Grand-Prix-Kurs als Bühne, doch dabei muss es für die Zukunft nicht bleiben. "Den ersten Step konnten wir nun bereits im zweiten Jahr verwirklichen, alles andere wird die Zukunft zeigen", deutet Hennerici an, dass die Blancpain-Endurance-Series in Zukunft auf der Nordschleife rennen könnte. "Die Rahmenbedingungen auf der Nordschleife müssen allerdings stimmen. Dazu gehört in erster Linie die Überwachbarkeit der Rennfahrzeuge auf der Nordschleife", so Hennerici.

Voraussetzung für den Nordschleifen-Plan ist aber zunächst einmal, die Blancpain-Endurance-Series auch künftig am Nürburgring zu halten. Geht es nach dem Veranstalter, dann besteht daran kein Zweifel. "Der ADAC Mittelrhein hat mit seinen Motorsportveranstaltungen in der Vergangenheit immer zum Nürburgring gestanden. Dies möchten wir auch in Zukunft fortsetzen, sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen", sagt Franz-Rudolf Ubach, Vorstand Sport im ADAC Mittelrhein.

"In Partnerschaft mit dem AC Mayen e.V. im ADAC bekennt sich der ADAC Mittelrhein zur Traditionsrennstrecke in der Eifel und organisiert gemeinsam die Blancpain-Endurance-Series", betont Ubach, wobei der Mythos Nürburgring dem Veranstalter ganz besonders am Herzen liegt.

"Der ADAC Mittelrhein freut sich auf die Blancpain-Endurance-Series am Nürburgring. Als Regionalclub, in dessen Herzen der Nürburgring beheimatet ist, haben wir ein ganz besonderes Interesse daran, den Mythos des 'Rings' zu erhalten und mit attraktiven Veranstaltungen zu unterstützen und weiter auszubauen", so Ubach im Vorfeld der Premiere des Blancpain1000.

Marc Hennerici: Rennfahrer und Organisator in einer Person

Während Ubach in seiner Rolle als Vorstand für Sport im ADAC Mittelrhein das Blancpain1000 als interessierter Zuschauer verfolgen und entsprechend mitfiebern wird, greift Hennerici auch diesmal wieder selbst ins Lenkrad. Der Vorjahressieger gehört erneut zum Aufgebot des Prospeed-Porsche mit der Startnummer 75.

"Grundsätzlich kann so etwas nur funktionieren, wenn man ein Team hat, das perfekt zusammenarbeitet und eingespielt ist", spricht Hennerici auf den Umstand an, sowohl an der Organisation des Blancpain1000 beteiligt zu sein als auch aktiv ins Renngeschehen einzugreifen. "Ralf Fuß und Rolf Werner, unsere beiden Rennleiter, haben nicht nur durch den ADAC-Truck-Grand-Prix einen riesigen Erfahrungsschatz, aus dem sie sich bedienen können. Ebenso gilt dies für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die dem ADAC Mittelrhein seit Jahren die Stange halten. Ohne diese Menschen würde sich kein Rad drehen", betont Hennerici.

Wie sieht die Aufgabenverteilung des 31-jährigen Rennfahrers und Sport&Event-Leiters ADAC Mittelrhein am vorletzten September-Wochenende konkret aus? "Bei der Veranstaltung selbst kümmere ich mich um mein Rennteam und meine Aufgabe - nämlich schnell Rennen zu fahren und möglichst zu gewinnen. Dass mir dies das letzte Mal ausgerechnet bei der letztjährigen Veranstaltung gelungen ist, freut mich umso mehr", so Hennerici.

So blickt der Vorjahressieger hochzufrieden auf die erfolgreiche Nürburgring-Premiere der Blancpain-Endurance-Series zurück und gleichzeitig voller Vorfreude auf die Blancpain-Premiere über die Distanz von 1.000 Kilometern voraus: "Ich muss mich voll und ganz bei den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern aus dem Orga-Team bedanken, die mich an jenem Wochenende hervorragend vertreten haben und auch in diesem Jahr wieder bestens vertreten werden."

Die Zuschauer können sich schon jetzt auf ein spannendes Blancpain1000-Wochenende freuen. Dank des umfassenden Rahmenprogramms wird vom 20. bis 22. September ein volles Programm geboten. Am Freitag ist der Eintritt rund um die Strecke frei. Tickets für Samstag und Sonntag können hier bezogen werden.

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