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"Air Riedle" fordert ehemalige Formel-1-Piloten heraus

27. Juni 2012 - 16:17 Uhr

Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Riedle im Volkswagen Scirocco R-Cup: Christian Danner, Nicola Larini und Pedro Lamy gegen den ehemaligen Goalgetter

Einsatz im Scirocco: Karl-Heinz Riedle tauscht Trikot gegen den Rennanzug
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Die Fußball-EM ist auch beim Volkswagen Scirocco R-Cup auf dem Norisring in Nürnberg ein Thema. In der Legenden-Wertung des umweltschonendsten Markenpokals der Welt tauscht Ex-Fußballstar Karl-Heinz "Air" Riedle das Trikot mit dem Rennanzug. Der Weltmeister von 1990 trifft dann im bis zu 285 PS (210 kW) starken Biogas-Scirocco auf die ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Christian Danner, Nicola Larini und Pedro Lamy.

"Auch am Norisring ist unser Legenden-Rennen herausragend besetzt", sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. "Passend für das einzige Stadtrennen in Deutschland, das auch im Kalender des Scirocco R-Cup ein Höhepunkt ist. Nirgendwo sind die Zuschauer so nah am Geschehen wie in Nürnberg. Das gibt dem Rennen einen ganz speziellen Charakter. Ich bin mir sicher, dass wir spannenden Motorsport mit vielen spektakulären Zweikämpfen sehen werden."

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Für den ehemaligen Torjäger Karl-Heinz Riedle (24 Tore in 42 Länderspielen, 72 Tore in 207 Bundesligaspielen) ist das Rennen in Nürnberg bereits der dritte Einsatz im Volkswagen Scirocco R-Cup. 2010 wurde er beim Charity-Rennen im italienischen Adria Fünfter und im vergangenen Jahr gewann er im Münchener Olympiastadion das Prominentenrennen. "Der Norisring ist eine besondere Herausforderung, denn ich habe mir sagen lassen, dass die Mauern sehr nah an der Rennstrecke stehen. Ich werde die Sache also mit dem gebotenen Respekt angehen", kündigt der dreimalige Deutsche Meister und Champions-League-Gewinner an.

Das geplante Duell mit seinem früheren Kollegen Lothar Matthäus fällt allerdings aus. Der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft musste wegen kurzfristiger Termine für DFB und UEFA bei der Fußball-EM seinen Einsatz im Scirocco R-Cup absagen. "Das ist schade, aber selbstverständlich haben wir dafür volles Verständnis. Schließlich freuen auch wir uns über die Erfolge der deutschen Nationalmannschaft und drücken dem Team für das Halbfinale gegen Italien die Daumen", erklärt Jost Capito.

Die Profis Christian Danner, Nicola Larini und Pedro Lamy kennen den Norisring aus ihrer Zeit in der DTM. Danner feierte 1995 einen seiner insgesamt fünf DTM-Siege in einem Alfa Romeo auf dem Nürnberger Stadtkurs. Der Bayer, heute Formel-1-Experte beim TV-Sender 'RTL', absolvierte vor seiner Zeit in der DTM zwischen 1985 und 1989 36 Rennen in der Formel 1. Rang vier beim Großen Preis der USA 1989 in Phoenix war sein bestes Ergebnis. "Ich freue mich, den Platz hinter dem Mikrofon mal wieder mit dem in einem Renncockpit zu tauschen. Vor allem in Nürnberg, denn der Norisring ist von der Atmosphäre ein absolutes Highlight im Rennkalender. Außerdem haben Nicola Larini und ich dort in unserer aktiven DTM-Zeit schon gewonnen. Ich bin mal gespannt, wer von uns am Samstag die Nase vorn hat."

Nicola Larini war von 1987 bis 1997 in der Formel 1 aktiv, absolvierte 49 Rennen und stand beim GP von San Marino 1994 als Zweiter neben Sieger Michael Schumacher auf dem Podium. 1993 debütierte er in der DTM. Gleich im ersten Jahr gewann er 13 Rennen und holte sich den Titel. Auch an den Scirocco R-Cup hat der Italiener gute Erinnerungen. 2011 gewann er beim Saisonauftakt in Hockenheim die Legenden-Wertung. "Diesen Erfolg möchte ich natürlich wiederholen, zumal ich den Norisring gern mag. Immerhin habe ich hier 1993 und 1994 schon gewonnen. Besonders bemerkenswert finde ich am Scirocco R-Cup das Bio-Erdgas-Konzept. Das zeigt, dass sich Motorsport und Umweltbewusstsein nicht ausschließen", lobt Larini das Volkswagen-Engagement.

Als frischgebackener Sieger der GTE-Am-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans kommt der Portugiese Pedro Lamy nach Nürnberg. Auch der 40-Jährige kennt die Formel 1 und die DTM. Von 1993 bis 1996 startete er bei 32 Grands Prix für Lotus und Minardi. 2000 und 2001 bestritt Lamy in der DTM 26 Rennen mit Mercedes. 2003 wurde er Meister in der deutschen V8STAR-Serie. Danach machte sich Lamy vor allem einen Namen als Langstreckenspezialist, gewann vier Mal das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Lamy: "Ich freue mich darauf, wieder in Deutschland zu fahren. Hier habe ich so manchen Sieg eingefahren und mit dem Erfolg in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft den vielleicht wichtigsten Grundstein für meine spätere Karriere gelegt."

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