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BMW verpasst weiteren Doppelsieg

Marcus Winkelhock fängt durch einen perfekten Restart noch Mathias Lauda ab und verdirbt BMW die Party - Bartels/Buurman mit Start/Ziel-Sieg

(Motorsport-Total.com) - Im Championchip-Rennen am Slovakiaring sicherte sich das Duo Michael Bartels/Yelmer Buurman einen weiteren Sieg. Vom Start weg führte Buurman das Feld an und fuhr eine etwa sechs Sekunden große Lücke heraus, bevor Bartels übernahm und das Rennen fortan kontrollierte. Bereits beim Start kam es zu einem Zwischenfall mit dem McLaren mit der Startnummer 1 und einem Ferrari. Der McLaren drehte sich in der Schikane ein weiteres Mal und musste das Rennen aufgeben.

Yelmer Buurman, Michael Bartels

Michael Bartels und Yelmer Buurman waren am Slovakiaring nicht zu schlagen Zoom

An der Spitze setzte sich Buurman mit seinem BMW Z4 etwas ab. Hinter ihm kämpfte Marc Basseng (Mercedes Benz) mit Nikolaus Mayr-Meinhof (BMW) und dem Audi von Stephane Ortelli. Nach zehn Minuten musste der Lamborghini mit der Startnummer 24 das Rennen beenden, nachdem er mit einem Ferrari kollidierte.

Im Verfolgerfeld spitzte sich ein enger Kampf um Position zwei zu. Basseng kam in einer Kurve etwas weit heraus, was Mayr-Meinhof nutzte und vorbeiging. Wenige Kurven später nutzte auch Ortelli die Chance und zog am SLS vorbei. Der Ferrari mit der Startnummer vier steuerte 16 Minuten nach dem Start die Box an. Am 458 Italia war der rechte Vorderreifen zerstört. Ohne große Untersuchung wurde das Auto nach einem Radwechsel wieder auf die Strecke geschickt. Eine Runde später musste der Ferrari aufgeben, weil durch den Reifenschaden die Radaufhängung beschädigt wurde.

Einen Reifenschaden hatte auch der Ford GT zu beklagen. Eine Minute vor dem Öffnen der Box musste man sich ein neues Rad abholen. Als das Fenster für die Boxenstopps öffnete, war es der BMW auf Position zwei, der als Erster zum Fahrerwechsel rein kam. Mayr-Meinhof übergab an Lauda, der sich trotz eines nicht ganz optimalen Boxenstopps in eine gute Position bringen konnte.

Eine Runde später steuerte Basseng die Box an, um an Winkelhock zu übergeben. Die Paarung konnte den BMW von Lauda nicht überholen. Spitzenreiter Buurman war der Nächste in der Box. Bartels übernahm den Z4 und kam knapp vor Teamkollege Lauda raus, der kräftig Druck machte, aber nicht am Teamchef vorbei kam.

Ortelli war der Letzte aus der Spitzengruppe, der zum Fahrerwechsel kam. Das lange Warten lohnte sich nicht. Der Audi fiel auf Position vier zurück. Zudem wurde dem Team eine Durchfahrtsstrafe auferlegt, weil es beim Stopp eine Unregelmäßigkeit gab. Eine Safety-Car-Phase, die vom McLaren mit der Startnummer 2 verursacht wurde, limitierte den Schaden für die Audi-Mannschaft.


Fotos: GT1-WM in Pressburg


Nötig wurde das Safety Car, weil der McLaren in der Schikan etwas weit herauskam und abseits der Strecke die Heckschürze verlor, die sich auf der Ideallinie verteilte. Nachdem die Teile von der Strecke entfernt wurden, hatten die Piloten noch eine Runde zu fahren. Die Lichter des Safety Cars gingen aber sehr spät aus, weshalb einige Fahrer etwas überrascht waren.

Lauda war einer der Leidtragenden. Der auf Platz zwei liegende Österreicher verlor seinen Platz an Winkelhock, der sogar noch Bartels angriff, aber nicht vorbei kam. Lauda war nach dem Rennen sehr verärgert über den Ablauf des Restarts. Auf den Plätzen vier und fünf kamen die beiden Audis ins Ziel, die vom Neustart ebenfalls überrascht waren.

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