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Andretti: Bleibt Kamui Kobayashi in der Formel E?

07. Dezember 2017 - 18:56 Uhr

Kamui Kobayashi könnte langfristig für Andretti in der Formel E an den Start gehen - Der Japaner ersetzte beim Saisonauftakt in Hongkong Stammpilot Tom Blomqvist

Kamui Kobayashi
Kamui Kobayashi hinterließ in Hongkong einen guten Eindruck beim Team
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Kamui Kobayashi beim Formel-E-Saisonauftakt in Hongkong für Andretti-Stammpilot Tom Blomqvist eingesprungen war, könnte der Japaner langfristig in der elektrischen Formelserie starten. Eigentlich meldete das Team Blomqvist für das Rennen, der aber kurzfristig durch Kobayashi ersetzt wurde. Das Team war mit dem Ex-Formel-1-Piloten sehr zufrieden, der ohne jegliche Formel-E-Erfahrung auf Platz 15 und 17 landete. In den Rennen hatte er mit einigen Schwierigkeiten am Fahrzeug zu kämpfen.

Blomqvist, der in der vergangenen DTM-Saison für BMW ins Steuer gegriffen hatte, sollte eigentlich in Marrakesch wieder im Cockpit von Andretti sitzen. Andretti-Co-Teamchef Roger Griffiths erklärt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Kamuis Leistung macht die Entscheidung für uns nicht einfacher."

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Das Team habe immer den Plan verfolgt, erst den Saisonauftakt abzuwarten. Keinem Piloten seien vorher Versprechen gemacht worden, so Griffiths. Jetzt müsse das Team die Leistungen von Kobayashi evaluieren und sich sein Qualifying- und Renntempo anschauen. Außerdem sei wichtig, wie gut er im Rennen Energie gespart hätte.

"Es wird sicherlich einige Gespräche mit BMW geben", fügt der Co-Teamchef hinzu. "Tom sollte eigentlich mehrere Rennen fahren. Nun müssen wir aber schauen, wie das in unser gesamtes Programm passt." Bis Ende 2017 muss Andretti seine Fahrerpaarung für die aktuelle Saison bestätigen.

Mit dem Einsatz von Kobayashi in Hongkong hat der Rennstall einen seiner zwei erlaubten Fahrerwechsel verbraucht. Sollte Blomqvist in Marrakesch wieder am Steuer sitzen, würde dem Team kein Wechsel gestrichen werden.

BMW-Motorsportchef Jens Marquardt sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass Blomqvist in der Formel E Erfahrung sammeln solle. "Je früher desto besser", stellt Marquart klar. Die Entscheidung lege jedoch "in den Händen von Andretti".

Wie gut war Kobayashis Formel-E-Debüt?

Am Samstag war Andretti von Kobayashis Leistungen mehr als begeistert. Er qualifizierte sich auf Anhieb für den 13. Startplatz und war nur neun Zehntel langsamer als sein Teamkollege Antonio Felix da Costa. Aufgrund eines Problems mit dem Funk konnte der Japaner im Rennen nicht all seine Energie nutzen, weshalb es nur für Platz 15 reichte.

Am Sonntag lief es für ihn hingegen besser. Im Qualifying verkleinerte Kobayashi seinen Abstand auf seinem Teamkollegen auf eine halbe Sekunde. Trotzdem muss er für das Rennen noch viel lernen, um konkurrenzfähig zu werden. Im ersten Stint vergrößerte sich der Abstand auf da Costa von einer halben Sekunde auf 4,5 Sekunden pro Runde. Vor dem Boxenstopp hatte der Portugiese daher einen Vorsprung von Rund 25 Sekunden.

Da Kobayashi Schwierigkeiten damit hatte, sein zweites Fahrzeug zu starten, wurde er überrundet. In den letzten zehn Runden drehte er aber auf, wodurch er zu den schnellsten Piloten im Feld gehörte. Ob er zu Beginn einfach nur zu konservativ war, ist nicht bekannt.

Letztendlich hat der Japaner mit seiner Leistung Andretti überzeugt, die Fahrerwahl für die aktuelle Saison zu überdenken. Sollte er auch in Marrakesch am Start stehen, muss er sich insbesondere im Qualifying verbessern und konstantere Stints im Rennen fahren.

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