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Ärger über Yokohama-Reifen beim Formel-3-Weltcup Macao

20. November 2017 - 14:45 Uhr

Starke Qualitätsschwankungen bei den Yokohama-Reifen sorgten beim Formel-3-Grand-Prix von Macao für Unmut bei Fahrern und Teams

Maximilian Günther
Maximilian Günther litt in Macao unter den wenig konstanten Yokohama-Pneus
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die Reifen von Alleinausrüster Yokohama haben beim Formel-3-Grand-Prix von Macao am vergangenen Wochenende für großen Unmut bei Fahrern und Teams gesorgt. Das japanische Unternehmen hatte 2017 Pirelli als Reifenlieferant für den Formel-3-Weltcup abgelöst. Und obwohl Yokohama als Ausstatter der japanischen Formel 3 über Erfahrungen in dieser Klasse verfügt, entsprachen die Penus nicht dem Standard, den beispielsweise die Teams aus der Europameisterschaft gewohnt waren, wo mit Hankook-Reifen gefahren wird.

Qualitätsschwankungen sorgten für ein stark unterschiedliches Verhalten der Reifen, das die Suche nach dem richtigen Set-up bei einem der wichtigsten Rennen des Jahres zu einer Art Glücksspiel machte. "Einige haben super funktioniert, andere wiederum gar nicht. Letztlich war es Zufall, ob du einen guten oder schlechten Reifensatz erwischt hast", erklärt Prema-Pilot Maximilian Günther.

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Der Deutsche hatte bei der "Reifenlotterie" nach eigenen Angaben das Pech, zwei "Nieten" zu ziehen. "Von den drei Sätzen hatten wir lediglich einen, der gut funktioniert hat. Bezeichnenderweise war es der erste, den wir für die ersten Freien Trainings und das erste Qualifying benutzt haben", sagt Günther. "Die Pace war klasse, ich hatte sofort Grip und die Reifen haben fast nicht abgebaut."

Das änderte sich allerdings schlagartig, als Prema den zweiten Reifensatz aufzog. "Ich hatte Runde für Runde mit Übersteuern zu kämpfen und hatte keinerlei Grip", klagt Günther. Dass er unter diesen Umständen auf dem schwierigen Stadtkurs von Macao im Qualifikationsrennen auf Rang vier gefahren sei, grenze "angesichts der Reifensituation an ein Wunder".

Wie stark die Performance der Yokohama-Reifen schwankete, wurde dann im Hauptrennen für alle offensichtlich. Nach einer Änderung des Set-ups konnte Günther in der Anfangsphase des Rennens an der Spitze mitfahren. "Ich habe mich schnell bis auf Platz zwei nach vorne gekämpft und habe stetig Druck auf den Führenden ausgeübt. Die gesamte erste Rennhälfte war ich auf Siegkurs", berichtet er.

Nach der Rennhalbzeit ging es für den Deutschen dann aber nur noch in eine Richtung: nach hinten. "Plötzlich brachen die Reifen komplett ein und das bereits bekannte Problem tauchte wieder auf", sagt Günther, der mehr oder weniger wehrlos bis auf Rang fünf durchgereicht wurde. Sein Fall steht hier nur exemplarisch, auf anderer Fahrer klagten über ähnliche Probleme.

Yokohama machte sich im übrigen nicht einmal die Mühe, die Reifenproblematik zu leugnen. "Der Reifenhersteller hat eingeräumt, unterschiedliche Reifen zur Verfügung gestellt zu haben, dessen Qualitätsspanne gravierend war", sagt Günther. Diese Aussage deckt sich mit Informationen von 'Motorsport-Total.com', nach denen das Unternehmen Teams gegenüber bestätigt hat, teilweise falsche Reifen nach Macao angeliefert zu haben.

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