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Robin Frijns: Audi-Vertrag kostete das Formel-E-Cockpit

17. Oktober 2017 - 14:31 Uhr

Aufgrund seines Audi-Vertrags wurde Robin Frijns bei Andretti in der Formel E aussortiert: Jetzt meldet er Anspruch auf ein Cockpit der Ingolstädter an

Robin Frijns, Malcolm Wilson
Robin Frijns wurde sein Audi-Vertrag in der Formel E zum Verhängnis
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Robin Frijns in den vergangenen beiden Saisons der Formel E im teaminternen Duell bei Andretti gegen Antonio Felix da Costa zweimal als Sieger hervorgegangen ist, wurde der Niederländer im August vor die Türe gesetzt, während Felix da Costa auch 2017/18 für das Team fahren darf. Die Gründe dafür waren nicht sportlicher, sondern rein politischer Natur, denn wegen des Engagements von BMW bei Andretti war für den Audi-Werksfahrer Frijns dort kein Platz mehr.

"Wir haben gerne mit Robin zusammengearbeitet, hatten viel Spaß, und vom reinen Talent her war er einer der schnellsten", lobt Co-Teamchef Roger Griffiths den Niederländer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Allerdings gab es einige Schwierigkeiten wegen seiner Beziehung zu Audi, die ein großer Rivale von BMW sind."

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Bei den Ingolstädtern steht Frijns als GT3-Fahrer unter Vertrag und tritt unter anderem in der Blancpain-Serie sowie bei Rennen wie den 24 Stunden auf dem Nürburgring an, während BMW in der Formel E technischer Partner von Andretti ist und ab der Saison 2018/19 mit einem vollen Werksteam an den Start gehen wird. "Das spielte bei der zukünftigen Ausrichtung des Projekts eine große Rolle", bestätigt Griffiths. "Unsererseits hätten wir Robin gerne im Team behalten, aber so eine Beziehung muss für alle Seiten funktionieren."

Diese Geschichte kann Frijns so bestätigen. "Das Team wollte mich behalten, Michael (Andretti; Anm. d. Red.) und alle anderen standen hinter mir", so der Niederländer gegen über 'Motorsport-Total.com'. "Ich hatte Spaß mit Antonio, wir haben gut als Teamkollegen zusammengearbeitet."

"Es war aber eine schwierige Situation. Ich bin GT-Fahrer für Audi und stand bei Andretti, nicht bei BMW unter Vertrag. Es wird aber ein volles BMW-Werksteam. Sie werden ihren eigenen Antriebsstrang und ihre eigene Software einsetzen und wollen die Autos daher mit BMW-Fahrern besetzen", so Frijns weiter.

Das zeigte sich bereits bei den Testfahrten Anfang Oktober in Valencia. Dort waren neben Felix da Costa, der seit 2014 BMW-Werksfahrer ist, mit GT-Pilot Alexander Sims und DTM-Fahrer Tom Blomqvist zwei weitere Fahrer für Andretti im Einsatz, die bei den Münchenern unter Vertrag stehen.

Für Frijns ist das Kapitel Formel E mit dem Rauswurf bei Andretti noch nicht abgeschlossen. Vielmehr meldet er Ansprüche auf einen Platz im Formel-E-Team seines Arbeitgebers Audi an. "Ich fahre seit zwei Jahren für Audi und will nun in der Formel E für sie fahren", sagt Frijns. "Ich mag die Marke und fühle mich dort wohl, warum sollte ich wechseln? Wenn BMW Mitte der vergangenen Saison gesagt hätte: 'Wir wollen dich die nächsten drei Jahre als BMW-Fahrer in der Formel E', wäre das vielleicht etwas anderes gewesen. Aber das ist nie passiert."

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