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Michelin und die Formel E: Stillstand ist Rückschritt

02. Dezember 2016 - 11:56 Uhr

Pascal Couasnon stellt klar, dass Michelin die Formel E nicht einfach nur als Absatzmarkt sieht, sondern auch in der Elektroserie Entwicklung betreibt

Michelin, Reifen
Mehr als nur eine Cash-Cow: Michelin betreibt in der Formel E Entwicklung
© FIA Formula E

(Motorsport-Total.com) - Michelin ist in der Formel E in einer komfortablen Position: Man ist seit Beginn der Elektro-Formelserie Alleinausrüster. Die Reifen sind haltbar und stehen im Gegensatz zu anderen Meisterschaften mit Exklusivausrüstern nicht in der Kritik. Die profilierten Reifen mögen auf Außenstehende einen archaischen Eindruck machen. Doch für Michelin sind sie ein wichtiger Testträger, wie Pascal Couasnon, der Motorsportchef des Reifenherstellers, gegenüber 'Motorsport-Total.com' klarstellt.

"Man soll bitte nicht glauben, dass wir uns bei den Reifen für die Formel E einfach zurücklehnen", so der Franzose. Michelin mag die Position als Einheitslieferant im Motorsport eigentlich nicht und betont immer wieder, dass man den Wettbewerb sucht und Entwicklung betreiben möchte. Daher blieb auch ein Wiedereinstieg in die Formel 1 aus. In der Formel E gibt es nun einen Kompromiss, wie Couasnon erklärt: "Ob wir Alleinausrüster sind, oder wir Konkurrenz haben, ist uns egal. Das ändert an unserer Herangehensweise nichts. Wir wollen lernen und entwickeln."

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Zwar könne man es sich einfach machen und den Teams einfach über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg denselben Reifen liefern. "So ticken wir aber nicht", winkt der Manager ab. "Wenn wir diese Möglichkeiten mit den vielen Autos, den tollen Teams und großartigen Fahrern nicht nutzen würden, dann wäre es aus unserer Sicht verschwendete Zeit. Dieses Feedback ist für uns Gold wert."

Michelin optimiert die 18-Zoll-Reifen in der Formel E hinsichtlich ihrer Effizienz immer weiter, da dies auch in der Serienproduktion gefragt ist. Der neue EV2-Reifen in der Formel-E-Saison 2016/17 soll 16 Prozent weniger Rollwiderstand aufweisen als sein Vorgänger. Damit würde jedes der Vorjahresfahrzeuge eine ganze Runde auf einer Standard-Formel-E-Strecke weiterkommen. Auch ist der aktuelle Pneu 1,1 Kilogramm an der Front und 1,4 Kilo an der Hinterachse leichter.

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