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Lotterer: Habe "das große Bild" in der Formel E nicht erkannt

Andre Lotterer wird in der kommenden Saison in der Formel E antreten - In der Vergangenheit lehnte er einen Start in der Serie noch ab

(Motorsport-Total.com) - In der kommenden Formel-E-Saison startet Andre Lotterer für das Team Techeetah. Aktuell ist er für Porsche im LMP1-Programm der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) tätig. Der deutsche Hersteller wird sich nach der aktuellen Saison aber aus der WEC zurückziehen. Lotterer hat bereits in Vergangenheit ein Formel-E-Rennen besucht, lehnte damals aber einen Wechsel in die elektrische Formelserie ab, da er sie für zu "politisch" und für eine "Philosophie" gehalten habe. Da sich im "Motorsport alles verändert" habe, änderte Lotterer seine Meinung.

Andre Lotterer

Andre Lotterer hat das Potenzial der Formel E erst spät erkannt

"Ich habe zu Beginn nicht das große Bild gesehen", sagt Lotterer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich hatte damals bei Audi und Porsche einen Traumjob im Motorsport und habe daher niemals an einen Wechsel gedacht." Das habe sich aber im Laufe der Zeit geändert, so der LMP1-Pilot. Die Welt würde sich stetig ändern und die Formel E sei der Ort, wo ein Rennfahrer in der Zukunft starten will. "Es gibt hier eine Menge Toppiloten und der Wettbewerb ist sehr hoch. Hier arbeiten einige wirklich clevere Menschen. Das gesamte Paket hat sich verbessert."

Ein Indiz dafür sei zudem, dass viele Hersteller den Einstieg in die Formel E wagen, fügt Lotterer hinzu. In der Saison 2019/20 wird neben Porsche auch Mercedes sein Programm in der elektrischen Formelserie starten. BMW und Nissan haben sich schon für ein Engagement in der Saison 2018/19 entschieden. Audi und Jaguar sind bereits seit längerer Zeit ein Teil der Formel E. Deshalb habe Lotterer Anrufe getätigt, um schnellstmöglich ein Cockpit zu bekommen.


Fotostrecke: Das Fahrerfeld der Formel E 2017/18

Auf seinen ersten Start in Hongkong blickt der erfahrene Rennfahrer mit großem Respekt: "Das erste Rennen wird sicher schwierig werden. Die anderen Piloten sind schon sehr schnell und ich bin es nicht." Außerdem würden sich die anderen Teams und Fahrer nicht ausruhen und sich weiterentwickeln, erklärt Lotterer. Alle würde hart daran arbeiten, das Potenzial ihrer Fahrzeuge auszuschöpfen.

"Als privates Team kämpfen wir gegen einige Rennställe mit großen Strukturen, die zudem viele Ressourcen haben", berichtet der Deutsche. "Dazu gehört auch Audi. Ich weiß, wozu das Team in der Lage ist." Ziel sei es, bis zur Mitte der Saison wettbewerbsfähig zu sein und einige Rennen zu gewinnen.


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Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat Lotterer bereits vor dem Ende der Saison 2016/17 den Platz bei Techeetah bekommen. Er hatte aber vor dem offiziellen Test im Oktober keine Chance, einen Formel-E-Boliden zu testen. Er hat den Vertrag also unterschrieben, ohne das Auto vorher bewegt zu haben.

"Darüber habe ich ehrlich gesagt gar nicht viel nachgedacht", erklärt der WEC-Pilot. Er müsse in der neuen Klasse jetzt erst einmal viel lernen, um wettbewerbsfähig zu werden. Er hofft, dass dieser Prozess schnellstmöglich abgeschlossen wird.

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