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DTM-Reglement

DTM-Reglement

Stand Februar 2007

Sportliches Reglement

Wertungen
Es werden die Titel "DTM Champion" für den Fahrer mit den meisten Punkten sowie "DTM Marken-Meister" (Addition aller Fahrzeuge eines Herstellers) und "DTM Team-Meister" (je zwei Fahrzeuge eines Bewerbers) vergeben.

Punktesystem
10-8-6-5-4-3-2-1 für die Plätze eins bis acht. Keine Streichresultate.

Motoren
Zwei Wochen vor Saisonbeginn werden drei Motoren für jeweils zwei eingeschriebene Teilnehmer verplombt, die während der gesamten Saison genutzt werden müssen.

Reifen
Maximal 36 Slick-Reifen (jeweils 18 Vorderreifen und 18 Hinterreifen) pro Fahrer und Veranstaltung (beginnend mit dem ersten Test). Die Anzahl der verwendeten Regenreifen ist freigestellt.

Kraftstoff
Einheitlich Aral ultimate (Lieferant: Aral).

Start
Stehend. Aufstellung in Reihen, die 1 x 1 versetzt sind und acht Meter Abstand haben.

Training
Kurzes Roll-out und zwei je 90-minütige Tests am Freitag, 60 Minuten Freies Training am Samstagvormittag, 30-minütiges Warm-up am Sonntagmorgen.

Qualifying
Statt eines halbstündigen Zeittrainings und anschließender Super-Pole-Runde für die zehn Schnellsten gibt es ein sogenanntes "Shoot-Out". Zunächst sind dabei alle zwanzig Autos für 14 Minuten auf der Strecke. Die 14 Schnellsten qualifizieren sich für die nächste Runde, die sechs langsamsten kommen in den Parc Fermé und haben sich in der Reihenfolge der gefahrenen Zeiten für die Startplätze 15 bis 20 qualifiziert.

Nach einer siebenminütigen Pause gehen die 14 Schnellsten erneut auf die Strecke. Diesmal haben sie zehn Minuten Zeit, um unter die ersten Acht zu fahren. Die Fahrer, die nicht unter die besten Acht kommen, belegen die Plätze neun bis 13 in der Startaufstellung.

Nach wiederum sieben Minuten Pause fahren die schnellsten Acht um die Pole Position. Der Schnellste startet beim Rennen von Position eins, der Zweitschnellste von Position zwei usw.

Für das gesamte Qualifying gilt: es dürfen so viele Runden pro Session gefahren werden wie möglich. Die gefahrenen Bestzeiten gelten nur für die jeweilige Session. Die Reifensätze im Qualifying sind auf fünf limitiert. Nachtanken ist nur nach der ersten Session erlaubt.

Rennformat
Ca. 160 Kilometer mit stehendem Start (14 Uhr) und zwei Pflichtboxenstopps (Tanken und Reifenwechsel). Erster Pflichtstopp frühestens nach sechs Runden.

Gewichtsanpassung
Wenn eine Marke im Rennen siegt, müssen alle aktuelen Autos dieser Marke beim nächsten Rennen fünf Kilogramm zuladen, die Zuladung ist jedoch auf maximal 20 Kilogramm begrenzt. Die aktuellen Fahrzeuge der Marke, die nicht gewinnt, dürfen beim nächsten Rennen fünf Kilogramm entladen. Die Gewichtsreduktion ist auf ein Maximum von zehn Kilogramm begrenzt. Fahrzeuge älterer Baujahre bleiben im Gewicht unverändert.

Technisches Reglement

Philosophie
Die DTM will spektakulären, gleichzeitig aber kostenbewussten Tourenwagen-Sport bieten. Zahlreiche Bauteile wie Getriebe, Kardanwelle, Motorelektronik, Heckflügel und Kohlefaser-Bremsen sind für alle Hersteller einheitlich vorgeschrieben. Ein DTM-Motor muss eine ganze Rennsaison halten.

Fahrzeuge
Ein DTM-Fahrzeug ist ein kompromisslos für den Motorsport konzipierter Tourenwagen mit der Silhouette eines viertürigen Großserienfahrzeugs und wird auf einem Stahlrohrrahmen aufgebaut. Die Karosserie besteht aus Kunststoff, das Blechdach stammt aus der Serie. Heckantrieb ist vorgeschrieben, elektronische Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle sind verboten.

Motoren
In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Liter Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen. Das Ansaugsystem muss mit zwei Luftbegrenzern mit maximal je 28 mm Durchmesser ausgestattet sein.

Getriebe
In der DTM sind nur zwei verschiedene Getriebe-Differenzialeinheiten zugelassen, die von zwei Lieferanten (Hewland und X-trac) stammen.

Reifen
Werden exklusiv von Dunlop gestellt. Es gibt eine Slick- und eine Regenreifen-Variante.

Bremsen
Die Kohlefaser-Bremsen kommen ebenso wie Bremsklötze und Bremssättel für alle Teams von einem einheitlichen Hersteller.

Aerodynamik
Die Aerodynamik für alle Fahrzeuge einer Marke muss spätestens acht Tage vor dem ersten Rennen festgelegt werden und darf während der Saison nicht mehr verändert werden.

Gewicht
Für die aktuellen Autos des Baujahres 2006 hat die DTM-Kommission ein Mindestgewicht von 1070 Kilogramm beschlossen. Fahrzeuge nach dem Stand von 2005 müssen mindestens 1060 Kilogramm wiegen, während das Mindestgewicht für DTM-Autos der Generation 2004 auf 1020 Kilogramm festgelegt ist.

Elektronik
Alle Fahrzeuge arbeiten mit einem einheitlichen Steuergerät der Firma Bosch. Datenübertragung während der Fahrt ist verboten.

Sicherheit
Den Fahrer umgibt im Cockpit eine Sicherheitszelle aus Kohlefaser. Jedes Fahrzeug ist zudem mit Crashstrukturen im Bereich der Front- und Heckpartie ausgestattet.


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