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DTM-Reglement

Stand April 2013

Sportliches Reglement

Wertungen
Der Titel "DTM Champion" wird an den Fahrer vergeben, der nach dem letzten Wertungslauf der Saison die höchste Punktzahl erreicht hat. Es werden alle endgültigen Ergebnisse von Wertungsläufen des Jahres berücksichtig. Der Titel "DTM-Team-Meister" wird an das Team (Bewerber), dessen Fahrer nach dem letzten Wertungslauf des Jahres die höchste Punktzahl erreicht haben. Für die Teamwertung werden Punkte der Fahrer (maximal zwei) eines Teams addiert. Seit 2012 gibt es wieder eine Herstellerwertung. In dieser werden die Ergebnisse der sechs bestplatzierten Autos jedes Herstellers addiert.

Punktesystem
25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 für die Plätze eins bis zehn.

Reifen
Pro Rennwochenende darf ein Fahrer maximal 28 unbenutzte Slick-Reifen (jeweils 14 Vorderreifen und 14 Hinterreifen) verwenden. Am ersten Wochenende sind 40 Reifen zugelassen. Falls ein Fahrer die dritte Qualifying-Sektion nicht erreicht, darf der speziell für die dritte Sektion registrierte Satz als einer der beiden Sätze verwendet werden, welche zur nächsten Veranstaltung erneut registriert werden dürfen. Wie die Teams ihre Slick-Sätze tatsächlich aufteilen, bleibt meist geheim.

Das strikte DTM-Reglement lässt in Bezug auf die Behandlung der Reifen keine Fragen offen: Außer der Verwendung von Heizdecken und dem Abschaben von Verschmutzungen ist nur eines erlaubt: das Abkühlen der Reifen mittels Wasser. Jede andere Behandlung - ob chemischer, mechanischer oder thermischer Art - ist ausdrücklich verboten.

Seit der Saison 2011 ist Hankook exklusiver Reifenlieferant der DTM und bringt an die Strecken einen Standard- sowie seit der Saison 2013 auch einen gelbmarkierten Option-Reifen, der sich durch seine weichere Gummimischung auszeichnet. Mit ihm sind schnellere Rundenzeiten möglich, allerdings nur über einen kürzeren Zeitraum. Jeder Fahrer erhält nur für das Rennen einen Satz dieser Pneus, den er einmal einsetzen muss. Innerhalb der ersten drei und der letzten drei Runden ist kein Pflicht-Reifenwechsel erlaubt.

Die Fahrer haben für das Rennen die freie Wahl, auf welchen Reifen sie starten wollen - dem Option-Reifen oder dem Standard-Reifen. Allerdings muss diese Entscheidung bereits am Samstag nach dem Qualifying verbindlich getroffen werden.

Kraftstoff
Es wird einheitlich Aral ultimate verwendet (Lieferant: Aral).

Training
90 Minuten Freies Training am Samstagvormittag.

Qualifying
Das Qualifying wird am Samstagnachmittag (13.30 Uhr) in vier Sektionen durchgeführt.

Zunächst sind alle 22 Autos für 16 Minuten auf der Strecke. Die 14 Schnellsten qualifizieren sich für die nächste Runde, die acht langsamsten kommen in den Parc Fermé und haben sich in der Reihenfolge der gefahrenen Zeiten für die Startplätze 15 bis 22 qualifiziert. Die Zeiten der 14 Besten werden vor Q2 gelöscht.

Nach einer sechsminütigen Pause gehen die 14 Schnellsten erneut auf die Strecke. Diesmal haben sie elf Minuten Zeit, um unter die ersten Acht zu fahren. Die Fahrer, die nicht unter die besten Acht kommen, belegen die Plätze neun bis 13 in der Startaufstellung. Die acht besten haben sich für Q3 qualifiziert, ihre Zeiten werden gelöscht. In den Qualifyingabschnitten eins und zwei dürfen beliebig viele Runden gefahren werden.

Nach wiederum sechs Minuten Pause fahren die schnellsten Acht um den Einzug in Q4. Dazu haben sie elf Minuten Zeit. Die schnellsten Vier qualifizieren sich für den "Shootout" um die ersten vier Startplätze. Die anderen vier belegen je nach ihrer besten Rundenzeit die Startplätze fünf bis acht. Q4 schließt sich direkt an Q3 an. Dazwischen darf nicht getankt, seit der Saison 2013 aber wieder frische Reifen aufgezogen werden. Die qualifizierten vier Piloten fahren dann in einem Einzelzeitfahren die ersten vier Startplätze aus.

Parc fermé
In der Saison 2013 dürfen die Teams nach Entfall des Warmups zwischen Qualifying und Rennen nur noch streng reglementiert an den Boliden arbeiten. Unter Aufsicht des DMSB dürfen nur noch wenige, vorher festgelegte Wartungsarbeiten ausgeführt werden. Sollten darüber hinaus weitere Arbeiten nötig werden, müssen diese vorher angemeldet werden, ziehen aber Strafen nach sich, zum Beispiel Start aus der Boxengasse.

Start
Stehend. Aufstellung in Reihen, die 1 x 1 versetzt sind und acht Meter Abstand haben.

Rennformat
Circa 160 Kilometer mit stehendem Start (14.40 Uhr) und zwei Pflicht-Boxenstopps (Tanken und Reifenwechsel). Mit der Saison 2013 wurde ein deutlicher definiertes Boxenstopp-Fenster eingeführt. Die beiden Pflicht-Boxenstopps mit Reifenwechsel sind mit Ausnahme der ersten und der letzten drei Runden eines Rennens jederzeit möglich. Seit der Saison 2012 ist ein Nachtanken nicht mehr gestattet.

DRS
Kommt ein Pilot auf der Start-Ziel-Geraden näher als zwei Sekunden an einen vor ihm fahrenden Konkurrenten heran, erhält sein Bolide über das Marshalling-System der Rennleitung ein Signal. Das Steuergerät von DTM-Partner Bosch zeigt dem Fahrer die DRS-Freigabe in einem Display an und schaltet gleichzeitig die Betätigung frei. Innerhalb der nächsten Runde darf das DRS einmal an einer beliebigen Stelle des Kurses aktiviert werden. Innerhalb der ersten drei und der letzten drei Runden sowie in den ersten drei Runden nach einer Safety-Car-Phase darf das System nicht genutzt werden.

Technisches Reglement

Philosophie
Die DTM will spektakulären, gleichzeitig aber kostenbewussten Tourenwagen-Sport bieten. Zahlreiche Bauteile wie Getriebe, Kardanwelle, Motorelektronik, Heckflügel und Kohlefaser-Bremsen sind für alle Hersteller einheitlich vorgeschrieben. Ein DTM-Motor muss eine ganze Rennsaison halten.

Fahrzeuge
Ein DTM-Fahrzeug ist ein kompromisslos für den Motorsport konzipierter Tourenwagen mit der Silhouette eines viertürigen Großserienfahrzeugs und wird auf einem Stahlrohrrahmen aufgebaut. Die Karosserie besteht aus Kunststoff, das Blechdach stammt aus der Serie. Heckantrieb ist vorgeschrieben, elektronische Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle sind verboten.

Motoren
In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Liter Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen. Das Ansaugsystem muss mit zwei Luftbegrenzern mit maximal je 28 mm Durchmesser ausgestattet sein.

Getriebe
Seit der Saison 2012 sind ausschließlich semi-automatische Getriebeeinheiten des Zulieferers Hewland zugelassen. Die Gangwechsel erfolgen über Schaltwippen am Lenkrad.

Reifen
Hankook ist exklusiver Reifenausstatter der DTM. Die Räder haben seit der Saison 2012 größere Dimensionen: 300/680-18 an der Vorderachse, 320/710-18 an der Hinterachse. Es gibt zwei Mischungen, die die Koreaner an einem Wochenende anliefern: den Standard-Reifen und den weicheren, so genannten Option-Reifen, der in der Saison 2013 erstmals zur Verfügung steht.

Bremsen
Die Kohlefaser-Bremsen kommen ebenso wie Bremsklötze und Bremssättel für alle Teams von einem einheitlichen Hersteller: AP. Je zwei Fahrer dürfen pro Saison zusammen maximal sechs Satz Bremsscheiben verwenden.

Elektronik
Alle Fahrzeuge arbeiten mit einem einheitlichen Steuergerät der Firma Bosch. Datenübertragung während der Fahrt ist verboten. Für die Saison 2013 wird ein Marshalling-System eingeführt, mit dem Informationen der Rennleitung - wie etwa Flaggensignale und die DRS-Freigabe - direkt an die Autos gefunkt werden können.

DRS
Das Drag-Reduction-System (DRS) ist ein System, mit dem die Fahrer im Rennen vom Cockpit aus ihren Heckflügel verstellen und damit ihre Höchstgeschwindigkeit erhöhen können. Über eine Pneumatik wird der Einheitsheckflügel um 15 Grad flacher gestellt. Damit beim Bremsen auch im Falle eines Defektes Abtrieb gewährleistet ist, ist die Elektronik an bestimmte Parameter (zum Beispiel Bremsdruck) gekoppelt, die den Flügel wieder in die Ausgangsposition bringen.

Gewicht
Das Mindestgewicht eines DTM-Autos inklusive Fahrer, Anzug und Helm beträgt in der Saison 2012 1.100 Kilogramm.

Sicherheit
Den Fahrer umgibt im Cockpit eine Sicherheitszelle aus Kohlefaser kombiniert mit einem Stahlrohr-Rahmen. Jedes Fahrzeug ist zudem mit Crashstrukturen im Bereich der Front- und Heckpartie sowie in den Seitentüren ausgestattet.

 

 
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