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Volle Pulle in die DTM-Saison: Audi

Kommende Woche finden in Hockenheim die letzten Testfahren vor dem DTM-Saisonstart 2017 statt: So stellt sich Audi dafür auf

(Motorsport-Total.com) - Um Europas führende Tourenwagen-Rennserie wurde es über die letzten Monate sehr still. Doch mit der Verkündung Gerhard Bergers als neuen DTM-Boss ist seit letzter Woche damit nun endlich Schluss. Die DTM lebt. Und schon bald springen auch die Ampeln wieder auf Grün, sodass geballter V8-Sound das Trommelfell der zu den Rennstrecken gepilgerten Zuschauer erschüttern wird.

DTM-Audi 2017

In diesem Design fährt Audi-Pilot Nico Müller in der DTM 2017

Doch bevor es vom 5. bis 7. Mai soweit ist, stehen Anfang April noch die offiziellen ITR-Testfahrten in Hockenheim an. An vier Tagen (3. bis 6. April) wollen die drei involvierten Hersteller Audi, BMW und Mercedes ihr Material auf Herz und Nieren prüfen, um für die 18 Saisonläufe entsprechend gerüstet zu sein.

2017 ist für die DTM ein ganz besonderes Jahr, da die technischen Regeln nach 2012 erstmals neu aufgelegt wurden. Während die Homologation der Boliden beim DMSB schon zum 1. März erfolgte, hatte bei den vorangegangenen Testfahrten Anfang des Monats im italienischen Vallelunga jedoch nur Audi einen (fast kompletten) 2017er-Renner aufgeboten. Das lag hauptsächlich an der Verfügbarkeit der neu zu produzierenden Teile.

Fünf plus eins beim Test in Hockenheim

Nach aktuellem Stand wird Audi beim Test in Hockenheim bereits fünf originale Einsatz-Chassis laufen lassen können. Lediglich der RS 5 von Loic Duval bildet da eine Ausnahme. Der ehemalige LMP1-Pilot bekommt das bislang verwendete Testauto zugeteilt. Dieses wird jedoch in Duvals 2017er-Outfit beklebt. An speziellen Luftlanzen auf dem Dach wird der Testträger übrigens auch von außen gut ersichtlich sein. Auch die anderen fünf Fahrzeuge aus Ingolstadt werden im badischen Motodrom bereits ihr neues Kleid tragen können.

Audi wird an jedem der vier Testtage jeweils drei Piloten auf den 4,574 Kilometer langen Kurs schicken. Die genauen tageweisen Aufstellungen sind gerade in Planung und werden erst kurz vor Testbeginn final fixiert. Hauptaufgabe wird die Evaluierung der tatsächlichen Performance des Autos sein. Denn in Hockenheim wird das neue Material erstmals auf eine Strecke losgelassen, auf der man auch relevante Vergleichswerte hat - beispielsweise zum Finale 2016.

Dazu kommt, dass auch erst zwei der sechs Piloten den Neuwagen testen konnten, da nur Jamie Green und Mattias Ekström in Vallelunga aufgeboten wurden. Somit bietet sich für Duval, Rene Rast, Mike Rockefeller und Nico Müller in Hockenheim die erste Gelegenheit, sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.

Teams übernehmen die Verantwortung

Außerdem werden in Hockenheim auch erstmals die Einsatzteams Abt, Phoenix und Rosberg ihre jeweiligen Autos selbst einsetzen. Das bislang verwendete Test-Chassis wurde von einer gemischten Mannschaft von Audi Sport und speziell nominierten Vertretern der einzelnen Equipen betreut.

Ausblick auf die Saison: Für Audi muss 2017 ganz klar der Fahrertitel her. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Ingolstädter immer das schnellste Auto und holten auch die meisten Rennsiege. Doch die letzte Fahrermeisterschaft datiert noch aus der Saison 2013, als Mike Rockenfeller die Konkurrenz schlichtweg in Grund und Boden fuhr.

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